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ABU Aktuell

Pflegemaßnahmen für Gelbbauchunken auf dem Kleiberg

In diesem Jahr kamen zwei schwere Traktoren auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Büecke zum Einsatz, um ehemalige Fahrspuren wiederherzustellen. Die noch von den Belgischen Soldaten hinterlassenen Fahrspuren, in denen die Unken jedes Jahr ablaichen, durchfuhren die Traktoren immer wieder, bis die Gewässer in dem Zustand waren, den die Unken so gerne mögen. Schlechtes, d.h. trockenes Wetter im Februar verzögerte die Aktion, bis jetzt in den ersten Märztagen ergiebigere Regenfälle für einen geeigneten aufgeweichten Boden sorgten. Mit ihrem Gewicht und teilweise durchdrehenden Reifen können die Traktoren den Boden so verdichten, dass im Sommer nach Regenfällen soviel Wasser stehenbleibt, dass es für den Nachwuchs der Unken reicht. Allerdings muss diese Aktion jedes Jahr durchgeführt werden, weil die Fahrspuren sonst zuwachsen und durchlässig werden, und das mögen die Unken nicht. Nur noch auf wenigen Übungsplätzen und in ähnlichen Bereichen mit tiefen Fahrspuren im Lehm gibt es sie noch. Und das Erneuern der Fahrspuren ist die Standardmehthode, um diese seltene Art zu erhalten. Einen kurzes Video kann man bei YouTube sehen: "Traktoren statt Panzer I"

Die Traktoren in Aktion (M. Scharf)Fahrt durch den Matsch  (M. Scharf)Bei der Arbeit  (M. Scharf)Bionade möchte mitmachen (M. Scharf)Der Traktor hat sich festgefahren  (M. Scharf)Auch die Pferde sind interessiert  (M. Scharf)

Kopfweiden-Saison der ABU erfolgreich abgeschlossen

Jürgen Behmer im Einsatz (Foto: R. Loerbroks)Wie schon seit Jahrzehnten hat die ABU auch in diesem Winter wieder viele Kopfweiden im Kreis Soest gepflegt. Jürgen Behmer ist seit Jahren ehrenamtlich für die Kopfbäume im Kreis Soest im Einsatz. Mehr als 300 Bäume hat er diesen Winter mit Unterstützung von Katharina Hemmis und Caroline Evers, die zur Zeit ihren Bundesfreiwilligendienst bei der ABU verrichten geschnitten. Genauer gesagt waren es 339 Bäume in den Naturschutzgebieten Stockheimer Bruch bei Geseke, Hellinghauser Mersch bei Lippstadt, Disselmersch bei Lippborg und Ehemalige Klärteiche der Zuckerfabrik Soest in Hattrop. Fast 450 Stunden flossen in diese Arbeit ein.

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Beringter Weißstorch in Spanien gesichtet

So sieht der Ring aus, mit dem die Weißstörche beringt wurden Ein im Juni 2015 als Nestling in Herzfeld beringter Weißtorch wurde Anfang Januar 2017 von einem Ornithologen in Spanien gesichtet. Zwar überwintern einige Weißstörche auch schon in Deutschland, aber das Gros seiner Artgenossen bevorzugt immer noch wärmere Gefilde. Der nun fast zweijährige Storch überwintert in Spanien in der Nähe der Mittelmeerküste. Der Nachweis „unseres Storches“ kommt aus der Nähe der Ortschaft Lleide ca. 100 km von der Küste entfernt zwischen Saragossa und Barcelona, ca. 1.260 km vom Geburtsort entfernt.

Seit 2007 brüten wieder Störche bei uns im Kreis. 86 Jungvögel sind in diesen 10 Jahren hier flügge geworden. Im Jahr 2015 wurden erstmals 11 Junge im Kreis Soest von der Vogelschutzwarte beringt. Sie erhielten Ringe mit einer Aufschrift, die man mit einem Fernglas oder Spektiv erkennen kann, ohne die Vögel zu fangen. Werden solche Funde dann an die Vogelwarte gemeldet, erhält der Beringer eine Nachricht über Ort und Datum der Ablesung.

Dies ist nun bereits der zweite Nachweis eines bei uns geschlüpften Jungvogels. Am 26.05.2016 war ein Geschwister des nun gesichteten Vogels in Sawall in Brandenburg nachgewiesen worden.Die ersten Störche kommen bereits wieder in die Brutgebiete zurück. Ob der jetzt gemeldete Jungstorch auch dabei sein wird, kann man nicht sagen. Störche werden erst im dritten oder vierten Lebensjahr geschlechtsreif. Möglicherweise treibt er sich noch eine Weile im sonnigen Süden herum und sucht sich erst im nächsten Jahr einen Brutplatz.

Kranichbeobachtungen mit Genuss

Zur Zeit ziehen die Kraniche wieder aus ihren Winterquartieren in die Brutgebiete. Hierbei legen sie in geeigneten Gebieten eine Rast zur Übernachtung ein. Dieses Schauspiel findet auch jedes Frühjahr in den Ahsewiesen statt. Vom Beobachtungsturm aus lassen sich die Kraniche sehr schön beobachten und fotografieren.

Leider werden die Kraniche immer wieder mal von durch die Ahsewiesen fahrenden Autos aufgescheucht. Sie verlassen dann das Gebiet. Die ABU bittet darum, in den nächsten Tagen den nördlich der Kernzone vorbeiführenden Weg vom späten Nachmittag bis zum kommenden Vormittag nicht zu befahren oder zumindest das Scheinwerferlicht auszumachen. So können die Kraniche ungestört ruhen und Kraft für ihren beschwerlichen Weg in die Brutgebiete sammeln. Die ABU bedankt sich herzlich für die Rücksichtnahme.

Busexkursion "Lebendige Gewässer"

Blick aus der Beobachtungshütte in der Disselmersch (Foto: Salm)Gemeinsam mit der BUND Ortsgruppe Soest lädt die ABU am Sonntag den 5. März zu einer Busexkursion in die Auen des Kreises Soest ein. Die Exkursion findet im Rahmen der NUA-Wanderausstellung "Lebendige Gewässer" statt, die am 16. Februar im Foyer des Kreishauses eröffnet wird. Naturnahe Bäche, Auen und Flüsse sind attraktiv - für Menschen und für viele Tiere und Pflanzen.
Im Kreis Soest finden sich dafür eindrucksvolle Beispiele: naturnahe Bachabschnitte der Ahse und der Rosenau, die Lippe und ihre Auen. Die Busexkursion stellt diese Lebensräume vor.

Treffpunkt für die Exkursion ist der Soester Bahnhof um 9:15 Uhr. Von dort aus geht es zunächst zur Biologischen Station nach Bad Sassendorf-Lohne, wo Joachim Drüke, Vorsitzender der ABU, zunächst in einen kurzen Vortrag die renaturierte Lippeaue vorstellen wird. Die Teilnehmer können auch um 10:00 Uhr zur Geschäftsstelle der Biologischen Station an der Teichstraße 19 in Bad Sassendorf kommen. Die Rückkehr in Soest ist gegen 16:00 Uhr geplant. Bitte bringen Sie wetterfeste Sachen und festes Schuhwerk mit.

Die Kosten für die Teilnahme betragen 15 Euro für Erwachsene und 25 Euro für Familien. Bitte melden Sie sich bis zum 19. Februar bei der ABU (abu@abu-naturschutz.de) oder beim BUND unter www.bund-soest.de/Veranstaltung/Anmeldung an. 

Eine neue Steilwand für die Hellinghauser Mersch

Mit viel Fleiß und Spaß hat die Kindergruppe der ABU an der Lippe in der Hellinghauser Mersch eine neue Steilwand angelegt. Mit etwas Glück wird dort im Frühjahr der Eisvogel oder die Uferschwalben ihre Brutröhren anlegen. Wer Lust hat, bei der Kindergruppe oder Jugendgruppe mitzumachen, kann sich bei der ABU melden. (M. Scharf)

Arbeiten direkt an der Lippe (M. scharf)Mit viel Elan bei der Arbeit (M. Scharf)

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Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.