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Junge Wiesenweihe durch Rotorblatt einer ostfriesischen Windenergieanlage getötet

Herunterfallender Korpus und Kopf(?) einer jungen Wiesenweihe, die von einem Rotorblatt einer ostfriesischen Windenergieanlage getroffen wurde (24.8.2014, Foto: H. Uhlenkott) Eine außergewöhnliche Aufnahme gelang Frau Uhlenkott am 24.8.2014. Ihr Foto einer zu Boden fallenden kopflosen Wiesenweihe und eines weiteren Körperteils (des Kopfes?) demonstriert auf eindrückliche Weise die potenziell zerstörerische Kraft der Rotorblätter moderner Windenergieanlagen (WEA), die an den Rotorspitzen Geschwindigkeiten von bis zu fast 300 km/h erreichen können.

Wulf von Greafe und Heike Uhlenkott hatten sich stundenlang die Flugspiele der drei jungen Wiesenweihen mit zwei jungen Turmfalken angesehen, bevor sich die Kollision ereignete. Geistesgegenwärtig drückte die Fotografin auf den Fotoauslöser.
Die jungen Wiesenweihen waren einige Tage zuvor aus dem ca. 430 m entfernten Nest bei Berdumer Großeriege im Landkreis Wittmund ausgeflogen; die Schutzbemühungen für das Nest im Getreidefeld hatten also Erfolg gehabt.
Tage später fiel noch der rechte Flügel von der WEA herab, der sich wohl im Bereich der Nabe verfangen hatte.
Dies ist der dritte Nachweis der Kollision einer Wiesenweihe mit einer deutschen WEA. Aus Spanien, Portugal und Frankreich sind mindestens weitere 34 Kollisionnsopfer dieser seltenen Weihenart bekannt geworden (mehr dazu hier). Adulte Männchen führen die Totfundliste deutlich an. Sie versorgen die brütenden Weibchen und Jungvögel mehrere Monate mit Nahrung, womit eine erhöhte Flugaktivität verbunden ist.
Deshalb geben die deutschen Vogelschutzwarten einen Mindestabstand von 1 km vor, den WEA u.a. zu Brutplätzen der Wiesenweihe einhalten sollten. Bei konsequenter Anwendung dieser Fachkonvention ließen sich Kollisonsverluste an Brutplätzen von Wiesenweihen deutlich reduzieren (H. Illner auf Basis der von W. von Graefe mitgeteilten Informationen). 
Die kopflose Wiesenweihe am Boden liegend (24.8.2014, Foto: H. Uhlenkott

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