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Kiebitze im Kreis Soest: Volkszählung und Schutzmaßnahmen

Jetzt im Frühling ist an einigen Stellen im Kreis Soest die auffällige Balz der Kiebitze zu beobachten. Der frühere Vogel der Feuchtwiesen brütet heute zunehmend auf noch nicht bestellten Äckern. Seine Brutbestände nehmen überall stark ab. Die Gründe für den Rückgang sind vielseitig, eine wichtige Rolle spielen die Intensivierung der Kulturlandschaft und der Flächenverbrauch durch Siedlungs- und Gewerbeflächen. Seit 1972 hat die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz in regelmäßigen Abständen den Bestand im Kreis Soest erfasst, zuletzt im Jahr 2016 mit 457 Paaren. Zum Vergleich: Im Jahr 1997 waren es noch über 1100 Paare! Auch in diesem Frühjahr beteiligen sich rund 20 ehrenamtliche Naturschützer an einer Zählung der Kiebitze im Kreisgebiet.

Am Sonntag, den 7. April 2019, 10 Uhr bietet die ABU eine Exkursion zu Kiebitz und Co. in die Hellwegbörde an. Treffpunkt ist die Biologische Station der ABU in der Lohner Mühle (Teichstraße 19, Bad Sassendorf Lohne).

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Schlehenblüte in der Klostermersch

Jetzt ist wieder die Zeit, wo die Schlehen blühen. Das ist vor allem in der Klostermersch bei Eickelborn ein eindrucksvolles Schauspiel. Es dauert nur einige Tage und kann sehr schön vom Klostermersch-Aussichtsturm am Schellhasseweg  bei Eickelborn beobachtet werden. Mit etwas Glück sind auch die Rinder und Pferde dort zu sehen.

SchlehenSchlehenKlostermersch Google Maps

Frühlingsspaziergang in die Woeste

 Im letzten Jahr wurde im Auftrag der Gemeinde in der Woeste entbuscht und Kopfweiden geschnitten. Dadurch wurden die wertvollen Kleingewässer vor der Verbuschung bewahrt und Lebensräume für Vögel, Amphibien und Libellen erhalten.Jetzt im Frühjahr kommen zu den ersten Brutvögeln wie die Störche, Gänse, Rohrammern und Kiebitze auch Zugvögel wie Löffelenten, Bekassinen und Kampfläufer, die im Gebiet rasten. Abends wanderten zahlreiche Erdkröten, Grasfrösche vereinzelte Teichmolche und mehrere Kammmolche in das Gebiet. Das  Frühlingswetter hat auch die ersten Insekten herausgelockt: an einem der Moortümpel flogen einige Winterlibellen. Am Sonntag, dem 31. März stellt der Biologe Ralf Joest auf einer etwa dreistündigen leichten Wanderung das Niedermoor und seine Tierwelt vor. Festes Schuhwerk und Wetterkleidung sowie ein Fernglas mitbringen. Treffpunkt ist um 09:00 an der Biologischen Station in Bad Sassendorf Lohne (Teichstraße 19), um 09:15 an der Kirche Ostinghausen. Beachten sie die Zeitumstellung!

Gewässer in der Woeste nach der Entbuschung (Ralf Joest)Frisch geschnittene Kopfweiden in der Woeste (Ralf Joest)Erdkröten im Laichgewässer (Ralf Joest)Winterlibelle in der Woeste (Ralf Joest)Auch die Störche sind zurück (Ralf Joest)Ein Kammmolch wandert in die Woeste (Ralf Joest)  Paar bei der Eiablage, die Winterlibelle ist die einzige heimische Libelle, die als "fertiges" Insekt überwintert (Ralf Joest).

Einladung zur Jahreshauptversammlung am 22. März 2019

Kreiselwespe (Thomas Fartmann)Die ABU lädt am kommenden Freitag, den 22. März 2019 zu ihrer jährlichen Hauptversammlung in die Lohner Mühle  ein. Um 19:30 beginnt die Veranstaltung für Mitglieder der ABU mit den Vereinsregularien und dem Bericht des Vorsitzenden Joachim Drüke.

Um 20:15 beginnt der öffentliche Teil mit einem Vortrag von Professor Dr. Thomas Fartmann von der Universität Osnabrück über die Auswirkungen des globalen Wandels auf die Insektenwelt. Insbesondere die Änderungen der Nutzung unserer Landschaft haben erheblich zum Verlust der Artenvielfalt beigetragen. Nutzungs­intensivierung oder -aufgabe, Klimawandel und atmosphärische Stickstoffeinträge tragen außerdem erheblich dazu bei, dass sich die Qualität der Lebensräume deutlich verschlechtert und dadurch der Fortbestand der Lebensgemeinschaften gefährdet ist. Im dem Vortrag wird am Beispiel von verschiedenen Insektengruppen, wie Heuschrecken, Libellen, Tagfaltern und Zikaden erläutert, unter welchen Bedingungen Insekten in unseren fragmentierten Landschaften überleben können.

Westfälische Wiesenweihen senden wieder aus den westafrikanischen Überwinterungsgebieten

Der Sendervogel Heinz (im Jahr 2018 erfolgreich bei Langeneicke brütend) verbrachte den ersten Teil seiner Überwinterung im südwestlichen Mauretanien. Am 18. November 2018 um 10 Uhr flog er ca. 8 h in südöstliche Richtung, übernachtete einmal bei Kayes und flog am nächsten Morgen weiter nach Osten und erreichte am 19. November um ca. 13:00 Uhr sein nächstes, ca. 230 km entferntes Wintergebiet im nordwestlichen Mali. In diesem etwa 30 x 8 km großen Überwinterungsgebiet hielt er sich bis mittags am 16. März 2019 auf, um dann nach Norden zu ziehen.

Ortungsdaten der Wiesenweihe "Heinz" von Okt. 2018 bis 16. März 2019

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Neues von "unseren" Zwerggänsen

Zwerggans in den Ahsewiesen (Foto: B. Beckers)Vor drei Tagen wurden noch 19 der 20 Zwerggänse, die bei uns überwintert haben, in den Ahsewiesen beobachtet. Heute schon befanden sich mindestens zwei "unserer" Gänse in einem 2000 individuenstarken Blessganstrupp im Havelland. Ihre Ringe wurden dort abgelesen. Gleichzeitig konnten heute in den Ahsewiesen fünf Zwerggänse beobachtet werden. Offenbar hat nun der Wegzug der Gänse in das Brutgebiet in Schweden begonnen. Im Gegensatz zum Vorjahr scheinen sie aber nicht alle gemeinsam abzuziehen.

Same procedure as every year

Jedes Jahr wieder werden die Spuren für die Gelbbauchunken erneut bzw. vertieft. Schön frisch angelegt mögen es die Unken am liebsten. Für die wenigen verbliebenen Tiere auf dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke wird es dann auch so wieder hergerichtet. Vor etlichen Jahren übte hier die Belgische Armee mit ihren kleinen Panzern und zerfurchte das Gelände ohne Ende. Jetzt, wo das Gebiet in das Eigentum der NRW-Stiftung übergegangen ist, müssen das Traktoren einmal im Jahr machen, damit die Gewässer für die Gelbbauchunken erhalten bleiben. Die mittlerweile extrem seltenen Gelbbauchunken waren einst typisch für Übungsplätze und nutzen fast ausschließlich Fahrspuren zum Ablaichen. Auch für viele Insekten sind die frischen Fahrspuren attraktiv. Ein Video der Aktion ist in YouTube unter "Fahrspuren für Gelbbauchunken" zu sehen.

Die Maßnahme wurde im Rahmen des LIFE Projekts Bovar durchgeführt, welches sich dem Management der Gelbbauchunke und anderer Amphibienarten der dynamischen Lebensräumen widmet. In der achtjährigen Laufzeit werden in vier Projektregionen in Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und den Niederlanden verschiedene Maßnahmen und Aktionen durchgeführt, mehr dazu unter: https://www.life-bovar.com/

(M. Scharf)(M. Scharf)(M. Scharf) (M. Scharf)

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