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Erfolgreicher Kiebitzschutz

Erfolgreicher Schutz: Kiebitzküken im Kreis Soest (Foto: C. Härting)In diesem Frühjahr waren im März noch ungewöhnlich viele rastende Kiebitze in den Feldfluren im Kreis Soest zu sehen. Durch den späten Wintereinbruch legten viele Zugvögel eine Rast ein und warteten auf bessere Witterung. Mit dem einsetzenden Frühling zogen die meisten Vögel weiter in ihre östlichen und nördlichen Brutgebiete.
Die meisten Kiebitze brüten bei uns auf noch nicht bestellten Äckern. Sie beginnen mit der Brut Ende März. Daher besteht die Gefahr, dass Nester bei der Feldbestellung unabsichtlich zerstört werden. Um Abhilfe zu schaffen arbeiten seit einigen Jahren die Landwirte, der Westfälisch-Lippische Landwirtschaftsverband, die Landwirtschaftskammer, die Untere Naturschutzbehörde und die Biologische Station der ABU zusammen, um die Bruten der Kiebitze zu schützen. Für dieses Jahr ziehen sie eine positive Bilanz der Schutzbemühungen, mit denen der langjährige Abwärtstrend der Bestände brütender Kiebitze gestoppt werden soll.

Ab Ende März wurden Gebiete mit Kiebitzvorkommen von der ABU abgesucht sowie Hinweisen von Landwirten und Naturschützern nachgegangen. Wo Kiebitze zur Brut schritten, konnten mit den Landwirten Schutzmaßnahmen vereinbart. Alle Landwirte waren zum Schutz der Kiebitzgelege bereit. Die Nester wurden mit dünnen Stäben markiert, so dass der Landwirt sie bei der Feldbestellung gut erkennen und von der Bearbeitung aussparen konnte. Eine kleine Maßnahme mit großer Wirkung. In einigen Fällen haben die Landwirte selbst die Markierung vorgenommen. Zusätzlich konnten sieben sogenannte „Feldvogelinseln“ eingerichtet werden. Das sind etwa einen Hektar große Flächen in den Feldern, die unbewirtschaftet bleiben. Sie ermöglichen Kiebitz, Feldlerche und anderen Arten ein störungsfreies Brutgeschäft und bieten eine attraktive Nahrungs- und Aufzuchtfläche. Ergänzend zum Gelegeschutz fanden mehrere Bruten auf Vertragsnaturschutzflächen statt. Feldvogelinseln wurden durch Landesmittel und die Vertragsnaturschutzmaßnahmen durch EU- und Landesmittel sowie Mittel der Hellwegbördevereinbarung finanziert.

Insgesamt wurden 84 Nester auf 37 Feldern markiert. Aus 70% dieser markierten Nester sind Jungtiere geschlüpft und in vielen Fällen wurden die Jungen auch flügge - ein sehr gutes Ergebnis für den Bodenbrüter! Die gemeinsamen Anstrengungen von Landwirtschaft und Naturschutz sind erfolgreich und sollen fortgesetzt werden.

Wer mehr über den Kiebitz im Kreis Soest erfahren möchte, kann gern unsere Themenseite hierzu besuchen.

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