Aktuelle Beobachtungen

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14. August 2015

Heute konnte die letzte Schutzzone für die Wiesenweihe in der Hellwegregion wie vereinbart abgeerntet werden. Die diesjährig mit Abstand späteste erfolgreiche Brut fand in einem Gerstenfeld auf der Paderborner Hochfläche westlich von Meerhof (HSK) statt. Da der Landwirt danach auf diesem Feld Raps einsäen wollte, war es wichtig, unverzüglich die Bodenbearbeitung vorzunehmen, damit der aufkeimende Raps so weit entwickelt sein würde, dass er in dieser Höhenlage (rund 400 m) ausreichend winterhart ist. Das Brutweibchen kreiste vorher bei der Nestkontrolle warnend auch zwischen den Rotorblättern der nahen WEA am Rand des großen Windparks, die an diesem Morgen aber wegen Windstille keine Kollisionsgefahr darstellte. Das farbberingte Brutweibchen stammt tatsächlich aus Brandenburg, wo es nach Mitteilung von K.-D. Gierach 2014 von ihm als Jungvogel beringt wurde (Näheres zu diesem Brutplatz hier).
Im Windpark Marsberg-Meerhof morgens mehrere Rotmilane und Mäusebussarde in Hochspannungsmasten sitzend, wo sie offenbar übernachtet hatten. Die fatale Kollision eines adulten Weißstorches mit einer dieser Hochspannungsleitungen einige Wochen zuvor, live von Bernhard Koch beobachtet, deutet darauf hin, dass WEA in Gebieten mit Hochspannungsleitungen das Kollisionsrisiko insbesondere für Großvögel erhöhen. In diesem Windpark dürfte die Gefahr mit einer Freileitung oder einer WEA zu kollidieren besonders groß sein, weil es sich um drei parallel verlaufende Freileitungen unterschiedlicher Höhe und um eine große Zahl von WEA im Nahbereich handelt, die zusammen quasi ein Fluglabyrinth für Vögel darstellen (H. Illner).
Die abgeerntete Schutzzone für eine Wiesenweihenbrut westlich von Marsberg-Meerhof wird unmittelbar danach für die Rapseinsaat vorbereitet (14.8.2015, H. Illner)Rotmilane und Mäusebussarde morgens in Hochspannungsmasten westlich Marsberg-Meerhof ruhend (14.8.2015, H. Illner)Weißstörche im Windpark westlich von Marsberg-Meerhof, umgeben von drei Freitungen und mehreren WEA (14.7.2015, H. Illner). Einige Hundert Meter entfernt flog im Juli 2015 ein Weißstorch an eine dieser Freileitungen, brach sich einen Flügel und verblutete


 

8 Weißsstörche übernachteten auf der Kirche von Dinker (J.Schenk)

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