Nachrichten 2009

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Aktuelle Brutzeitdaten für Wiesen- und Rohrweihe

männliche Wiesenweihe Für die Wiesenweihe bedeuten 15 Brutpaare in der Hellwegbörde und zwei auf der Paderborner Hochfläche einen leichten Anstieg im Vergleich zum sehr niedrigen Brutbestand im vergangenen Jahr.

Nach derzeitigem Kenntnisstand sind 15 Brutpaare der Wiesenweihe in der Hellwegbörde und 2 auf der Paderborner Hochebene nachgewiesen. Dazu kommen noch einige Verdachstfälle. Das sind zwei Brutpaare mehr als im Vorjahr, als die niedrigste Brutpaarzahl seit 1993 zu beobachten war.
Die Nahrungssituation scheint nicht ganz so schlecht wie im Vorjahr zu sein, auch wenn nochmals grob geschätzt ein Viertel der vom letzten Jahr verbliebenen Ackerbrachen wieder in Kultur genommen wurde. Positive Wirkung auf die Weihen hat wohl die ungewöhnlich trockenwarme Witterung von April bis Anfang Juni gehabt, was wahrscheinlich eine frühere und erhöhte Reproduktion u.a. von Feldmäusen und Feldlerchen begünstigt und auch zu einer besseren Nahrungserreichbarkeit vor allem auf den flachgründigen Böden des Haarstranges geführt hat.
Der allergrößte Teil der Nester der Wiesenweihe wurde wieder in der Wintergerste angelegt, einige weitere auch in Winterweizen, Wintertriticale und Feldgras. Bisher kontrollierte Vollgelege schwanken von 3 bis 5 Eiern. Zwar wurde bisher keine Wiesenweihe mit Flügelmarken im UG nachgewiesen, doch konnten bei zwei Brut-Männchen Farbringe abgelesen werden: eins war danach 2001 östlich von Groningen, das zweite 2006 in der Hellwegbörde nur wenige Kilometer vom Brutort entfernt als Jungvogel markiert worden. Bei einem dritten voll ausgefärbten Männchen war ein weißer Farbring auszumachen, der Zahlenaufdruck aber nicht zu entziffern. Dies war also ebenfalls ein Jungvogel, der entweder 2006 oder 2007 in der Hellwegbörde ausgeflogen war.
Bei der Rohrweihe wurden bisher schon einige Nester mehr als im Vorjahr in landwirtschaftlichen Kulturen festgestellt: 6 x in Wintergerste, 1 x in Grünroggen und 1 x in Feldgras, dazu kommen noch einige weitere Nestanfänge in Feldgras und Grünroggen und noch nachzuprüfende Verdachtsfälle. Die meisten Vollgelege weisen 4 Eier, einige auch 5 Eier auf. Erstmals ist eine Schutzfläche von 50 x 50 m in einem Grünroggenfeld angelegt worden, das schon Mitte Mai für die Beschickung einer Biogasanlage angeerntet und dann mit Mais bestellt worden war. Auch wurde ein Gelege, welches bei der Mahd des Feldgrases im Mai entdeckt worden war, mit einem Elektro-Schafzaun geschützt.
Da die Ernte der Wintergerste aller Voraussicht nach schon Ende Juni beginnen wird, die meisten Getreidebruten der Wiesenweihe aber relativ spät begonnen wurden, werden wohl bei den meisten Getreidebruten Schutzzonen nötig sein, um die Jungen vor dem Erntetod zu bewahren.
Hubertus Illner

 

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