Nachrichten 2008

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Freud und Leid der Weißstörche in Hellinghausen

Zwei halbstarke Jungstörche gucken über den Rand ihres Horstes im Storchenwald in Hellinghausen. Sie sind groß und kräftig und es wird vermutlich nicht mehr allzu lange dauern, bis sie ausfliegen. Gott sei Dank hat dieses Storchenpaar rechtzeitig mit der Brut angefangen. Nicht so viel Glück hatte dagegen das Paar weiter westlich zwischen Hellinghausen und Benninghausen. Leider haben diese Jungen nicht überlebt. „Das ist sehr schade, aber nicht ungewöhnlich“ erläutert die Biologin Petra Salm von der ABU.

Zwei halbstarke Jungstörche gucken über den Rand ihres Horstes im Storchenwald in Hellinghausen. Sie sind groß und kräftig und es wird vermutlich nicht mehr allzu lange dauern, bis sie ausfliegen. Gott sei Dank hat dieses Storchenpaar rechtzeitig mit der Brut angefangen. Nicht so viel Glück hatte dagegen das Paar weiter westlich zwischen Hellinghausen und Benninghausen. Leider haben diese Jungen nicht überlebt. „Das ist sehr schade, aber nicht ungewöhnlich“ erläutert die Biologin Petra Salm von der ABU. Nach der Explosion der Mäusepopulation im letzten Jahr, von der auch die Weißstörche in Hellinghausen profitiert haben, sind in diesem Jahr kaum Mäuse zu finden. Solche Schwankungen sind jedoch auch ein völlig normaler Vorgang in der Natur. Da zudem der Mai insgesamt recht warm und trocken war, gibt es auch nicht mehr so viele Frösche, Schnecken und Würmer. Die jungen Störche haben aber einen großen Nahrungsbedarf. Wenn Nahrungsmangel herrscht, dann sorgen die Eltern zunächst für sich selber, denn ohne sie haben die Jungen sowieso keine Überlebenschance.
„Hinzu kommt, dass die hier brütenden Weißstörche wohl noch recht jung und unerfahren sind. Sie haben daher auch erst sehr spät Ende April mit der Brut begonnen, “ so Petra Salm. „Aber die Chancen für einen Neuanfang im kommenden Jahr sind sehr hoch. Jetzt haben sie ihren Brutstandort gefunden. Die Weißstörche haben eine enge Bindung an den einmal gewählten Horstplatz, daher benötigen sie im nächsten Jahr nicht mehr so viel Zeit und Energie für die Wahl des Brutplatzes und können dementsprechend früher mit der Brut beginnen.“
In diesem Jahr haben viele Weißstörche in Norddeutschland aufgrund des Nahrungsmangels Probleme ihre Jungen groß zu bekommen. Meldungen von toten Jungvögeln kommen derzeit aus verschiedenen Regionen Deutschlands.
Die ABU freut sich daher, dass wenigstens ein Storchenpaar in Hellinghausen Jungvögel großziehen konnte. Nach fast 60 Jahren ohne Meister Adebar im Kreis Soest ist dies nun schon das zweite Jahr, in dem Störche hier erfolgreich brüten. Die seit Mitte der 80er Jahre Schritt für Schritt umgesetzten Vernässungsmaßnahmen in dem Naturschutzgebiet tragen also Früchte.
Die Mitarbeiter der ABU blicken optimistisch in die Zukunft. „Nachdem wir in diesem Jahr im Frühjahr zeitweise regelrecht einen Ansturm mehrerer Weißstörche auf die angebotenen Nisthilfen in Hellinghausen beobachten konnten, möchten wir weitere Storchenmasten in nahe gelegenen Naturschutzgebieten der Lippeaue aufbauen, dafür bemühen wir uns derzeit wieder um Spenden,“ erläutert Petra Salm.

Petra Salm

 

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