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Weihnachtsbasteln mit der ABU Jugendgruppe

Jedes Jahr gibt es bei der ABU Kindergruppe das Weihnachtsbasteln. Gipsengel, Futterhäuschen und Panflöten standen z.B.  in den letzten Jahren auf dem Programm. Dieses mal waren es Futterhölzer für Vögel mit einer Füllung aus Sonnenblumenkernen und Fett. Und nebenher wurden auch wieder Fackeln produziert. Und wie es in den dunklen Monaten Tradition ist, wurde am Feuer Rührei gekocht. (M. Scharf)

Selbstgemachte Fackeln wurden entzündet (M. Scharf)Die Fackeln werden in Wachs getaucht (M. Scharf)Vogelfutterhölzer mit Sonnenblumenkernen (M. Scharf)Rührei zum Schluss (M. Scharf)

Erfolgreiche Weihnachtsbaumaktion

Die Weinachtsbaumaktion der ABU war auch dieses Jahr sehr erfolgreich. Hundert gut gewachsene Jungfichten waren von Freiwilligen der ABU im Tal der Heve östlich von Möhnesee-Neuhaus ausgesucht und geschlagen worden. Mit dem ABU-eigenen Trecker wurden sie zur Lohner Mühle gebracht und am frühen Samstagmorgen aufgestellt. Eigentlich sollte die Abgabe der Natur-Weihnachtsbäume erst um 10.00 Uhr beginnen. Doch schon eine Stunde früher fanden sich die ersten Interessenten ein, um ihren Baum zu ergattern. Gegen Mittag hatten fast alle Bäume einen Interessenten gefunden.
Glühwein, Waffeln und eine selbstgemachte Gulaschsuppe mit Fleisch von  ABU-eigenen Taurusrindern aus der Lippeaue rundeten die erfolgreiche Akton ab. Der Erlöß der Aktion fließt zurück in Naturschutzprojekte im Arnsberger Wald. Wir danken dem Forstamt Arnsberg für die Unterstützung dieser Aktion.
Weihnachtsstimmung an der Lohner Mühle (J. Drüke)Nicht die Größten, aber die Schönsten im Angebot. (J. Drüke)Die Entscheidung fiel schwer bei dem Angebot! (J. Drüke)Glühwein, Apfelsaftpunsch, Waffeln und mehr hatten unsere zahlreichen Helfer im Angebot. (J. Drüke)Jeder Weihnachtsbaum eine gute Tat für mehr Natur in den Bachtälern des Arnsberger Waldes! (J. Drüke)

Kälbertaufe im Schnee

In starkem Schneetreiben gab es dieses Jahr die Exkursion zu den Wildpferden in der Hellinghauser Mersch. Die Pferde und auch die Rinder hatten sich am Heulager eingefunden, so dass der Weg durch den Schnee nicht allzu lang war. Trotzdem waren alle bei der Ankunft im Heulager recht weiß.  Neben den Pferden galt das größte Interesse aber dem neuen Kälbchen, das vor drei Tagen geboren worden war. Es erhielt von den Exkursionsteilnehmern den Namen "Helli". Die meisten Geburten gibt es bei unseren Rindern von Februar bis April. Es kommt aber auch immer mal wieder zu Geburten im Dezember oder Januar. Da sie gut mit Heu und Stroh versorgt werden, ist das für die Kälber unproblematisch. Auch etwas aus der Zeit geraten waren zwei Störche, die auf dem Storchenmast in der Hellinghauser Mersch dem Treiben zuschauten. Wie sie durch den Winter kommen, ist unklar. Aber vorerst ist da wenig zu machen. (M. Scharf)

Auch die mittlerweile 20 Jahre alte 121 hat ihre Kälber vorzugweise im Dezember bekommen (M. Scharf)Die stolze Mutter mit ihrem auf den Namen "Helli" getauften Kalb (M. Scharf)Die Exkursionsteilnehmer bei der Namensdiskussion (M. Scharf)Der Rückweg durch das starke Schneetreiben (M. Scharf)Rinder und Pferde haben ein gut isolierendes und wasserdichtes Fell, so dass der Schnee auf ihnen nicht schmilzt. (M. Scharf)Zwei Störche haben den Zug verpasst und überwintern in der Hellinghauser Mersch (M. Scharf)

Wasserspuren für die Unken

Auf dem alten Übungsplatz bei Büeke ist jetzt im Dezember bei nassem Wetter die richtige Zeit, um für die Gelbbauchunken ihren Lebensraum wieder herzurichten. Sie laichen nur in temporären Gewässern; vorzugsweise Fahrspuren. Alle dauerhaft Wasser führenden Gewässer werden höchsten als Aufenthaltsgewässer genutzt. Die Unken sind daher typisch für Truppenübungsplätze, wo tiefe und dichte Fahrspuren gute Laichhabitate bilden. Speziell für die Unken fuhr die Bundeswehr auf dem alten Übungsplatz bei Büecke mit ihren Fahrzeugen die Spuren immer wieder nach, da die Unken nur frische Spuren annehmen. Auch jetzt, wo die NRW-Stiftung mittlerweile Eigentümerin des Platzes in der Nähe von Soest geworden ist, werden die Fahrspuren im Winter nachgefahren. Statt der Fahrzeuge der Bundeswehr sind es jetzt allerdings private Kettenfahrzeuge oder überschwere Traktoren. Zwei Traktoren haben jetzt im Dezember wieder für ausreichende Tiefe und Verdichtung der Spuren gesorgt, damit die Unken im Mai wieder optimale Spuren vorfinden. (M. Scharf)

 Trecker fährt die Panzerspuren nach (M. Scharf)Der durch das nasse Wetter entstandene Schlamm wird weggeschoben (M. Scharf)Der Trecker kämpft sich durch den Schlamm (M. Scharf)Für den Bestand der Gelbbauchunke sind die Maßnahmen lebensnotwendig (M. Scharf)

Zwerggänse rasten in der Disselmersch - eine kleine Sensation

Zwerggänse (Foto: B. Beckers)Ausgewilderte junge Zwerggänse im schwedischen Fjäll im Juli 2017. Mehrere Vögel auf dem Foto rasten jetzt in der Disselmersch. (Foto: Kees Koffijberg)Seit einigen Tagen hält sich eine Gruppe von 24 jungen Zwerggänsen in der Disselmersch auf. Die Disselmersch ist ein Lippeauenabschnitt westlich von Lippborg, in dem sich die NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege zusammen mit der ABU seit vielen Jahren engagiert. Zwerggänse sind noch nie vorher in der Lippeaue beobachtet worden. Da die Gänse auffällige Ringe tragen, ist bekannt, dass sie aus einem schwedischen Artenschutzprojekt stammen. Auf dem langen Weg von Nordschweden bis ins Überwinterungsgebiet legen die Gänse immer wieder Stopps an geeigneten Rastplätzen ein. Dieses Jahr trägt auch die Disselmersch als Rastplatz zum Gelingen des schwedischen Artenschutzprojektes bei. Vielleicht entwickelt sich in den nächsten Jahren ein Traditionsrastplatz.

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Ausgefischt

Mit einer letzten Nachtbefischung der Lippe bei Hamm - Dolberg ist die große Lippebefischung für dieses Jahr zu Ende gegangen. Wir haben die Lippe von der Quelle bei Lippspringe bis zur Mündung bei Wesel zusammen mit zwei anderen Teams in über 80 Untersuchungsstrecken von je 200 Metern befischt und eine Menge interessanter Ergebnisse über ihre Fischfauna bekommen. So sind mehrere Grundelarten bereits bei Hamm in der Lippe zu finden und werden vermutlich auch in den Kreis Soest weiterwandern. Marmorgrundel, Schwarzmaulgrundel und Kesslergrundel sind über den Rhein-Main Donaukanal aus der Donau in die Lippe gelangt und verdrängen vermutlich Groppe und Schmerle. Eine andere invasive Art, der nordamerikanische Sonnenbarsch, ist wieder aus der Lippe verschwunden. In vielen Abschnitten finden sich Quappen, die vermutlich durch Renaturierung und Wiederansiedlung gestützt, in der Lippe relativ regelmäßig zu finden sind. Auch auf die im Sand lebenden Steinbeißer hat sich die Renturierung positiv ausgewirkt. Sie finden sich in vielen flach überströmten Sandbereichen. etc. (M. Scharf)

Stachelgroppe (M. Scharf)nach Hause (M. Scharf)

Reichen die Singflüge der Feldlerche in die Höhe der Rotorblätter moderner Windenergieanlagen?

Hohe Tötungszahlen von Feldlerchen, die in den letzten Jahren in einigen europäischen Windparks durch systematische Schlagopfersuchen unter Windenergieanlagen festgestellt wurden, veranlassten mich, die Dauer und Höhe von Singflügen der Feldlerche mit einer Stoppuhr und mit einem Fernglas, das mittels Lasertechnik auf etwa 1 m genaue Entfernungsangaben in einem Abstandsbereich von maximal etwa 500 liefert, zu ermitteln. Vom 18. Juni bis zum 21. Juli 2017 erfasste ich an einem Dutzend Stellen in der Hellwegregion lotrecht die maximalen Flughöhen von Feldlerchen beim Singflug: der Mittelwert von 22 Messungen (von mindestens 15 unterschiedlichen Männchen) betrug 171 m, bei einer Spanne von 60 bis 315 m.

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