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Auf der Jagd nach dem Nackten Osman

Der Nackte Osman ist nicht etwa ein asiatischer Würdenträger ohne Bekleidung, sondern eine Fischart fast ohne Schuppen, die u.a. in Kirgistan vorkommt. Dorthin war das Fischteam der ABU auf Einladung des Büros für Biologie in Kirgistan geflogen, um die Fischfauna einiger Gewässer zu untersuchen. Neben dem Nackten Osman leben in Kirgistan auch der Schuppige Osman, der Gebirgswels, verschiedene Haselarten sowie eine kaum zu unterscheidende Vielzahl von Schmerlen. Die aktuelle Verbreitung der Fische ist wenig untersucht, so dass wir gebeten wurden, zumindest in einigen Gewässern nachzusehen, welche Arten dort überhaupt (noch) vorkommen. Begleitet durch einige Ornithologen, die Vögel fangen und beringen wollten, zog unsere kleine Gruppe mit einem Minibus durch den nördlichen Teil Kirgistans. Die Fahrt ging zweieinhalb Wochen lang vom warm-heißen Flachland um die Hauptstadt Bischkek bis auf über 3000 Meter Höhe zu einer kalten Hochebene um den Son-Kul-See. Die Liste der beobachteten Vogelarten reicht von der Blauracke bis zum Schneegeier.

Beschuppter Osman (M. Scharf)Elritze (M. Scharf)Marinka (M. Scharf)Nackter Osman (M. Scharf)Schmerle (M. Scharf)Welche zwei Schmerlen sind es? (M. Scharf)Schuppiger Osman (M. Scharf)Mit der Zahnbürste wird das Aquarium für die Fischaufnahme gesäubert (M. Scharf)Auch mit einem Wurfnetz werden die Fische gefangen (M. Scharf)Die Netze müssen kontrolliert werden (M. Scharf)Auch ein Gebirgspass musste passiert werden (M. Scharf)Unser Zeltlager am Fluss (M. Scharf)Hochebene mit Fluss (M. Scharf)Nationalpark bei Bishkek (M. Scharf)Die gefangenen Vögel werden beringt (M. Scharf)

Die Fisch-Bestandsaufnahmen waren allerdings schwieriger, als wir es uns vorgestellt hatten. Etliche mittelgroße Gewässer zeigten sich Anfang Juni von der Schneeschmelze noch lehmbraun und sehr stark strömend, während manche kleine Bäche schon ausgetrocknet waren. Insgesamt erwiesen sich die meisten Probestellen als Arten- und Individuen-arm. Und durch den Besatz mit armenischen Sevan-Forellen waren vielerorts die heimischen Arten wie die erwähnten Osmane stark zurückgedrängt worden.

Nachweisen konnten wir die folgenden Arten:

Nackter Osman

Schuppiger Osman

zwei bis drei Schmerlenarten, die noch nachbestimmt werden müssen

eine Marinka-Art („Schneeforelle“, wie die Osmane mit Barben verwandt)

Bitterling (wahrscheinlich der eingeschleppte Amur-Bitterling)

Gründling

eine Elritzen-Art

Giebel (kommt auch bei uns vor)

Graskarpfen (ursprünglich aus dem Amur-Gebiet stammend)

Blaubandbärbling (auch in Kirgistan – wie bei uns – nicht einheimisch)

Armenische Sevan-Forelle

Amerikanische Regenbogenforelle

Amurgrundel (auch eingeschleppt)

Im Kreis Soest kann man mit gleichen Methoden und in derselben Zeit wesentlich mehr Fischarten nachweisen. Gleichzeitig ist die Individuendichte bei uns meist höher. Über die Ursachen für diese Unterschiede wird man sich noch Gedanken machen müssen. Unsere Fisch-Ergebnisse gehen an die entsprechenden kirgisischen Behörden und führen hoffentlich dazu, dass die Fische stärker in den Fokus rücken.

 

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