Nachrichten 2008

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ABU fordert mehr Vorsorge bei Biogasanlagen

Die Auswirkungen des Störfalls an der Biogasanlage in Bettinghausen, bei dem am Dienstag dieser Woche rund 1600 Kubikmeter Gärsubstrat ausgelaufen sind, auf die Ahse sind momentan noch nicht abzuschätzen. Die meisten Biogasanlagen verfügen nicht über ausreichende bauliche Sicherungen, die in der Lage sind, die negativen Auswirkungen derartiger Unfälle auf Gewässer wirkungsvoll zu vermeiden. Die ABU fordert die zuständigen Behörden daher auf, den Vorfall in Bettinghausen zum Anlass zu nehmen, um über effektive Präventivmaßnahmen zu beraten. In einem Brief an Umweltminister Uhlenberg wird die ABU ihre Schlussfolgerungen aus diesem Unfall deutlich machen und mehr Gewässerschutz einfordern.

Die Auswirkungen des Störfalls an der Biogasanlage in Bettinghausen, bei dem am Dienstag dieser Woche rund 1600 Kubikmeter Gärsubstrat ausgelaufen sind, auf die Ahse sind momentan noch nicht abzuschätzen. Die hohe Wasserführung des Baches hat hier hoffentlich Schlimmes verhindert. „Endgültige Gewissheit werden jedoch erst notwendige Untersuchungen ergeben, zu denen auch eine Erfassung des Fischbestandes oberhalb und unterhalb des Schadenfalles gehören müssen“, so Olaf Zimball, Gewässerexperte bei der ABU.
Der Störfall an der Anlage in Bettinghausen, ist nicht der erste Fall dieser Art. Erst Mitte Januar ist ein ähnlicher Defekt an einer Biogasanlage bei Lichtenau im Kreis Paderborn aufgetreten, bei dem annähernd zehntausend Fische in dem angrenzenden Bach, der Altenau, zugrunde gingen. Mittlerweile mussten deutschlandweit mehrere dutzend Störfälle registriert werden, in deren Verlauf es immer wieder zu massiven Gewässerverschmutzungen kam, die in einigen Fällen den Fischbestand auf mehreren Kilometern des betroffenen Baches vernichteten.
Die meisten Biogasanlagen verfügen nicht über ausreichende bauliche Sicherungen, die in der Lage sind, die negativen Auswirkungen derartiger Unfälle auf Gewässer wirkungsvoll zu vermeiden. Die ABU fordert die zuständigen Behörden daher auf, den Vorfall in Bettinghausen zum Anlass zu nehmen, um über effektive Präventivmaßnahmen zu beraten. „Störungen wie an der Anlage in Bettinghausen können immer auftreten. Deshalb müssen zusätzliche geeignete Maßnahmen ergriffen werden, Schäden an den Gewässer zu vermeiden“, sagt Joachim Drüke, Vorsitzender der ABU. „In den letzten Jahren ist viel für die Vielfalt an Pflanzen und Tieren in unseren Fließgewässern getan worden. Es ist mehr als ärgerlich, wenn positive Entwicklungen durch vermeidbare Vorfälle wie diesen um Jahre zurückgeworfen werden“. In einem Brief an Umweltminister Uhlenberg wird die ABU ihre Schlussfolgerungen aus diesem Unfall deutlich machen und mehr Gewässerschutz einfordern.
Dieser Vorfall weist auch auf die Bedeutung der hindernisfreien Durchgängigkeit unserer Bäche und Flüsse hin. Eine Wiederbesiedlung von verödeten Gewässerabschnitten ist nur dann möglich, wenn Fische und andere Wassertiere ungehindert die Fließgewässer durchwandern können. So hat erst kürzlich der Kreis Soest ein altes, nicht mehr benötigtes Wehr an der Ahse bei Oestinghausen so umgebaut, dass es nun für Fische passierbar ist. Weitere Umbaumaßnahmen an Wehren sind an der Ahse und anderen Gewässern dringend erforderlich.

 

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