Beobachtungen 2010

Beobachtungen 2010

22. Dezember 2010

In den Ahsewiesen ein Kranich mit hängendem linken Handflügel; dieser Vogel ist offenbar schon länger im Gebiet. Vielleicht ist er an der Hochspannungsleitung verunglückt. Der Kranich findet im Schnee nur noch wenig Nahrung, ist aber sehr scheu und damit störungsempfindlich. Er bekommt nun Futter angeboten - hoffentlich nimmt er es! Im Kerngebiet 1 m Kornweihe (M. Bunzel-Drüke), eine juvenile Kornweihe, ein Merlin sowie etwa 70 Saatgänse, die gemeinsam mit Graugänsen rasteten. Ein Graureiher schlich sich in offensichtlicher Angriffsabsicht an drei rastende Feldlerchen an, die aber die Gefahr rechtzeitig erkannten (A. Müller).
IMG_0849-Kranich-600pGoldammern auf Strohballen (A. Müller)Goldammern auf Strohballen (A. Müller)Männliche Goldammer (A. Müller)Männlicher Grünfink an Hagebutten (A. Müller)Viele Mäusebussarde leiden offenbar sehr unter Nahrungsknappheit und zeigen wie dieser Jungvogel eine sehr geringe Fluchtdistanz (A. Müller)Auch die Turmfalken lassen jetzt oft eine starke Annäherung zu (A. Müller)

Bei Balksen bis zu 3 Mäusebussarde an einem überfahrenen Hasen - so etwas nennen die Amerikaner wenig zartfühlend "road pizza". Ich habe den Hasen (oder besser gesagt die Reste davon) auf's Feld geworfen, damit die sehr hungrigen und unachtsamen Bussarde nicht auch noch überfahren werden (M. Bunzel-Drüke).
IMG_0932-Mb-800pMäusebussard (M. Bunzel-Drüke)Mäusebussard beim Frühstück (M. Bunzel-Drüke)Ziemlich zäh! (M. Bunzel-Drüke)Die letzten Reste (M. Bunzel-Drüke)

Am Großen Teich von Soest trafen sich heute Möwen aus verschiedenen Herkunftsländern. Von etwa 55 Lachmöwen waren drei mit Metallringen einer Vogelwarte beringt. Alle drei Ringe konnten komplett abgelesen werden. Ein Vogel kam aus Finnland, einer aus Schweden und einer aus Polen. Ein multikultureller Mix also und ein schöner Beweis dafür, dass Möwen aus Nord- und Osteuropa im Kreis Soest überwintern. Und dabei ist es auch gar nicht ungewöhnlich, dass Lachmöwen in der Mitte von Städten auftreten. Viele suchen ganz gezielt Innenstädte zum Überwintern auf. Hier gibt es immer genügend Futter, sei es an Pommesbuden, auf Weihnachtsmärkten oder an Parkteichen, wo Enten gefüttert werden.
Auf jeden Fall lohnt es immer auch auf die Beine von Vögeln zu schauen. Ringe können viel über Vögel verraten, wie zum Beispiel Alter, Herkunftsort, Geburtsort oder auch Zugwege. Ein Blick lohnt sich immer. Sobald die Beringungsdaten der drei Lachmöwen bekannt sind, werden sie natürlich auch hier mitgeteilt. (A. Hegemann)
Ich will auch was vom Brot. Foto: Arne Hegemann.AH-Pole-Finne-800p1AH-Schwede_-Pole-800pAH-Schweden-800p1AH-schwedischer_Ring-800p
2 Weißstörche auf Dächern in Völlinghausen-Möhnesee (E. Schulte)

19. Dezember 2010

Über der Klostermersch 10 Blässgänse (J. Behmer).
An einer Futterstelle im Soester Westen seltener Besuch: eine Haubenmeise (M. Bunzel-Drüke).

18. Dezember 2010

Lohner Klei (ca. 2 km² Feldflur), Schneedecke etwa 10 cm, sonnig, ca. -3°C, Zählergebnis von 15:15-16:15 Uhr: 9 Mäusebussarde (2 kämpfen am Straßenrand nur 7 m von Haus entfernt am westlichen Ortseingang von Seringhausen um Vogelbeute), 1 Turmfalke, 4 Rebhuhnketten (jeweils 2 Ketten: 6+14 Expl. bzw. 7+8 Expl., nur ca. 150 m auseinander), 1 Fasan, 108 Feldhasen (nach Schildern zu urteilen war im Westteil vorher eine Treibjagd) und etwa 25 Feldrehe. Mindestens 24 (2+6+7+9) Waldohreulen in 4 Nadelbäumen am Schlafplatz im Nordosten von Bad Sassendorf, die meisten erstmals in einer mit  Efeu bewachsenen Fichte, wo alle 9 Expl. stammnah und gut geschützt 3,5 bis 7 m hoch saßen (H. Illner).
In Schwefe schlug ein Turmfalke einen Feldsperling, der nicht schnell genug in eine sehr dichte Dornenhecke hineinkam. Der Falke rupfte ud fraß seine Beute auf dem Fenstersims einer Scheune und ließ sich durch Fotografieren nicht stören (M. Bunzel-Drüke).
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In den Ahsewiesen am "Finkenfeld" in 2,5 Stunden zwei erfolglose Sperber-Anflüge auf den Finkenschwarm (M. Bunzel-Drüke).
IMG_0620-Finken-800pIMG_0503-MbAw-800pIMG_0562-Sperber-800pIMG_0666-Grnfink-800pIMG_0573-Bergfink-800pIMG_0632-MbAw-800pIMG_0682-Sperber-800pIMG_0672-Sperber-800pIMG_0693-Sperber800p
In der Hellinghauser Mersch am Anglerweg einige Gewässer durch die fließenden Flutrinnen noch eisfrei, darauf viele Stockenten und Graugänse, aber auch 12 Höckerschwäne, mind. 6 Pfeifenten, 1 wf Zwergsäger, 1 Nonnengans und 1 Bachstelze; außerdem 2 streitende Mäusebussarde und 1 Sperber (M. Bunzel-Drüke); an der Lippe mind. 8 Bekassinen (L. Hauswirth).
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Not macht erfinderisch: Die hohe Schneedecke zwingt einige Greifvögel, die sich eigentlich hauptsächlich von Mäusen ernähren, zu neuen Jagdstrategien. So geschehen in einem Garten im Soester Süden. Gegen 14:00 Uhr schlug hier ein Mäusebussard eine Ringeltaube und fraß sich gut 30 Minuten lang an seiner Beute satt. Anschließend genoss der Bussard ausgiebig die Wintersonne. Sonntags war er bereits um 8:00 Uhr morgens wieder zur Stelle, um die Reste der Taube zu vertilgen (D. Hegemann)
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In verschiedenen Beerenhecken zwischen Soest und Werl viele Wacholderdrosseln, Amseln und einzelne Misteldrosseln, aber leider keine Seidenschwänze. An der "Mülldeponie" bei Werl-Sönnern viele Möwen, darunter neben mindestens 250 Sturm- und ebenso vielen Silbermöwen auch mindestens 5-6 Steppenmöwen sowie je eine Heringsmöwe und Mittelmeermöwe, außerdem dort ein Trupp von mindestens 100 Staren und einige Bachstelzen (A. Müller).
Am südlichen Rand des Loewerholzes  (M.-Völlinghausen) 1 rufender Kolkrabe (H. Abeler).
Männliche Amsel im 1. Jahreskleid (A. Müller)Weibliche Amsel (A. Müller)Misteldrossel an Schneeball (A. Müller)Adulte Silbermöwe (A. Müller)Eine Silbermöwe im 2. Winterkleid (A. Müller)Eine weitere Silbermöwe, ebenfalls im 2. Winterkleid (A. Müller)Adulte Steppenmöwe (A. Müller)Eine Steppenmöwe im 1. Winterkleid (A. Müller)Steppenmöwe im 2. Winterkleid (A. Müller)... weil sie so schön sind, noch eine, hier wieder im 1. Winterkleid (A. Müller)Adulte Sturmmöwe (A. Müller)Sturmmöwe im 1. Winterkleid (A. Müller)

17. Dezember 2010

Wem in den nächsten Tagen der Weihnachtsmarkt in Soest nicht genug Abwechslung bietet, der kann ja mal am Großen Teich versuchen, den Ring einer in Finnland beringten Lachmöwe vollständig abzulesen - mir ist das nicht gelungen. Ansonsten gab es heute dort neben den Stockenten, Teich- und Blässhühnern auch einen Eisvogel und eine Gebirgsstelze zu sehen. Ein Kormoran drehte ein paar Runden über dem Teich und im benachbarten Park wurde ein Mäusebussard permanent von Rabenkrähen belästigt (A. Müller).
Adulte Lachmöwe mit finnischem Ring (A. Müller)Porträt einer adulten Lachmöwe (A. Müller)Lachmöwe im ersten Winterkleid (A. Müller)SPA mitten in Soest - ein Bad in der heißen Quelle (A. Müller)Männliche Stockente wartet auf Brot (A. Müller)Die Weibchen haben auch nichts anderes im Sinn (A. Müller)Ein Blässhuhn prüft, ob trockene Blätter auch satt machen (A. Müller)... während es die Teichhühner mit Schnee versuchen (A. Müller)Ein diesjähriges Teichhuhn (A. Müller)Ich kann's auch nicht lesen - steht ja auch Kopf (A. Müller)

Auf dem Quellteich der Ahse in Lohne 2 Zwergtaucher (M. Bunzel-Drüke).

16. Dezember 2010

Am Schönungsteich der Kläranlage Bad Sassendorf u.a. 6 Nilgänse, 2 Graureiher, 2 Silberreiher, 2 Kormorane und einige Teichhühner und Krickenten (M. Bunzel-Drüke).

15. Dezember 2010

2 m Kornweihen jagen zwischen Ostönnen und Enkesen, 35 Bluthänflinge in Gemüsefeldern nordöstlich Sönnen (H. Illner).
An der Ollen Wiese in Erwitte-Stirpe 1 Wasserralle (J. Behmer).
In Lohne 1 Rotmilan (H. Vierhaus).
In den Ahsewiesen 2 wf Kornweihen (M. Bunzel-Drüke, O. Zimball).
2 Kolkraben fliegen vom Schlosspark (M.-Völlinghausen) rufend Richtung Loewerholz (H. Abeler).
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14. Dezember 2010

Nach erneutem Schneefall und Minusgraden auch tagsüber eine neue Rekordzahl von mindestens 21 (6+7+8) Waldohreulen am Schlafplatz im Nordosten Bad Sassendorfs. Auffällig war, dass in allen drei besetzten Nadelbäumen jeweils 3 bis 4 Expl. sehr eng zusammen saßen (Individualabstände von 10 bis 25 cm), was vor dem Wintereinbruch in diesem Ausmaß nicht der Fall war (H. Illner).

12. Dezember 2010

In den Ahsewiesen ist die Ahse übergelaufen. Die Wasserflächen haben einige Lach- und mindestens 2 Silbermöwen angezogen, außerdem Stockenten, 3 Silberreiher, 1 Kormoran und einige Stockenten. Außerdem im Gebiet 1 Wanderfalke, ca. 140 Grünfinken und 220 Hänflinge in einem Schwarm, 1 diesjähriger w Sperber, der eine Wacholderdrossel griff, aber nicht festhielt und 1 diesjähriger Habicht, der von einer wf Kornweihe "gehasst" wurde (die Weihe flog mehrmals um den in einem Baum sitzenden Habicht herum und warnte) (M. Bunzel-Drüke).
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10. Dezember 2010

Nach den Schneefällen der letzten Tage ist Beute am Boden für viele Greifvögel nur schwer erreichbar. Daher haben sich die meisten Greifvögel in den Ahsewiesen auf die Vogeljagd verlegt. Neben drei Kornweihen (ein adultes Männchen, ein adultes Weibchen, ein Jungvogel) und zwei Sperbern machen auch die noch verbliebenen Turmfalken Jagd auf Finken an einer Brache (s. Meldung von gestern). Ansonsten außer Trupps von Wacholderdrosseln und einzelnen Rotdrosseln nur wenige Vögel (A. Müller), u.a. einige Mäusebussarde und 1 Silberreiher; der Finkenschwarm bestand zu ca. 2/3 aus Grünfinken und 1/3 aus Hänflingen und umfasste mindestens 550 Vögel (M. Bunzel-Drüke, C. Härting).
rüttelnder Turmfalke in den Ahsewiesen (A. Müller)die Jagd auf Mäuse ist aber wenig erfolgreich (A. Müller)Die seltene Beute ist heiß umkämpft. Am Boden ... (A. Müller)... wie in der Luft (A. Müller)Trotz des Schnees harren noch einige Bluthänflinge in den Ahsewiesen aus (A. Müller)Eine Kornweihe bei der Vogeljagd. Im Fokus (der Weihe, nicht der Kamera...): Grünfinken (A. Müller)Wacholderdrossel in den Ahsewiesen (A. Müller)Unter den Wacholderdrosseln sind auch noch einzelne Rotdrosseln zu finden (A. Müller)IMG_9313-Tf-800pIMG_9458-Silber-800pIMG_9455-Mb-800pIMG_9430-Kw-800p
Im 18.00 Uhr ließen sich auf dem Weihnachtsmarkt in Soest nicht nur zahlreiche Besucher kulinarisch verwöhnen, sondern auch ein Wanderfalke, der sich die Nordseite des St. Patrokli Doms als Warte ausgesucht hatte. Er ließ sich weder vom Treiben auf dem Markt, noch vom Läuten der Glocken beeindrucken und kehrte nach einem Fehlversuch im zweiten (beobachteten) Anlauf schließlich mit Beute zurück zu seinem Platz. Dort begann er zu rupfen und ließ es scheinbar schneien. Vermutlich war die Beute eine Straßentaube, die Federn waren weiß. Interessant wäre es, gezielt nach Federn von Rupfungen des Wanderflaken im Bereich des Doms zu suchen. In Münster konnten auf diese Weise durch Heinz-Otto Rehage (Naturkundemuseum Münster) schon über 20 Vogelarten als Beute eines nächtlich jagenden Wanderfalken nachgewiesen werden, darunter Goldregenpfeifer, Waldschnepfe, Zwergtaucher, Reiherente und Turteltaube (S. Schweineberg).
Zwischen Hiddingsen und Lendringsen an der L 670 ein überfahrener Uhu (S. Ramme).

9. Dezember 2010

In den Ahsewiesen u.a. 1 Merlin, 1 wf Kornweihe, ein großer Schwarm Grünfinken und Hänflinge mit einzelnen Bergfinken und 1 junger Höckerschwan, der an der Hochspannungsleitung verunglückt ist (M. Bunzel-Drüke).
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An der Landstraße zwischen Brockhausen und Haus Ahse sind mindestens 6 Apfelbäume umgesägt worden. Der Obstbaumschwund geht weiter (M. Bunzel-Drüke).
Die Herkunft von zwei weiteren im Kreis Soest beobachteten Mäusebussarden mit weißen Flügelmarken mit schwarzer Aufschrift konnte geklärt werden, deren Ablesungen schon etwas zurück liegen. Ein am 12.10.2009 bei Gut Söbberinghof südlich von Erwitte beobachtetet Bussard mit der Marke "D3" war am 15.06.2008 bei Melle im Süden Niedersachsens als Küken beringt worden und ein am 4.12.2009 am Umspannwerk in Lippetal-Osker abgelesener Vogel mit der Kennzeichnung "2G" war am 10.06.2009 ebenfalls bei Melle als Nestling markiert worden (W. Pott).

6. Dezember 2010

Zum Nikolaustag hängen an der Hammer Landstraße bei Borgeln tote Krähen auf einem Feld - wahrscheinlich eine Abwehrmaßnahme der Landwirtschaft (M. Bunzel-Drüke).

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