Beobachtungen 2012

Beobachtungen 2012

9. Juli 2012

In der Klostermersch u.a. 1 Rotmilan, 2 Mäusebussarde, 1,1 Rohrweihe, 6 Schnatterenten, 2 Flussuferläufer, 3 Waldwasserläufer, 1 Lachmöwe, 1 Silberreiher, 18 ad. und 35 diesjährige Kanadagänse, 58 Graugänse, 1 singender Pirol, 1 rufender Kuckuck und 9 Neuntöter (M. Bunzel-Drüke).
1 Schwarzmilan östlich Ampen. Ein Rotmilan flog vormittags bei starkem Südwestwind etwa in Nabenhöhe nur knapp 10 m (ich saß bei der Beobachtung im Auto nur etwa 50 m südlich von der WEA) an den sich drehenden Flügelspitzen einer Windenergieanlage (E 58) westlich Merklingsen vorbei, kam in der Nachlaufströmung etwa 30 bis 40 m hinter der WEA
zweimal 1 bis 2 Sekunden lang ins Trudeln, flog dann weiter nach Norden. In einem Nest der Wiesenweihe in der Nähe dieser WEA waren die drei Jungvögel, die wenige Tage vorher noch von den Altvögeln gefüttert wurden und nun beringungsreif waren, spurlos verschwunden. Die unmittelbare bzw. mittelbare Verlustursache ist unbekannt. Eine m Wiesenweihe kreiste nachmittags westlich Körbecke mit Beute in etwa 150 m Höhe hinauf und flog dann mehr als 2 km nach Osten. Eine w Wiesenweihe an einem neu entdeckten Brutplatz auf dem Haarstrang westlich von Soest flog warnend über dem Brutfeld und stieß mehrfach bis auf 2 m auf ein Reh herunter, von dem nur die Ohren aus dem Weizenfeld ragten; das Reh befand sich etwa 20 m vom Nest entfernt (H. Illner).
Die erste Beringungsaktion an einem Nest der Wiesenweihe bei Geseke erbrachte drei junge Wiesenweihen, die im Rachen von Geißeltierchen (Trichomonaden) befallen waren (die Übertragung der Trichomonaden findet durch Verzehren von ebenfalls befallenen Kleinvögeln, vor allem Finken, statt). Der Jungvogel, dessen Rachen am stärksten befallen war, war schon abgemagert und konnte kaum noch atmen, er verstarb in unserer Hand. Einem mittelschwer befallenen Jungvogel verabreichten wir ein geeignetes Medikament. Der am wenigsten befallene Jungvogel wird die Krankheit hoffentlich ohne Hilfe überstehen. In einem zweiten, etwa 400 m entfernten Nest fanden wir drei kleinere junge Wiesenweihen, die keinen derartigen Parasiten-Befall hatten. Das Brutweibchen weist einen eher an eine Kornweihe erinnernden Warnruf auf, sieht vom Flügelschnitt aber wie eine Wiesenweihe aus (H. Illner, M. Bunzel-Drüke).
IMG_8171-Tricho-850pIMG_8126-Ww-Stockheim-850pBitte um Nachsicht: auf 500 m im Gegenlicht wirklich nur als Beleg tauglich: Eleonorenfalke am Haarstrang (Foto: A. Müller)
Was am frühen Nachmittag am Haarstrang bei Völlinghausen auf den ersten Blick wie ein übergroßer Mauersegler wirkte, entpuppte sich bei näherem Hinsehen als vorjähriger Eleonorenfalke der hellen Morphe. Leider blieb der Falke nach einem erfolglosen Jagdversuch nicht lange und ließ sich vom kräftigen Wind nach Osten treiben; eine Nachsuche war ebenso hoffnungslos wie vergeblich (A. Müller).

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