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ABU Aktuell

Neues ABUinfo erschienen

ABU info 2017Soeben ist das neue ABUinfo erschienen, inzwischen im 40. Jahrgang. Schwerpunktthema des reich bebilderten Heftes ist die Lippeaue und die Tiere ihrer Gewässer. Die „Fisch-Geschichten aus Mittelwestfalen“ stellen die Veränderungen der Fischfauna durch die gewollte oder ungewollte Ansiedlung von nicht heimischen Arten, aber auch die Gewässerentwicklung dar. Drei Beiträge beschäftigen sich mit Maßnahmen zur Verbesserung des Wasserhaushaltes der Lippe und der Auswirkung der Lipperenaturierung auf Fließgewässerlibellen. Die Knoblauchkröte kommt zum Glück noch in der Lippeaue vor, wie neueste Erfassungen durch ABU-Mitglieder zeigen. Weniger erfreulich ist der Bericht über die Ergebnisse der kreisweiten Kiebitzkartierung 2016. Weitere Beiträge beschäftigen sich mit den Möglichkeiten eines verträglichen Besucherverkehrs in Naturschutzgebieten, Wildbienen und Wespen vor der Haustür und neuen Tierarten im Kreis Soest. Das 60-seitige Heft wurde den Mitgliedern der ABU zugestellt und kann hier heruntergeladen werden.

Nachdem schon viele Hefte versendet waren mussten wir feststellen, dass einige (wenige) mit falscher Seitenfolge gebunden sind. Mitglieder, die ein fehlerhaftes Heft bekommen haben, können sich bitte melden und bekommen einen Ersatz.

Arbeitskreis Kranichschutz in Nordrhein-Westfalen trifft sich bei der ABU

Die Mitglieder des Arbeitskreises Kranichschutz sind zu Gast bei der ABU (Foto: J. Drüke)Den Zug der Kraniche verfolgen die meisten Menschen hierzulande mit großem Interesse. Die imposanten Vögel, die regelmäßig im Frühjahr und im Herbst über unsere Gegend ziehen und dabei mit ihren charakteristischen Rufen lautstark auf sich aufmerksam machen, werden als Anzeiger für den kommenden Frühling oder den herannahenden Winter intensiv beobachtet. Auf ihrem Weg in die Brutgebiete oder ins Winterquartier macht ein Teil der europäischen Kraniche Rast in Nordrhein-Westfalen. Meist halten sie sich nur zum Übernachten bei uns auf und machen sich in der Frühe wieder auf den Weg.

Um den Schutz der Kraniche ging es nun bei einem Treffen des Arbeitskreises Kranichschutz NRW bei der ABU. 18 Kranichschützer, beleuchteten die Situation des Kranichs in NRW und in Deutschland und diskutierten über Schutzmöglichkeiten. Zu Gast war auch der Geschäftsführer von „Kranichschutz Deutschland“. Er berichtete über Brutbestände und Rastwege in Europa. Die Bestandsentwicklung ist sehr positiv.

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Frühlingsspaziergang in die Woeste

Die Woestestörche auf dem NestAm kommenden Sonntag, dem 2. April 2017 laden wir zu einem Spaziergang durch die Woeste ein. Der Biologe Ralf Joest stellt auf einer etwa dreistündigen leichten Wanderung das Niedermoor bei Ostinghausen und seine Tierwelt vor. Jetzt im Frühjahr kommen zu den ersten Brutvögeln wie die Störche, zahlreiche Gänse, Rohrammern und Kiebitze auch noch Zugvögel wie Löffelenten, Knäkenten, Bekassinen und Kampfläufer, die das Gebiet als Tankstelle auf ihrem Weg in die Brutgebiete nutzen. Bitte festes Schuhwerk und Wetterkleidung und falls vorhanden ein Fernglas mitbringen. Treffpunkt ist um 09:00 an der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne (Teichstraße 19), um 09:15 am Bolzplatz an der Ahsebrücke in Bettinghausen (Einfahrt Antoniusweg/Woesteweg).

Jahreshauptversammlung der ABU am 17. März

Der Vorsitzende der ABU, Joachim Drüke, eröffnete um 19.35 Uhr die diesjährige Jahreshauptversammlung. Der Saal in der Lohner Mühle, Sitz des Vereins mit der Biologischen Station Soest, war mit 75 Interessierten, darunter 63 stimmberechtigte Mitglieder, auch in diesem Jahr wieder voll besetzt.

Bericht des Vorsitzenden

Joachim Drüke berichtete über das abgelaufene Geschäftsjahr. Der Vorstand tagte 9-mal, die Herbstversammlung war wieder gut besucht, ebenso wie die Veranstaltungen des öffentlichen Exkursions- und Vortragsprogramms.

Er gab zunächst einen Überblick über einige der Aktivitäten des Vereins, die ganz oder überwiegend von Freiwilligen umgesetzt wurden:

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Was ist mit den Pferden auf dem alten Übungsplatz bei Büecke los?

Seit 2013 weiden Koniks und Przewalski Mischlinge auf dem alten Übungsplatz. Bis zu 14 Pferde sind dort in einer Herde. Nachwuchs gab es in den ersten Jahren regelmäßig, aber seit letztem Jahr nicht mehr. Regelmäßige Besucher konnten sehen, dass die Stuten immer dicker wurden, aber anscheinend nicht trächtig waren, denn Fohlen gab es seit Anfang letzten Jahres nicht mehr. Ist der Hengst unfähig oder sind die Stuten zu dick, um trächtig zu werden? Über ein Jahr ging das Rätselraten, bis jetzt die Auflösung in Form eines Fohlens kam. Der Hengst ist nicht unfähig und zumindest die Mutter ist nicht durch Übergewicht unfruchtbar gewesen. Ein schönes kleines Fohlen ist seit dem 13. März in der Herde und vom großen Aussichtshügel sind die Tiere regelmäßig zu beobachten. Und was sich in den dicken Bäuchen der anderen Stuten verbirgt, muss man einfach abwarten. (M. Scharf)

Das neue Fohlen ist immer dicht bei der Mutter. (M. Scharf)Eine kleine Stärkung ist immer gut! (M. Scharf)Noch nicht ganz sicher auf den Beinen. (M. Scharf)Vom Aussichtshügel ist die Herde oft gut zu beobachten. (M. Scharf)Dick oder trächtig - das ist hier die Frage (M. Scharf)Während der Fahrer das Fohlen fotografiert versucht der Rest der Herde am Auto zu nagen. Tiefe Kratzer im Lack von den Pferdezähnen ist das Ergebnis. (M. Scharf)

Pflegemaßnahmen für Gelbbauchunken auf dem Kleiberg

In diesem Jahr kamen zwei schwere Traktoren auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Büecke zum Einsatz, um ehemalige Fahrspuren wiederherzustellen. Die noch von den Belgischen Soldaten hinterlassenen Fahrspuren, in denen die Unken jedes Jahr ablaichen, durchfuhren die Traktoren immer wieder, bis die Gewässer in dem Zustand waren, den die Unken so gerne mögen. Schlechtes, d.h. trockenes Wetter im Februar verzögerte die Aktion, bis jetzt in den ersten Märztagen ergiebigere Regenfälle für einen geeigneten aufgeweichten Boden sorgten. Mit ihrem Gewicht und teilweise durchdrehenden Reifen können die Traktoren den Boden so verdichten, dass im Sommer nach Regenfällen soviel Wasser stehenbleibt, dass es für den Nachwuchs der Unken reicht. Allerdings muss diese Aktion jedes Jahr durchgeführt werden, weil die Fahrspuren sonst zuwachsen und durchlässig werden, und das mögen die Unken nicht. Nur noch auf wenigen Übungsplätzen und in ähnlichen Bereichen mit tiefen Fahrspuren im Lehm gibt es sie noch. Und das Erneuern der Fahrspuren ist die Standardmehthode, um diese seltene Art zu erhalten. Einen kurzes Video kann man bei YouTube sehen: "Traktoren statt Panzer I"

Die Traktoren in Aktion (M. Scharf)Fahrt durch den Matsch  (M. Scharf)Bei der Arbeit  (M. Scharf)Bionade möchte mitmachen (M. Scharf)Der Traktor hat sich festgefahren  (M. Scharf)Auch die Pferde sind interessiert  (M. Scharf)

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.