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ABU Aktuell

27 junge Weißstörche tragen nun Ringe

Junge Weißstörche im Horst in der Woeste (Foto: B. Beckers)

Am Samstag (15. Juni) wurden von Michael Jöbges (AG Weißstörche NRW) junge Weißstörche beringt. 27 junge Weißstörche in zehn Horsten erhielten einen sog. ELSA-Ring. Jeder Ring hat eine individuelle Buchstaben- und Zahlenkombination. Diese Kennung lässt sich im Gelände mit einem Spektiv oder über Fotos ablesen, ohne dass der Vogel wieder gefangen werden muss. So erfahren wir etwas über den Verbleib der Jungen. Wo ziehen sie hin, wo rasten sie, wo überwintern sie oder wo siedeln sich die jungen Weißstörche aus dem Kreis Soest zur Brut an, solche Fragen lassen sich über Ablesungen beantworten. Die Ablesedaten werden zentral bei der Vogelwarte in Wilhelmshaven gesammelt.

Die rund sieben Wochen alten Jungstörche zeigen einen angeborenen Reflex: bei Gefahr ducken sie sich und bewegen sich nicht. Dieses Verhalten hilft bei der Beringung, die Jungen verhalten sich ruhig. Mit einem Hubwagen erreicht der Beringer die Höhe des Horstes und kann die Jungen einen nach dem anderen beringen. Schon kurz nachdem der Hubwagen abgerückt ist, stehen die Jungen wieder auf und die Altvögel kehren zu ihrem Horst zurück.

Beringer Michael Jöbges und Roland Loerbrocks bereiten sich auf die Fahrt zum Horst vor. (Foto: B. Beckers)Nur mit einem Hubwagen kann der Horst erreicht werden (Foto: B. Beckers)Michael Jöbges bei der Arbeit (Foto: B. Beckers)Der junge Weißstorch erhält seinen individullen Ring (Foto: B. Beckers)Fertig. Der Storch ist nun individuell erkennbar (Foto: B. Beckers)Die jungen Weißstörche in der Hellinghauser Mersch am Pastorat (Foto: B. Beckers)

Schmetterlinge zählen

Der NABU hat dazu aufgerufen in den kommenden Tagen die Schmetterlinge im Garten zu zählen. Das ist sicherlich eine anspruchsvolle, nicht ganz leichte Aufgabe. Besonders lohnend dürfte dabei die Erfassung von Distelfaltern sein. Denn es zeichnet sich ein verstärkter Einflug dieser wandernden Schmetterlingsart ab. Mitteleuropäische Distelfalter fliegen zum Überwintern in den Mittelmeerraum und damit sogar bis nach Nordafrika. Sie kehren dann im Frühsommer, in von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlichen Zahlen, zurück, um sich hier fortzupflanzen. 

Dieser schon nicht mehr ganz frische Distelfalter dürfte bereits eine lange Hin- und Rückreise hinter sich haben (H. Vierhaus)

Die Auerochsen Zucht der ABU

Lombritz. Einer der Zuchtbullen der ABU-Eine Zwischenbilanz nach 29 Jahren
Eines unserer wichtigen Naturschutzthemen ist die Landschafts- und Naturentwicklung durch Ganzjahresbeweidung mit unseren nachgemachten Auerochsen. Sie werden auch Taurusrinder genannt. Jetzt haben wir nach 29 Jahren Zucht mal wieder eine Zwischenbilanz gezogen und unsere Zucht und die Erfolge auf unserer Homepage für Sie zusammengestellt. ...hier

                                                                                          

Wachtelkönig - Rufer in der Nacht

Wachtelkönig (Foto Jürgen Schneider)Kaum jemand hat den seltenen Wachtelkönig einmal selber gesehen. Seine eigentümlichen Rufkonzerte sind im Frühsommer bei nächtlichen Ausflügen am Haarstrang zu hören. Bei den Kartierungen zwischen Möhnesee und Rüthen wurden bislang zehn Rufer festgestellt, bis jetzt ein etwa durchschnittliches Jahr. Die in der Morgendämmerung aktiveren Wachteln waren  dagegen etwas seltener zu hören als im Vorjahr.

Dafür konnten an sechs Stellen bettelnde junge Waldohreulen gehört werden. Die relativ frühe Brutzeit und die recht hohe Dichte in dieser gehölzarmen Landschaft weisen auf ein gutes Mäusejahr hin.Dazu passen auch mehrere Stellen mit im Scheinwerferlicht spielenden jungen Füchsen und vereinzelte Steinmarder. Aus Säumen und Wegrändern sind in der Nacht immer wieder Sumpfrohrsänger zu hören, vereinzelt aus älteren Vertragsnaturschutzbrachen auch Feldschwirle. 

Wer die besondere Stimmung einer nächtlichen Exkursion auf den Haarstrang einmal selber erleben möchte, ist dazu am kommenden Samstag (8.6.) herzlich eingeladen. Los geht die Fahrt um 22:00 Uhr an der Biostation der ABU in Lohne (Teichstraße 19). Hier werden Fahrgemeinschaften mit eigenen PKW‘s in den Raum Rüthen gebildet. Rückkehr ist gegen 01:30 Uhr. Bitte melden sie sich bei Interesse kurz an: r.joest@abu-naturschutz.de (Ralf Joest). 

Viele neue Fohlen bei den Wildpferden der ABU

In der Hellinghauser Mersch, der Klostermersch bei Benninghausen und auf dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke/Soest weiden wilde Pferde der ABU: Koniks, Przewalski und Mischlinge. Aktuell gibt es in allen drei Herden neue Fohlen zu sehen. Teilweise sind sie einige Tage, aber auch bis zu zwei Monate alt. Im Winter werden wieder Jährlinghe abgegeben. Bei Interesse kann man sich bei der ABU melden.(M. Scharf)

Fohlen in der Klostermersch mit seiner Mutter, einer Konik-Przewalski Mischlings Stute.Fohlen in der Hellinghauser Mersch vor einer Przewalski Stute.Fohlen in der Hellinghauser Mersch mit seiner Mutter.Der Hengst kümmert sich nicht um die Gohlen. Er hat zu tun.

Karpfenhochzeit in der Klostermersch

Nach dem kleinen Hochwasser letzte Woche kamen etwa 10-20 grosse Karpfen in die überschwemmten Weiden in die Klostermersch, um dort eine grosse Karpfenhochzeit zu feiern. An mehreren Stellen gleichzeitig umkreisten sich die Karpfen, um im wärmeren flachen Wasser auf der Weide anzulaichen und gleichzeitig Konkurrenten zu vertreiben. Die Lippe mit ihrem kalten Wasser ist für das Laichgeschäft der wärmeliebenden Karpfen ungeeignet, so dass sie sich wärmere Bereiche aussuchen. Bei den Fischuntersuchungen der letzten Jahre waren im Bereich der Steinbachmündung in der Klostermersch auch immer wieder junge Karpfen gefangen worden. (M. Scharf, R. Loerbroks)

Karpfen (M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)

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Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.