Startseite

ABU Aktuell

Angehende Landschaftspfleger im Einsatz

Nach getaner Arbeit im Muckenbruch – die elf angehenden Landschaftspfleger sowie die ABU-Mitarbeiter Roland Loerbroks und Christian Härting (Foto: ABU).Regelmäßig ist die ABU mit Vorträgen zu verschiedenen Themen, Exkursionen und Arbeitseinsätzen beim Lehrgang zum Natur- und Landschaftspfleger vertreten, so auch in diesem Jahr. Dieser Lehrgang wird von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen in Kooperation mit der Natur- und Umweltschutzakademie Nordrhein-Westfalen angeboten. In diesem Jahr lag ein Schwerpunkt auf dem LIFE Projekt Bovar und der dazugehörigen Gelbbauchunke: neben einem Vortrag zum Netzwerk Natura-2000 und zum Förderinstrument LIFE wurde natürlich auch das Projekt Bovar mit seinen Zielarten, Aktionen und Maßnahmen vorgestellt. Bei einer Exkursion in das Naturschutzgebiet Muckenbruch wurde den elf angehenden Natur- und Landschaftspflegern die Historie des Gebiets, die Bedeutung von Mooren als Lebensraum und Kohlenstoffspeicher sowie die Maßnahmen in LIFE Bovar vorgestellt. Anschließend gab es hier einen Arbeitseinsatz: Das Team hat große Arbeit geleistet und rund zwei Dutzend Weidenbüsche entfernt. So wurde ein Offenraum geschaffen, der nun der Gelbbauchunke einen geeigneten Lebensraum bietet. Mehr zum LIFE Projekt finden Sie hier.

Weiterlesen...

Kann die Grauammer in die Hellwegbörde zurückkehren?

Singende Grauammer (Foto A. Müller)Unter diesem Titel stand ein Posterbeitrag der ABU auf der diesjährigen Tagung der Deutschen Ornithologen-Gesellschaft DO-G in Marburg. Die Grauammer ist ein Charaktervogel der Feldlandschaft der Hellwegbörde. Noch um 1970 wurde ihr Bestand auf fast 2.000 Reviere geschätzt. Bis 1993 war er auf rund 150 Reviere zurückgegangen. Der Rückgang setzte sich fort, so dass in den Jahren 2013 bis 2016 nur noch einzelne Sänger erfasst wurden. Seit 2017 zeigt sich wieder eine leicht positive Tendenz, so dass im Jahr 2019 wieder mindestens 8 Reviere, in einem Fall mit einer erfolgreichen Brut, festgestellt wurden. Die Ansiedlung erfolgte in Bereichen, in denen aus standörtlichen Gründen die Fördersätze für Landwirte finanziell so attraktiv waren, dass hier sehr lokal große Flächenanteile von Vertragsnaturschutzmaßnahmen wie Brachen oder extensiv genutztem Getreide erreicht werden konnten. Die sich (sehr vorsichtig) andeutende Bestandserholung macht Hoffnung, dass durch geeignete Maßnahmen der Rückgang der Feldvögel aufgehalten oder sogar umgekehrt werden kann. Bleibt zu hoffen, dass sich diese Entwicklung so fortsetzen wird (Ralf Joest).

Die ersten Zwerggänse sind im Winterquartier eingetroffen

Zwerggänse in den Ahsewiesen (Foto: B. Beckers)Zwei Wochen früher als in den letzten beiden Jahren sind die ersten acht Zwerggänse in den Ahsewiesen eingetroffen. Wir waren vorgewarnt, denn alle schwedischen Zwerggänse waren dieses Jahr bereits zwei Wochen früher von ihrem Rastgebiet in Schweden aufgebrochen.

Aufgrund der geringen Niederschläge des Sommers führte jedoch das Gewässer, das die Zwerggänse im vergangenen Jahr zunächst aufsuchten, nur eine kleine Wasserpfütze. Nicht genügend Wasser für einen attraktiven Rastplatz. Also entschieden wir uns kurzerhand, den Teich mit Wasser aus der Ahse zu füllen. Nach einer schnellen Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde füllten wir den Teich am vergangenen Wochenende mit Wasser, ein Landwirt hatte uns eine entsprechende Pumpe geliehen. Gerade rechtzeitig wie sich jetzt herausstellte.

Alle acht Zwerggänse sind beringt und alte Bekannte, die bereits im vergangenen Jahr und teilweise auch schon im Jahr davor den Winter bei uns verbrachten. Sie scheinen also mittlerweile eine Überwinterungstradition entwickelt zu haben. Bleibt abzuwarten, ob die acht Zwerggänse nur die Vorhut sind. Im vergangenen Jahr überwinterten 20-23 Vögel in den Ahsewiesen und der Disselmersch.

Der Teich an der Beobachtungshütte führt nur wenig Wasser (Foto: B. Beckers)Der Teich wird mit Wasser aus der Ahse gefüllt (Foto: B. Beckers)Wasser für die Zwerggänse! (Foto: B. Beckers)Teich gefüllt - die Zwerggänse können kommen (Foto: B. Beckers)Die Zwerggänse genießen das Wasser des Teichs (Foto: B. Beckers)

Das neue Veranstaltungsprogramm liegt vor

ABU Exkursionen Winter Titelbild Passend zur kalten Jahreszeit präsentiert die ABU wieder ihr neues Programm. Von Oktober bis Ende April können Interessierte auf insgesamt 13 Exkursionen die Besonderheiten der Naturschutzgebiete des Kreises kennenlernen. Wie auch in den vergangenen Wintern, werden außerdem einmal im Monat Vorträge angeboten. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei.

Gleich dreimal führen Experten in die Auenlandschaft der Lippe. Die renaturierte Lippe kann in der Hellinghauser Mersch und in der Disselmersch bei Lippborg erkundet werden. Auch das Thema „Rückkehr des Bibers“ an die Lippe wird zum Ende des Winters am 29.2.2020 in der Hellinghauser Mersch wieder präsentiert. Passend zu den Lippeauen-Exkursionen gibt es am 5. Dezember einen Vortrag über die Geschichte der Lippe und ihrer Fische von Dr. Margret Bunzel-Drüke. Ein weiterer Vortrag von Dr. Ralf Joest beschäftigt sich mit Untersuchungen der Libellenfauna der Lippe aus fast drei Jahrzehnten.

Weiterlesen...

Apfelernte mit der Kindergruppe

Die Apfelernte auf der landeseigenen Wiese bei Schallern mit anschließendem Pressen zu leckerem Apfelsaft war im letzten Jahr ein voller Erfolg. Der Saft war nach kurzer Zeit bereits ausverkauft. Deshalb wollten wir auch in diesem Jahr die Äpfel auf der Wiese ernten. Kurz vor der Pflückaktion stellten wir jedoch fest, dass auf dieser Wiese bereits jemand in großem Stil geerntet hatte. Glücklicherweise konnten wir an einer etwa 20 Jahre alten Obstwiese an der Rosenau ernten. Mit ehrenamtlichen Helfern und Kindern der Kindergruppe hat die ABU letzten Freitag dort Äpfel gesammelt. Es wurde geklettert, geschüttelt, gepflückt und gesammelt bis die Ladefläche des Sprinters voll war. Mittlerweile ist das Obst schon zu Saft gepresst worden. Die Einnahmen, die beim Verkauf erzielt werden, kommen natürlich wieder der Natur zu Gute.


Zum Abschütteln der Äpfel geht es bis zu KronenspitzeNach dem Schütteln (Foto: N.Jaworski)Gemütliches ÄpfelerntenAlle helfen mit (N.Jaworski)Raupe vom Buchen-Streckfuß (Foto: N. Jaworski)

Umwelttag

Zum sonnigen Herbstanfang fand auf dem Rathausplatz der erste lippstädter Umwelttag statt. Die Idee dazu hatten die drei größeren lippstädter Naturschutzverbände ABU, NABU und BUND, die sich seit 2017 zum Thema Pflanzen- und Insektenvielfalt zur "Blumengroup" zusammengeschlossenen haben. Viele, der in Lippstadt aktiven Gruppen und Vereine mit Naturschutzthemen, waren der Einladung gefolgt und so gab es ein buntes Zusammentreffen von 18 Gruppierungen vom Angelsport- und Imkerverein über foodsharing und UNICEF zum ErdGasGeben und Lippstadt for future.

Eine kleine Vortragsreihe der Blumengruppe im Rathaussaal mit kleinen Naturfilmen, einer Würdigung des lippstädter Biologen Hermann Müllers, den ersten Ergebnissen der Einsaaten der Lippstädter Mischung und der unglaublichen Insektenvielfalt im heimischen Raum fand angesichts des strahlenden Spätsommerwetters draußen nur eine vergleichsweise kleine Zuhörerschaft.

Unter der Friedenseiche an der Marienkirche bot der Berliner Schauspieler Peter Trabner eine in unsere Zeit übertragene Version des bemerkenswert aktuellen Stücks "Tod des Empedokles" von Friedrich Hölderlins über den Wert und die Bedrohung der Natur und schaffte es sogar, einige Westfalen zu überrumpeln und zum Mitspielen zu animieren. Nachdem die anfängliche Zurückhaltung überwunden war, gab es am Ende begeisterten Applaus, aber auch ein paar nachdenkliche Minen.

Luise Hauswirth

ABU-Stand am UmwelttagUmwelttagUmwelttagBerliner Schauspieler Peter Trabner

Startseite

Nachrichten

Termine

Aktuelle Beobachtungen

Werden Sie aktiv

Spenden

Kinder- und Jugendgruppe

Betreuungsgebiete

Projekte

Natur im Kreis Soest

Naturschutzthemen

Veröffentlichungen

Downloads

Mitarbeiter-Login

Die ABU ist Partner der

Aktuelle Projekte
Bachtaeler-100 auenland-80

Naturschätze Südwestfalens
NaTour - Naturführungen im Herzen Westfalens
LIFE BOVAR - Ein EU-Projekt des NABU Niedersachsen

Aktuelle Beobachtungen

Naturnahe Beweidung

Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.