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ABU Aktuell

Wachtelkönig - Rufer in der Nacht

Wachtelkönig (Foto Jürgen Schneider)Kaum jemand hat den seltenen Wachtelkönig einmal selber gesehen. Seine eigentümlichen Rufkonzerte sind im Frühsommer bei nächtlichen Ausflügen am Haarstrang zu hören. Bei den Kartierungen zwischen Möhnesee und Rüthen wurden bislang zehn Rufer festgestellt, bis jetzt ein etwa durchschnittliches Jahr. Die in der Morgendämmerung aktiveren Wachteln waren  dagegen etwas seltener zu hören als im Vorjahr.

Dafür konnten an sechs Stellen bettelnde junge Waldohreulen gehört werden. Die relativ frühe Brutzeit und die recht hohe Dichte in dieser gehölzarmen Landschaft weisen auf ein gutes Mäusejahr hin.Dazu passen auch mehrere Stellen mit im Scheinwerferlicht spielenden jungen Füchsen und vereinzelte Steinmarder. Aus Säumen und Wegrändern sind in der Nacht immer wieder Sumpfrohrsänger zu hören, vereinzelt aus älteren Vertragsnaturschutzbrachen auch Feldschwirle. 

Wer die besondere Stimmung einer nächtlichen Exkursion auf den Haarstrang einmal selber erleben möchte, ist dazu am kommenden Samstag (8.6.) herzlich eingeladen. Los geht die Fahrt um 22:00 Uhr an der Biostation der ABU in Lohne (Teichstraße 19). Hier werden Fahrgemeinschaften mit eigenen PKW‘s in den Raum Rüthen gebildet. Rückkehr ist gegen 01:30 Uhr. Bitte melden sie sich bei Interesse kurz an: r.joest@abu-naturschutz.de (Ralf Joest). 

Viele neue Fohlen bei den Wildpferden der ABU

In der Hellinghauser Mersch, der Klostermersch bei Benninghausen und auf dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke/Soest weiden wilde Pferde der ABU: Koniks, Przewalski und Mischlinge. Aktuell gibt es in allen drei Herden neue Fohlen zu sehen. Teilweise sind sie einige Tage, aber auch bis zu zwei Monate alt. Im Winter werden wieder Jährlinghe abgegeben. Bei Interesse kann man sich bei der ABU melden.(M. Scharf)

Fohlen in der Klostermersch mit seiner Mutter, einer Konik-Przewalski Mischlings Stute.Fohlen in der Hellinghauser Mersch vor einer Przewalski Stute.Fohlen in der Hellinghauser Mersch mit seiner Mutter.Der Hengst kümmert sich nicht um die Gohlen. Er hat zu tun.

Karpfenhochzeit in der Klostermersch

Nach dem kleinen Hochwasser letzte Woche kamen etwa 10-20 grosse Karpfen in die überschwemmten Weiden in die Klostermersch, um dort eine grosse Karpfenhochzeit zu feiern. An mehreren Stellen gleichzeitig umkreisten sich die Karpfen, um im wärmeren flachen Wasser auf der Weide anzulaichen und gleichzeitig Konkurrenten zu vertreiben. Die Lippe mit ihrem kalten Wasser ist für das Laichgeschäft der wärmeliebenden Karpfen ungeeignet, so dass sie sich wärmere Bereiche aussuchen. Bei den Fischuntersuchungen der letzten Jahre waren im Bereich der Steinbachmündung in der Klostermersch auch immer wieder junge Karpfen gefangen worden. (M. Scharf, R. Loerbroks)

Karpfen (M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)

Naturführungen Kleiberg

Konikpferde und Rinder weiden auf dem Kleiberg (Foto: P.  Salm)Der Natur- und Landschaftsführer Nobert Kienz bietet am Donnerstag, den 30.5. eine Wanderung über den ehemaligen Standortübungsplatz Büecke (Kleiberg) an. Die Führung beginnt um 14:30 Uhr, Treffpunkt ist der Körbecker Weg (alte Panzerstraße) unterhalb des Waldrestaurants „Zur Steinkiste“.

Auf der Wanderung lernen Sie die vielfältigen Strukturen der Landschaft kennen und entdecken Tiere und Pflanzen, die in unserer intensiv genutzten Landschaft selten geworden sind. Besonders interessant ist am Kleiberg die Vogelwelt. Auch eine sehr seltene Amphibienart, die Gelbbauchunke, hat hier noch einen Lebensraum gefunden. Diese Art wird zwar auf der Wanderung nicht zu sehen sein, aber Sie erfahren viel über ihre außergewöhnliche und spannende Lebensweise. Auf den weitläufigen blütenreichen Grünlandflächen weiden Pferde und Rinder, die hier die Landschaft pflegen. Von den Aussichtshügeln aus kann man den Blick in die Börde schweifen lassen, wobei sich die Stadt Soest besonders schön präsentiert. Spannendes gibt es auch zur Entstehungsgeschichte des Gebietes zu erzählen.

Die Kosten betragen 5 Euro pro Person. Eine Anmeldung zu dieser Führung ist erforderlich. Anmelden können Sie sich auf der Internetseite der Naturführer der LEADER Region Lippe-Möhnesee unter www.natur-fuehrung.de/touren. Oder direkt per Email an p.salm@abu-naturschutz.de.

 

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Molche, Laubfrösche und noch viel mehr imWasser

Die ABU-Kindergruppe war auf einer Tümpeltour erfolgreich. Mit Keschern, Eimerfallen oder einfach mit der Hand wurde eine Vielzahl von Amphibien und Wasserinsekten gefangen. Und bei Einbruch der Dunkelheit gab es dann noch ein Konzert der Laubfrösche, von dene sich aber leider keiner fangen ließ. Die Verluste (zweimal vollgelaufene Stiefel und eine nasse Hose) hielten sich in Grenzen, und so war das ganze ein gelungenerr Abend.

Die Molchfalle  zieht alle Blicke auf sich (M. Scharf)(M. Scharf)Auch ein Teichmolch war zu sehen (M. Scharf)Bei der Tümpeltour (M. Scharf)

Exkursion zum Vogel des Jahres - die Feldlerche

Am kommenden Sonntag, dem 5. Mai 2019 lädt der Biologe Ralf Joest von der ABU zu einem Spaziergang in die Lohner Feldflur ein. Jetzt im Mai ist der Gesang der Feldlerche in der Hellwegbörde zum Glück noch öfter zu hören. Aber die Feldlerche - und mit ihr viele weitere Pflanzen und Tiere der Felder - werden immer seltener. Um auf den Rückgang der Artenvielfalt in der Agrarlandschaft aufmerksam zu machen, hat der Naturschutzbund NABU die Feldlerche schon zum zweiten Mal zum Vogel des Jahres erklärt. Auf der Exkursion werden typische Vogelarten der ländlichen Kulturlandschaft vorgestellt. Dabei werden sowohl die Ursachen für die Bestandsrückgange als auch Möglichkeiten für den Schutz der Arten erläutert. Treffpunkt für die etwa vierstündige leichte Wanderung ist um 08:00 an der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne (Teichstraße 19).

Die Feldlerche steht für eine artenreiche Agrarlandschaft: blühender Ackerrandstreifen (R. Joest).Blühende Ackerwildkräuter fördern auch die Insekten, Honigbiene an einer Kornblume (Ralf Joest)Der extensivierte Anbau von Getreide im Rahmen von Naturschutzverträgen erhöht die Vielfalt in der Feldlandschaft Die Feldlerche gehört zu den typischen Feldvögeln der Hellwegbörde (Foto: H. Glader)

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.