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Reichen die Singflüge der Feldlerche in die Höhe der Rotorblätter moderner Windenergieanlagen?

Hohe Tötungszahlen von Feldlerchen, die in den letzten Jahren in einigen europäischen Windparks durch systematische Schlagopfersuchen unter Windenergieanlagen festgestellt wurden, veranlassten mich, die Dauer und Höhe von Singflügen der Feldlerche mit einer Stoppuhr und mit einem Fernglas, das mittels Lasertechnik auf etwa 1 m genaue Entfernungsangaben in einem Abstandsbereich von maximal etwa 500 liefert, zu ermitteln. Vom 18. Juni bis zum 21. Juli 2017 erfasste ich an einem Dutzend Stellen in der Hellwegregion lotrecht die maximalen Flughöhen von Feldlerchen beim Singflug: der Mittelwert von 22 Messungen (von mindestens 15 unterschiedlichen Männchen) betrug 171 m, bei einer Spanne von 60 bis 315 m.

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Pflegearbeiten in den Ahsewiesen starten

Diese durchgewachsenen Kopfweiden drohen auseinanderzubrechen. Sie werden sukzessive zurückgeschnitten. (Foto: B. Beckers)

Am Mittwoch und Donnerstag (18./19.10.) werden in den Ahsewiesen einige Gehölzpflegearbeiten auf den Landesflächen vorgenommen. Zum einen werden einige durchgewachsene Kopfweiden zurückgeschnitten. Sie sind so groß geworden, dass regelmäßig Äste abbrechen. Mit dem Rückschnitt wird verhindert, dass sie auseinanderbrechen.

Als zweite Maßnahmen werden an einem Graben einige rund 15 Jahre alte Weiden entnommen. Sie sind aus angeflogenem Samen gewachsen und mittlerweile so groß, dass sie die angrenzenden Flächen zu sehr kammern. Die Weiden stehen im Lebensraum des Großen Brachvogels. Der Große Brachvogel besiedelt vorrangig Räume, in denen er ausreichend Abstand von hohen Bäumen halten kann. Würden die Bäume weiter wachsen würden sie den Lebensraum des Großen Brachvogels schmälern.

Schlechte Obsternte auf der Obstwiese bei Schallern

In der Nähe von Schallern betreut die ABU eine kleine Obstwiese, auf der wir vor etwa 30 Jahren mehrere Dutzend Obstbäume gepflanzt hatten. Die Bezirksregierung Arnsberg hat die Wiese vor einigen Jahren erworben und uns die Betreuung übertragen. Wie jedes Jahr war die ABU Kindergruppe dort, um Äpfel zu pflücken und daraus Bratäpfel zu machen. Da aber ein Spätfrost viele Obstblüten zerstört hatte, fanden sich nur zwei Bäume mit reichlicher Ernte. Mit Zimt gefüllt und im Feuer gegart schmeckten sie wunderbar. Und zwei Kisten Äpfel für die Rinder der ABU fielen auch noch an. (M. Scharf)

Garende Äpfel im Feuer (M. Scharf)Apfelpicknick zwischen den Bäumen (M. Scharf)Die ABU Kinder beim Apfel pflücken (M. Scharf)Die Kinder fangen das gepflückte Obst (M. Scharf)

Die grosse Lippe-Befischung 2017/2018

Von der Quelle bei Bad Lippspringe bis zur Mündung in Wesel soll die Fischfauna der Lippe umfassend untersucht werden. Auftraggeber ist der Landesfischereiverband Westfalen und Lippe, der etwa 500 Anglervereine vertritt. Die Untersuchung soll Vorkommen und Häufigkeit der Fischarten der Lippe in Abhängigkeit von Naturnähe und anderen Faktoren in den einzelnen Probestrecken ermitteln. Dazu sind in der gesamten Lippe mehr als 60 jeweils 200 Meter lange Probestrecken verteilt, in denen durch Elektrobefischung die Fische gefangen und nach Art und Länge erfasst werden. Drei Teams teilen sich diese Aufgabe, wobei ein Team durch die ABU gestellt wird. Die ersten Ergebnisse zeigen neue Perspektiven und werfen viele Fragen auf; die Auswertung wird spannend! (M. Scharf)

Eine schön gezeichnete große Forelle, die als Meerforelle möglicherweise von der Küste gekommen ist. (M. Scharf)Eine in einer Nachtbefischung gefangene Barbe. Ihre Barteln zeugen deutlich von ihrer Lebensweise als Bodenfisch. (M. Scharf)Mit voller Kraft zur nächsten Probestelle. (M. Scharf)Nachts können mehr Fische als tagsüber gefangen werden. Allerdings sind Nachtbefischungen auch aufwändiger. (M. Scharf)Ein großer Wels, gefangen bei Haus Vogelsang im Kreis Recklinghausen. (M. Scharf)

Schleiereule in "Unkrauthirse" gefangen

Am 22.9.2017 wurde uns eine Schleiereule gemeldet, die sich am Rande eines Maisfeldes in einem dichten Bestand eines klettenartigen Grases verfangen hatte. Der Vogel konnte sich selber nicht befreien und hat sich bei dem Versuch immer mehr in den klettigen Ähren verfangen. Er konnte vor Ort nur rausgeschnitten werden und das Gefieder dann in mühseliger Kleinarbeit gesäubert werden. Nach kurzer Pflegezeit konnte die Eule inzwischen wieder frei gelassen werden. Bei der Pflanze handelte es sich um Setaria verticillata, eine von mehrenen Hirsearten, die als Neophyten und so genannte Unkrauthirsen in Maisfeldern vermehrt bei uns auftauchen. Laut einer Fachbroschüre eines großen Pflanzenschutzmittelherstellers und weiterer Quellen ist im Zuge des intensiven Maisanbaus und klimatischer Veränderungen mit einer Ausweitung dieses Problems zu rechnen (Ralf Joest). 

In einem Hirsebestand gefangene Schleiereule (A. Herber)

Die Eule konnte nur mit Mühe befreit werden (A. Herber)

 

 

 

Halten sich Hundehalter/-innen an die Anleinpflicht im Vogelschutzgebiet Hellwegbörde?

Im Frühjahr informierte der Kreis Soest in Presseartikeln und im Hellwegradio sowie durch ein frisch aufgelegtes Faltblatt über die Anleinpflicht für Hunde im EU-Vogelschutzgebiet Hellwegbörde und in Naturschutzgebieten generell. Im Kreis Paderborn waren im EU-Vogelschutzgebiet Hellwegbörde im Vorjahr einige Schilder mit Hinweisen auf die Anleinplficht aufgestellt worden. Dies war für mich der Anlass, einmal zu ermitteln, wie es mit dem Anleinen von Hunden im Vogelschutzgebiet Hellwegbörde bestellt ist.
Während meiner Erfassungen im Rahmen des Weihen-Schutzprogrammes ermittelte ich vom 26.4. bis 31.5.2017, ob und wie Hunde in den Feldfluren des Vogelschutzgebietes Hellwegbörde angeleint waren: im Kreis Soest waren es 112 Fälle mit Hunden (mehrere Hunde eine(s) Halter/-in wurden gesondert gewertet) und im Kreis Paderborn 10 Fälle. Wegen des engen Zeitrahmens dürften kaum Doppelzählungen einer Person mit Hund (en) vorgekommen sein, so dass es eine ausreichend große, repräsentative Stichprobe gewesen sein dürfte.
Im Kreis Soest waren 57 Hunde (= 51 % ) unangeleint, im Kreis Paderborn 2 Hunde (= 20 %), zusammen waren 59 Hunde (= 49 %) im Vogelschutzgebiet nicht angeleint.

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Weihen-Brutsaison 2017

Die Befürchtung, dass es nach Tiefpunkt beim Brutbestand der Wiesenweihe im Vorjahr weiter bergab gehen würde, bestätigte sich zum Glück nicht. Der Brutbestand stieg wieder leicht auf 20 Brutpaare in den Hellwegbörden an; ein weiteres Paar brütete auf der Paderborner Hochfläche bei Etteln. Vier der Erstbrutplätze lagen außerhalb der Abgrenzung des EU-Vogelschutzgebietes (VSG) Hellwegbörde.

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