Nachrichten 2011
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Nachrichten 2011

Weihen-Brutsaison 2011

Schon früh, am 20. April, waren mindestens 6 (4 ♂ und 2 ♀) Wiesenweihen in der Hellwegbörde zu beobachten, was auch an der ausgesprochen trockenwarmen Witterung im Frühjahr gelegen haben dürfte. Insgesamt siedelten sich nur 14 Brutpaare der Wiesenweihe in der Hellwegregion von Unna bis Salzkotten an, nach 33 im Vorjahr. Die meisten Paare brüteten in traditionellen Brutgebieten, ein Paar allerdings im Westen im Kreis Unna und eins auf dem Haarstrang südlich von Soest, wo bisher noch nie brütende Wiesenweihen festgestellt wurden. In einem Fall versorgte ein Männchen zwei Bruten, die zwei Kilometer auseinander lagen. Dies ist die niedrigste Brutpaarzahl seit 1989 und damit bestätigt sich ein Abwärtstrend, der ab 2005 vor allem durch Bestandseinbrüche in schlechten Mäusejahren erkennbar wurde. Nur noch ein weiteres Brutpaar wurde 2011 in NRW (in den Heubachwiesen) festgestellt. Mit insgesamt 15 Brutpaaren wurde im Jahr 2011 die niedrigste Brutpaarzahl seit 1987 in unserem Bundesland ermittelt. Dagegen gab es mit 64 Brutpaaren in den Niederlanden ein Spitzenjahr (A. Schlaich schriftl.), insbesondere in der Provinz Groningen, wo zusätzlich zum Horstschutz im großen Umfang Ackerextensivierungen für die Wiesenweihe stattfinden.
Weibl. Wiesenweihe nach Fütterung durch Männchen, am Strangbach östlich Hilbeck 26. April 2011 (M.Wenner)Männl. Wiesenweihe mit Beute in Auseinandersetzung mit weibl. Rohrweihe, Strangbach/Hilbeck 26. April 2011 (M. Wenner)Adultes Weibchen Wiesenweihe, Juli 2011 bei Altengeseke (M. Bunzel-Drüke)Junge Wiesenweihe auf Schutzzaun bei Altengeseke, Juli 2011 (A.Müller) Adultes Männchen Rohrweihe, Aug. 2011 bei Ebbinghausen (Axel Müller)Weibchen Rohrweihe mit Wühlmaus bei Ebbinghausen, 10. Aug. 2011 (A. Müller)Flügge Rohrweihe, Aug. 2011 bei Horn (A. Müller)


 

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Weihnachten

Weihnachten bei der ABU: Das ist immer auch ein kleiner Arbeitseinsatz am Heiligabend mit anschließendem Grillen an einer der Heuhütten in der Lippeaue. Diesmal ging es in die Klostermersch bei Benninghausen.
Wir wünschen allen Besuchern unserer Website erholsame Feiertage und ein gutes Neues Jahr.
Heiligabend bei der ABU (J. Drüke)Heiligabend bei der ABU (J. Drüke)Heiligabend bei der ABU (J. Drüke)Heiligabend bei der ABU (J. Drüke)



Heiligabend bei der ABU (J. Drüke)Heiligabendstimmung an der Heuhütte in der Klostermersch (J. Drüke)Heiligabendbuffet bei der ABU (J. Drüke)Die Männer und die Mersch (J.Drüke)

Neue Obstbäume für das NSG Klärteiche Soest


Unter der fachkundigen Anleitung von Achim Berger wurden am Samstag von einigen Jugendlichen aus unserer Jugendgruppe und drei weiteren Ehrenamtlichen auf einer Wiese im Naturschutzgebiet "Ehemalige Klärteiche der Zuckerfabrik Soest" 11 Obstbäume gepflanzt.
Das Gebiet ist nicht nur für Wasservögel interessant, auch zahlreiche Singvögel, Greifvögel und Eulen nutzen die die Teiche umgebenden Grünflächen zur Nahrungssuche. Die Wiese, auf der nun die 11 vom Kreis Soest finanzierten Bäume gepflanzt wurde, ist Teil eines alten Steinkauzrevieres, welches allerdings nicht regelmäßig besetzt ist.
Es war eine schöne gemeinsame Aktion, die allen viel Spaß gemacht hat. Das Wetter hat ebenfalls mitgespielt. Hoffen wir, dass die Bäume alle gut angehen. Allen, die so fleißig mitgeholfen haben, noch mal ein herzliches Dankeschön.

Petra Salm
alle_arbeitenDunja_bei_der_ArbeitgeschafftVerbischutz

Mäusebussard durch Windenergieanlage nördlich Belecke getötet

Toter Mäusebussard (Buteo buteo) unter WEA nördlich Belecke (14. Nov. 2011)Mäusebussard (Buteo buteo) unter WEA nördlich Belecke, Nahaufnahme (M. Bunzel-Drüke, 14. Nov. 2011)Nördlich Belecke/Warstein im Windpark Wehlhügel fanden Spaziergänger am 13. November 2011 einen toten Mäusebussard unter einer Windenergieanlage (WEA), der starke Verletzungen aufwies und dessen Kopf fehlte. Informierte ABU-Mitarbeiter suchten heute den Fundort auf und fanden den weißlichen Mäusebussard an der beschriebenen Stelle. Er war schon von weitem auf dem niedrig bewachsenen Wintergetreidefeld zu sehen. Der kopflose, geschätzt etwa zwei bis drei Tage tote Vogel lag ca. 35 m nördostlich vom Masten der südöstlichsten Enerconanlage (E 70; 2,3 MW) entfernt, die eine Nabenhöhe von 64 m und einen Rotorradius von 35,5 m aufweist. Dr. Margret Bunzel-Drüke untersuchte den Vogel äußerlich und stellte einen zerschmetterten Flügel, eine von oben zerschmetterte Wirbelsäule und einen gebrochenen Flügel fest. Eine Röntgenaufnahme durch Dr. Dieter Hegemann bestätigte diesen Befund; zudem wurde noch der Bruch eines Oberschenkels sichtbar. Das Verletzungsbild wie auch die Fundumstände sprechen eindeutig für die Kollision mit einem der drei Rotoren dieser WEA.

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Neue Fischart in der Lippe ...

Die Marmorgrundel lässt sich an ihren Nasenröhren vorn auf dem Oberkiefer von den anderen Grundelarten in NRW unterscheiden. (M. Bunzel-Drüke)... aber kein Grund zur Freude. Am 4. November gingen bei einer Fisch-Bestandsaufnahme im Hamm-Heessen neben vielen anderen Fängen zwei kleine gemusterte Bodenfische ins Netz. Siegfried Kuss, Martin Zerle und Margret Bunzel-Drüke war sofort klar, um was es sich handelte: Marmorgrundeln (Proterorhinus semilunaris). Ursprünglich stammt die Art aus der Donau, erreichte aber durch den Rhein-Main-Donau-Kanal den Rhein, wo sie 1999 erstmals auffiel. 2002 hatte sie sich bereits bis in die Niederlande ausgebreitet. Im Sommer 2011 fing Martin Zerle eine Marmorgrundel in der Lippe flussabwärts des Wehrs Hamm. Eine Ausbreitung in die obere Lippe über das Wehr hinweg hätte schwierig sein sollen, aber die Grundel schaffte es. Wahrscheinlich war ihr Weg viel leichter, nämlich durch die Verbindung zwischen Lippe und Datteln-Hamm-Kanal, die sich flussaufwärts des Wehrs Hamm befindet. Jetzt steht der Grundel die obere Lippe offen, denn die Wehre hier - z.B. bei Haus Uentrop und in Lippstadt - sind für Fische durchgängig. Welche Folgen die Einwanderung der Marmorgrundel bei uns haben wird, ist unklar. An den Ufern des Rheins jedenfalls sind Marmorgrundel und drei weitere aus dem Südosten eingewanderte Arten mittlerweile so häufig, dass sie offenbar einheimische Arten verdrängen.
Am Wehr Heessen fanden in den letzten zwei Jahren alle zwei Monate Elektrobefischungen statt, so dass der Zeitpunkt der Einwanderung der Marmorgrundel ungewöhnlich gut dokumentiert ist.

Greifvogelverfolgung in der Opmünder Feldflur

Mäusebussard in der SchlingenfalleZwischen Soest und Opmünden entdeckte ein aufmerksamer Spaziergänger am 7. November einen Greifvogel, der in eine Schlinge geraten war. Unbekannte hatten auf einem Feld nahe eines unbefestigten Weges einen Köder mit Schlinge ausgelegt, in der sich ein Mäusebussard mit dem Fuß verfangen hatte. Eine Mitarbeiterin der ABU wollte den Vogel befreien, doch der riss sich in Panik los und flog davon, so dass nicht festzustellen war, ob der Fuß verletzt ist. Die verständigte Polizei dokumentierte Köder und Schlinge für eine Anzeige. Der Vogel hatte mehrere Stunden in der Schlinge gehangen.
Mäusebussarde und andere Greifvögel stehen unter Schutz. Wer sie tötet oder fängt, begeht eine Straftat. In der Opmünder Feldflur wurden vor einigen Jahren Greifvögel vergiftet. Wir rufen alle Spaziergänger auf, rund um Opmünden auf flugunfähige Greifvögel und Fleischköder zu achten und alle verdächtigen Beobachtungen an die Polizei oder an uns zu melden.

Reportage über Maisanbau und Vogelschutz bei nano

In der Wissenschaftssendung nano lief gestern eine Reportage über die Auswirkungen zunehmenden Maisanbaus auf die Vogelwelt. Darin kommt auch die ABU und ein Landwirt aus unserer Region zu Wort. Der sechsminütige Beitrag fasst die Problematik knapp aber prägnant zusammen. Er kann hier angesehen werden. Dazu in der Mediathek unter Suche "Mais vertreibt Vögel" eingeben.

Anthus online - ornithologische Schätze aus Westfalen

Die Zeitschrift Anthus ("Ornithologische Sammelberichte aus Westfalen" ab 1971 "Ornithologische Beiträge aus Westfalen") erschien von 1961 bis 1973 als Austausch-Plattform der westfälischen Feld-Ornithologen. Viele der darin veröffentlichen Berichte haben gerade auch für den Kreis Soest eine bleibende Bedeutung, da Ornithologen um Werner Prünte u.a. schon in den 1960er Jahren die hohe Bedeutung der Hellwegbörde für Arten wie Wiesenweihe, Wachtelkönig, Mornellregenpfeifer, Kornweihe und Rauhfussbussard erkannten. Aber auch weit darüber hinaus wurden viele grundlegende Arbeiten im Anthus veröffentlicht, etwa aus den frühen Zeiten der ornithologischen Arbeit in den Rieselfeldern in Münster.
 Auf der Homepage ANTHUS ist das gesamte darin publizierte Material als Heft-, Autoren- und Artenregister recherchierbar und kann direkt als pdf.Dokument abgerufen werden.

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