Beobachtungen 2012

Beobachtungen 2012

23. März 2012

In der Feldflur nördlich Klieve jagte ein voll ausgefärbtes Männchen der Rohrweihe. Südlich von Störmede hielt sich noch ein Rasttrupp von etwa 400 Kiebitzen auf, von denen einige aber auch Balzverhalten zeigten. Eine solche Situation ist  bei der heute beginnenden Kiebitzkartierung etwas schwierig zu interpretieren, so dass man in solchen Fällen eher etwas warten oder in ein, zwei Wochen nochmal nachkontrollieren sollte. Auf der anderen Seite habe ich gestern im Raum Herfeld schon mehrere typische Kleinkolonien aus offenbar lokalen Brutvögeln angetroffen, die bei der kurzen Vegetation gut zu kartieren waren (Ralf Joest).
Morgens 250 Wacholderdrosseln nordöstlich Menzel auf Acker, weitere 350 nordöstlich von Drewer, 1 wf Kornweihe jagend südlich Spitze Warte/Rüthen, 8 Kiebitze auf Acker östlich Oestereiden und 2 weitere auf Acker westlich Menzel. Auf dem Haarkamm von Effeln bis Spitze Warte war eine starke Auswinterung von Wintergetreide festzustellen- ein Großteil ist schon umgebrochen und wieder neu eingesät; besonders stark ist Winterweizen (meist ganze Schläge), etwas weniger stark Wintergerste (oft Teilflächen oder flächige Ausdünnung), Triticale wohl kaum und  Winterraps fast gar nicht betroffen. Insgesamt schätze ich 20-30% Auswinterungssschäden auf die gesamte Ackerfläche bezogen, seit 1991 habe ich in diesem Gebiet keine vergleichbaren Winterschäden im Getreide gesehen. Die Folgen für die meisten Feldvögel dürften überwiegend positiv sein, weil vermehrt Sommergetreide eingesät wird, allerdings könnte sich auch der Pflanzenschutzmittelaufwand erhöhen und auch der Maisanbau zunehmen (H. Illner).
 Ungewohnter Anblick im März am Haarkamm: fast überall braune Äcker, viele davon neu eingesät nach Auswinterung (links Raps); Blick von Ost auf Effeln (23. März 2012, H. Illner) Auswinterungsschäden bei Effeln: im Hintergrund Weizen, der nur randlich grün blieb, Rest neu eingesät; im Mittelgrund Gerste, die nur randlich stärkere Schäden aufwies und nachgesät wurde; im Vordergrund Triticale (23. März 2012, H. Illner)_23Mrz20 Auswinterungsschäden im Vordergrund Wintergerste, im Hintergrund viele braune Äcker (neu eingesät bzw. abgestorben); Blick von Altenrüthen auf den Haarkamm (23. März 2012, H. Illner)
In der Disselmersch u.a. 3 Graureiher, 2 Weißstörche, 5 Nilgänse, 1 m Rostgans, 3 Weißwangengänse, mehrere Grau- und Kanadagänse, wenige Stockenten, 19 Pfeifenten, 5,2 Löffelenten, 2,2 Spießenten, 2,2 Knäkenten, viele Krickenten, insgesamt ca. 60 Kiebitze in kleinen Gruppen "vorbeikommend" und 2 stationäre Kieibitze mit kurzer Balz, 1 Flussregenpfeifer, 1 Grünschenkel, 1 Bekassine, 1 Waldwasserläufer, 21 + 1 Goldregenpfeifer (drehten eine Runde, landeten aber nicht), 2 Mäusebussarde, ca. 5 Zwergtaucher, 1 rufender Steinkauz auf der Nordseite der Lippe, einige Rohrammern, mind. 2 Wiesenpieper, 1 Bisam (M. Bunzel-Drüke u.a.).
IMG_8549-Kanada-850pIMG_8643-Zwerg-850pIMG_8601-GRP-850pIMG_8623-Storch-850pIMG_8497-Rost-850pIMG_8477-Rost-850pIMG_8577-Lffel-850pIMG_8586-Loeffel-850pIMG_8720-Nil-850pIMG_8398-Grau-850p
In der Soester Innenstadt offenbar eine Uhu-Brut; das Männchen saß heute draußen und ließ sich die Sonne auf den Bauch scheinen (H. Vierhaus u.a.).
Uhu-SoestAuch am Nachmittag saß der Uhu noch in der Sonne - und die Federn hingen auch immer noch an seinen Tasthaaren im Gesicht (Foto: A. Müller)Auf diesem Bild sieht man, dass der Uhu unberingt ist (Fotot: A. Müller)Dohle: manche der in Städten brütenden Uhus ernähren sich zu großen Teilen von Vögeln, vor allem Tauben und Rabenvögeln (Foto: A. Müller)potenzielles Uhufutter Saatkrähe (Foto: A. Müller)
In den Ahsewiesen neben den üblichen Vögeln u. a. ein Dunkler Wasserläufer, ein rastendes weibliches Schwarzkehlchen und ein Rotmilan; außerdem neben einem noch zaghaften Chor von Teichfröschen auch ein erster keckernder Laubfrosch (A. Müller).
Die Graugänse in den Ahsewiesen sind weiterhin sehr flugaktiv, hier ein Weibchen (Foto: A. Müller)Auch die Brachvögel sieht man derzeit häufig fliegen (Foto: A. Müller)Ein weibliches Schwarzkehlchen rastet in den Ahsewiesen (Foto: A. Müller)In derselben Zaunreihe rastet auch ein männlicher Hausrotschwanz (Foto: A. Müller)Heute besonders kooperativ: männlicher Haussperling in Wiltrop; man sieht hier deutlich, wie die dunklen Gefiederpartien des Prachtkleides noch teilweise durch helle Säume verdeckt sind (Foto: A. Müller)Zwar schlichter gefärbt, aber ebenso fotogen: weiblicher Haussperling (Foto: A. Müller)

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