Nachrichten 2010

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Bei der Getreideernte auf Horste von Weihen achten

WW

Die Getreideernte hat vielerorts mit dem Drusch der Wintergerste begonnen, in der die meisten Wiesenweihen und auch viele Rohrweihen brüten. Die Mithilfe der Landwirte und Mähdrescherfahrer zum Schutz dieser seltenen Greifvogelarten ist also wieder gefragt, denn möglicherweise konnten nicht alle Nester vom Weihenbetreuer vor der Ernte gefunden und dafür Schutzvereinbarungen getroffen werden. Da die allermeisten jungen Weihen noch nicht flugfähig sind, würden sie ohne Schutzmaßnahmen den Mähtod erleiden.

Die Mähdrescherfahrer werden gebeten, auf Greifvogelhorste im Getreide zu achten. Wenn ein Verdacht besteht, sollte sofort gestoppt und nachgeschaut werden. Befinden sich dort noch ein Gelege oder nicht flugfähige junge Greifvögel, ist es notwendig, mindestens 100 Quadratmeter Getreide, am besten 10 mal 10 m Meter, besser noch 30 mal 30 Meter, um den rund 40 Zentimeter großen Horst stehen zu lassen, denn die Jungvögel entfernen sich oft schon einige Meter vom Nest, bevor sie fliegen können. Außerdem ist die Gefahr groß, dass Bodenfeinde wie Marder, Hund oder Fuchs die Jungvögel töten, wenn nur eine kleine Fläche Getreide stehen bleibt.

Im Falle eines Nestfundes möchten sich die Finder umgehend telefonisch bei der ABU  melden: direkt beim Weihenbetreuer Hubertus Illner unter 0178-1570431 oder bei der Geschäftsstelle unter 02921-52830. Für die Einrichtung von „Ernteschutzzonen“ um den Horst wird dem Bewirtschafter der Ertragsausfall vom Land Nordrhein-Westfalen erstattet. Darüber hinaus bekommen Finder für neu entdeckte Getreidebruten von Wiesen- und Rohrweihen innerhalb der Abgrenzung der Hellwegbörde-Vereinbarung einen Finderlohn in Höhe von 100 Euro.

In diesem Jahr brüten relativ viele Weihen in der Hellwegbörde, was vor allem auf dem Anstieg der Feldmausbestände und eine gute Erreichbarkeit der Wühlmäuse in durch Trockenheit aufgelichteten Getreidebeständen beruht. Eine außerordentliche Rarität hat sich in unseren Feldfluren ebenfalls angesiedelt, die der Wiesenweihe sehr ähnelnde Kornweihe, die ansonsten in Deutschland fast nur auf den friesischen Inseln brütet.

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