Aktuelle Beobachtungen

Aktuelle Beobachtungen

9. Juli 2017

In der Rekordzeit von nur vier Tagen sind in den Tieflagen der Hellwegregion nahezu alle Schläge mit Wintergerste abgeerntet worden, wie meine abendliche Auszählung von 55 Äckern zeigte. An keinem Brutplatz von Wiesen- und Rohrweihen sind die Jungen schon ausgeflogen, sie sind aber durch Einrichtung von Schutzzonen durch die Bewirtschafter gerettet. Nicht nur durch eine durchschnittliche Verfrühung des Erntebeginns sondern auch durch die enorm gestiegene Mähmaschinen-Kapazität hätte zumindest die Wiesenweihe, die überwiegend in Wintergerste brütet, ohne Schutzmaßnahmen in unserer Region heute keine Überlebenschance mehr.
Die Kontrolle des spätesten Nestes der Wiesenweihe in einem Weizenfeld östlich von Geseke ergab nur 1 Ei. Das vorjährige Weibchen hatte 300 m Meter entfernt einen Prädationsverlust in der Phase der Eiablage erlitten.
Ein neuer Rekord von Messungen des Singfluges der Feldlerche: vormittags sang eine bei Robringhausen über 20 Minuten lang, flatterte nach Lasermessungen meist in Höhen von um die 200 m.
Im Rheinland war ein Gelege der Rohrweihe ausgemäht worden. Es wurde künstlich ausgebrütet und die Jungen von dem Ammenvogel eines Falkners aufgezogen. Ein Jungvogel erreichte das Alter von knapp drei Wochen. Mitarbeiter des Komitees gegen Vogelmord übergaben mir den Jungvogel, weil sie keine Naturbrut entsprechenden Alters zur Verfügung hatten. Ich setzte den Jungvogel zu einer Brut östlich von Geseke dazu, wo drei Jungvögel nur wenige Tage jünger waren (H. Illner).
Rohrweihenbrut bei Geseke, kurz nach dem Zusatz eines Jungvogels (unten in der Mitte) aus dem Rheinland, unmittelbar nach dem Hineinsetzen aufgenommen (9.7.2017, H. Illner)


An dem fast nicht mehr fließenden Trotzbach am östlichen Ortsrand von Horn ließ sich kein 'Kleiner Blaupfeil' mehr sehen. Dafür waren aber 'Südliche Blaupfeile', Orthetrum brunneum, gut vertreten (6 Männchen, 1 Weibchen), von denen nur ein Männchen noch kein Glück bei einem Weibchen der Art hatte (H.Vierhaus).

Ein Männchen des Südlichen Blaupfeils bei Horn. Typisch für die Art ist der auch blau gefärbte Brustabschnitt (.Vierhaus)Weibliche Kleine Blaupfeile sind sehr unauffällig (H.Vierhaus)Große Blaupfeile fehlten am Trotzbach, dieses Tier wurde an einem Teich in Benninghausen fotografiert (H.Vierhaus)

 

 


Ein Taubenschwänzchen hielt sich überraschend im Lohner Garten auf. Es interessierte sich für Lavendel und Löwenmäulchen, war aber zu unsteht um ein brauchbares Bild zu machen. Wie dieser kleine tagaktive, wohl aus dem Süden zu gewanderte Schwärmer wirklich aussieht zeigt die Aufnahme aus Kroatien (H.Vierhaus).

Als Beleg für ein Taubenschwänzchen in Lohne muss dieses Foto reichen. Dieser Falter wird manchmal für einen Kolibri gehalten (H.Vierhaus)

8. Juli 2017

Bei einer Kontrolle der Lippeaue zwischen Kesseler und Brinkmersch u.a. folgende Beobachtungen:

In der Brinkmersch u.a. 6 Graureiher, 11 Kanadagänse, 1 Graugans, 6 Reiherenten; in der Meermersch u.a. 1 Blässrallen-Familie mit 3 pulli, 2 m und 1 DJ Neuntöter, 1 Rotmilan, 1 Fuchs, in der Disselmersch u.a. 67 Kiebitze, 1 Waldwasserläufer, 7 Reiherenten, in der Bovenmersch 1 Waldwasserläufer, die Lippborger Weißstörche haben 3 Junge, die bereits mit ersten Flugübungen beginnen, in Goldsteins Mersch u.a. 1 Flussuferläufer, 49 Kanadagänse, 5 Graugänse, 1 Nilgansfamilie mit 6 noch kleinen pulli (B. Beckers)


In den Ahsewiesen u.a. 1 Waldwasserläufer, 23 Kiebitze (B. Beckers)


 Zwei Wespenbussarde hoch am Himmel über Niederbauer kreisend, einer kurz mit "Schmetterlingsflug" (H. Illner)


Zwischen Lippstadt und Benninghausen u.a. 1 Ringeltaube, 1 Haubentaucher, Uferschwalben, Kanada- und Graugans sowie 1 Kormoran. (E. Teigeler)

Ein brütender Haubentaucher (E. Teigeler)Junge Uferschwalben im Weidenbaum (E. Teigeler)Uferschwalbe (E. Teigeler)


Im Winkel 1 singendener Schlagschwirl, von der Beobachtungshütte hat man ihn gut gehört. 
Nachher konnte wir feststellen, dass der Vogel trotzdem noch erstaunliche 300m entfernt war. (S. Helmer & M. Lebeus)

Seltener Ausnahmegast: Schlagschwirl im Winkel (Foto: Marvin Lebeus)


Am Enser See 7 Nilgänse (2 Paare, eins mit 3 Pulli), 56 Kanadagänse, 2 Kanada/Grauganshybriden, 3 Zwergtaucher, 1 Haubentaucher, 2 Graureiher, 8 Höckerschwäne (4 ad. und 2 x 2 Pulli und verbleibendes Paar mit Balz), 16 Reiherenten (11m/5w), 1 Flussuferläufer, 20 Blässhühner (2 x 3 Pulli und 1 Nest besetzt), 1 Eisvogel, 1 Mäusebussard, 1 Turmfalke (M. & M. Baule)

7. Juli 2017

Tiere rund um die Häuser und in denselben: Lohne Teichstraße 13 - 19.

Eine der Wacholderdrosseln, die zu einer kleinen Kolonie in Lohne gehört (H.Vierhaus)Emsiges Einemsen der Wacholderdrosseln zusammen mit Staren (H. Vierhaus)Das Bluthänfling-Weibchen zu Besuch in unserem Garten (H.Vierhaus)Das Hänfling-Männchen ist aber auch nicht weit (H.Vierhaus)Eine noch nicht ausgewachsene Schermaus ging in eine Lebendfalle und wurde wieder jenseits der B1 frei gelassen (H.Vierhaus)Die hübsche Weichwanze Deraeocoris ruber, eine kleine Abwechslung in der Insektenwelt des Gartens (h.Vierhaus)Mal was für die Botaniker: eine ins Haus eingeflogene Flohkrauteule, Melanchra persicariae, deren Raupen aber ziemlich wahllos alle Pflanzen fressen (H.Vierhaus)Diese kleine Grabwespe der Gattung Pemphredon war gleichfalls ein Besucher im Haus. Sie versorgt ihre Brut mit Blattläusen (H.Vierhaus)Wen mag diese Schlupfwespe an dem ABU-Bienenhotel mit einem Ei beglücken?  (H.Vierhaus)

 

 

 

Beobachtungen im Lohner Klei.

Ratet mal wo ich bin? Ein Reh in der Gerste (H.Vierhaus)Portrait einer ? (H.Vierhaus)Selten lassen Rabenkrähen in der Feldflur einen so nah heran kommen (H.Vierhaus)Pfützen auf den Feldwegen sind willkommene Badeplätze für Stieglitze (H.Vierhaus)

 

 

Am renaturierten Trotzbach bei Horn hält sich ein Männchen vom Kleinen Blaupfeil (Orthetrum coerulescens) auf. Das ist der erste Nachweis der Art in der Ebene des Kreis Soest. Diese seltene Art wurde bislang nur an zwei Bächen im Arnsberger Wald beobachtet (H.Vierhaus).

Ein Männchen des Kleinen Blaupfeils am Trotzbach bei Horn (H.Vierhaus)Vierfleck-Libellen, hier ein Männchen am Trotzbach, sind dagegen recht häufig (H.Vierhaus)

 

 


Nachmittags Im Winkel 1 trinkender Baumfalke (D. Luka)

Ein Baumfalke trinkt zwischen mehreren Stockenten (D. Luka)

6. Juli 2017

1 w Habicht und 1 w Rohrweihe 9:30 Uhr nördlich vom NSG Stockheimer Bruch 306 m bzw. 257 m hoch am blauen Himmel kreisend.
An einem Brutplatz der Wiesenweihe auf dem Haarkamm östlich von Soest attackierte das Männchen nicht nur Rotmilane und Mäusebussarde heftig in großen Höhen, sondern auch einen Kolkraben, der etwa 500 m verfolgt/vertrieben wurde, wobei er mir bisher nicht bekannte Laute von sich gab. An einem anderen Brutplatz der Wiesenweihe bei Erwitte griff vor allem das Männchen eine w Rohrweihe minutenlang bis in Höhen von 260 m  (Lasermessung) an, das Weibchen segelte dann aus dieser Höhe überwiegend im Sturzflug mit Beute im Fang direkt ins Nest.
Jeweils etwa 1000 Stare am Flugplatz Lohner Klei und in Stirpe.
In diesem Jahr reicht "stärkere" Gesangsaktivität von Feldlerchen auffallend weit in den Juli hinein; abends 19 Uhr zeigten gleich mehrere mehrminütigen Singflug (bis in Höhen von über 150 m (Lasermessung) über Ackerbrachen im Lohner Klei, typischerweise als die Sonne unter der Wolkenschicht auftauchte (H. Illner).


Heutige und gestrige Kontrollen von 10 Nestern der Rohrweihe in Wintergerstefeldern in der Hellwegregion, die in Kürze gemäht werden sollten und auf denen Schutzzonen abzustecken waren, ergaben zweimal Verluste von mehrere Wochen alten Jungvögeln. In beiden Fällen war die Gerste ums Nest herum weitgehend ins Lager gegangen, was den Zutritt von Bodenprädatoren erheblich erleichtern dürfte. In einem Fall waren die Jungen spurlos verschwunden. Im anderen Fall lagen zwei von einem Säugetier (wahrscheinlich Fuchs, weil Flügel zerbissen) getötet in der nahen Fahrgasse, um die herum noch Getreide stehen geblieben war. Ein dritter lebender Jungvogel befand sich ebenfalls in der Fahrgasse, 10 m vom nächsten toten Geschwister entfernt (H. Illner, R. Joest).
Nestplatz der Rohrweihe bei Stirpe, dessen Jungvögel prädiert worden waren. Um das Nest  herum war die Gerste - abgesehen  von einem Halmkranz um das Nest - ins Lager gegangen. Die Öffnung zum Nest stammt vermutlich von einem Bodenprädator (6.7.2017, H. Illner)


Obwohl die drei Jungstörche in der Disselmersch seit 1 Tag flügge sind, betteln sie beim Elternstorch immer wieder noch um Futter. Der Elternstorch legt das Futter am Boden ab; dort müssen es die Jungstörche aufnehmen. (H. Meermeyer)

Die Jungstörche betteln um Futter (H. Meermeyer)

Außerdem in der Disselmersch u.a. mind. 3 Bruchwasserläufer, mind. 1 Waldwasserläufer, mind. 3 Bekassinen, 1 m Neuntöter (B. Beckers)

5. Juli 2017

Östlich Recklingsen ein Baumfalke im Hochspannungsmast (H. Illner, M. und G. Wenner)


In der Disselmersch haben die drei Weißstorchjungen den Horst verlassen. Außerdem 2 Waldwasserläufer, rund 60 Kiebitze, einige Flussregenpfeifer, 16 Reiherenten, 1 Graureiher, einige singende Sumpfrohrsänger und Rohrammern, mind. 20 Feldsperlinge; im Winkel u.a. 1 singender Schlagschwirl, 1 .Graureiher, 18 Stockenten (B. Beckers).

Die drei Jungstörche haben den Horst verlassen (Foto: H. Regenstein)

Im Winkel außerdem ein Waschbär und ein Schwarzstorch; letzterer war kurze Zeit später in der Disselmersch zu beobachten (J. Heinrich)


Mittags kreiste östlich von Hultrop ein w Wespenbussard mit Beute in großer Höhe (geschätzt 200 bis 300 m) und glitt dann Richtung Südwest ab (C. Härting).


Am Zachariasee: 1 Baumfalke und ein singender Gelbspötter. (R. Schlepphorst)

4. Juli 2017

In der Hellinghauser Mersch am Anglerweg werden die drei jungen Weißstörche bald flügge. (K. Emmrich)

Die jungen Weißstörche verlassen bald ihren Horst (K. Emmrich) Die Jungstörche bei ihren ersten Flugvorbereitungen (K. Emmrich)Reges Treiben an der Blenke: Schwarz- und Weißstorch, Graureiher und Kiebitze (K. Emmrich)


In den Ahsewiesen 1 Habicht, 1 Rohrweihe, 1 Mäusebussard, 1 Baumfalke u.a. (W.K. Suermann)

Eine Rohrweihe (W.K. Suermann)Ein adulter Habicht, wahrscheinlich ein Männchen (W.K. Suermann)Baumfalke (W.K. Suermann)Mäusebussard (W.K. Suermann)


Am späteren Nachmittag in den Ahsewiesen 1 Schwarzstorch (B. Beckers)


Gegen 16.00 Uhr eine kurze Stippvisite eines Schwarzstorches in der Disselmersch (O. Kerber)

adulter Schwarzstorch in der Disselmersch (Foto: O. Kerber)

Abends um 21 Uhr ist in der Disselmersch 1 Schwarzstorch gelandet und direkt wieder abgeflogen. (V. Schemmer)

Abends ein Schwarzstorch in der Disselmersch (V. Schemmer)

3. Juli 2017

Die ersten vier jungen Wiesenweihen wurden in einem Gerstenfeld bei Geseke beringt (H. Illner & C. Härting).

In einem Nest in einer Feldflur östlich Geseke haben sechs junge Wiesenweihen schon ein Alter 10 bis 14 Tagen erreicht, was auf eine Rekordzahl an flüggen Jungen in einem  Nest in diesem Jahr hinweist. Das Brut-Weibchen mit Flügelmarken stammt aus Westfrankreich.
1 Wachtel südwestlich Robringhausen rufend (H. Illner).


Ein Ulmen-Zipfelfalter auf einer Blumenwiese in einem Garten in Weslarn (Achim Berger).

Ein Ulmen-Zipfelfalter (A. Berger)

2. Juli 2017

Morgens zwischen 08:30 Uhr und 08:52 Uhr Im Winkel: 1 Waschbär, 1 Fuchs sowie 1 Wespenbussard (D. Luka)

Ein Waschbär (D. Luka)Außerdem ein Fuchs... (D. Luka)... und ein Wespenbussard (D. Luka)


Nachmittags am Enser See 1 Eisvogel, 5 ad. Höckerschwäne (davon 2 Paare mit je 2 Jungvögeln, 25 Blässhühner (davon 2 auf Nest und 3 x 4 Junge und 1 x 3 Junge), 1 Kormoran, 14,7 Reiherenten, 1 Haubentaucher, 52 Kanadagänse und 2 Hybriden Kanadagans/Graugans (M. & M. Baule)


Westlich Schwefe 1 Baumfalke und 1 dunkler Wespenbussard fliegend (M. Bunzel Drüke, H. Illner, R. Klaassen, B. Koks).

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