Nachrichten 2011

Nachrichten 2011

Habicht flog gegen Fensterscheibe

Habicht (H. Vierhaus)Bei der ABU wurde ein Habicht eingeliefert, der in Eickelborn bei seiner ungestümen Jagd gegen eine Fensterscheibe geprallt war. Bei dem Vogel handelt es sich um einen männlichen Jungvogel aus diesem Jahr. Hoffen wir, dass er sich keine schwerwiegenden inneren Verletzungen zu gezogen hat und wir ihn bald wieder gesund frei lassen können.

Baumaßnahme Auenland in der Lippeaue bei Schoneberg fertiggestellt

Blick_von_NaseDie nächste große Baumaßnahme aus dem Projekt Naturerlebnis Auenland wurde letzte Woche so gut wie fertig gestellt. Ein südlich der Lippe verlaufende Talrandgraben wurde auf Flächen der öffentlichen Hand zu einem naturnahen Auenrandsumpf umgestaltet. Dazu wurde der Graben mittels dreier Erdblöcke aufgestaut und in drei größeren Bereichen zu Stillgewässern aufgeweitet. In den Bereichen dazwischen wurde der Graben ebenfalls stellenweise von ursprünglich 1,50 m auf 6-8 Meter Breite aufgeweitet.
Die Erdblöcke bewirken nun, dass das Wasser sich länger in der Aue hält. Zusätzlich wurden drei flach ausgezogene, ca. 20 cm hohe Geländeerhöhungen in den Lippewiesen geschaffen, die ebenfalls dazu beitragen, dass das Hochwasser auch im Bereich der Wiesen nicht so schnell abfließt. So kann sich hier eine abwechselungsreiche Auenlandschaft entwickeln, die geprägt ist von den Gewässern, von Röhrichten und der sich entwickelnden Feuchtwiesenvegetation.

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Insektenexkursion in Schoneberg

Trotz kühler Temperaturen fanden sich am letzten Samstag, den 30. Juli, ca. 15 Insekteninteressierte zur Exkursion in das Naturschutzgebiet Wulfesknapp in der Lippeaue bei Schoneberg unter der Leitung von Petra Salm ein. Besonders die Kinder hatten viel Erfolg beim Fangen verschiedener Heuschreckenarten, Käfer und anderer Insekten. Hier waren die für die Insekten nicht ganz so günstigen Temperaturen von ca. 15°C vorteilhaft, weil sich die Tiere viel besser fangen ließen. So konnten beide Heupferd-Arten gezeigt werden, auch einige Libellenarten wurden gefangen. Ein Highlight waren auch die Wespenspinnen, die sich gleich zu viert auf einem Quadratmeter nieder gelassen hatten. Diese ursprünglich nur im Süden Deutschlands vorkommenden Spinnenart hat sich in den letzten Jahren nach Norden hin ausgebreitet und ist inzwischen hier in einigen Naturschutzgebieten regelmäßig zu finden.
Für alle Teilnehmer, besonders aber für die Kinder, waren es spannende zwei Stunden.
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Garten-Wollbienen, emsige Besucher von Rachenblüten

Wespen als Blütenbesucher? Nein, es sind Wollbienen (Anthidium manicatum), die an den Blüten vom Gartenziest Nektar saugen und lohnende Beobachtungsobjekte sind. Die schwarz-gelb gezeichneten Weibchen selbst sind schon sehr mobil, die größeren, pelzigen Männchen umrunden nervös die Blütenstände und erinnern in ihrer Flugweise an Schwebfliegen. Andere Blütenbesucher, selbst dicke Hummeln werden von ihnen angerempelt und weg geboxt, die Weibchen der eigenen Art dagegen durch leichtere Stöße „angetestet“ und dann auch überfallartig begattet. Häufiger als die Weibchen müssen sich diese Männchen dann auch mal ausruhen, wodurch die übrigen, schwächeren Männchen eine Chance bekommen mit den Weibchen anzubandeln.
Wollbienen sind sogenannte Bauchsammler, da sie Pollen in einer Bauchbürste transportieren. Die Brut der Wollbienen entwickelt sich in mit Pflanzenwolle ausgepolsterten Nestern, was namensgebend für diese Insekten ist. Die Männchen der in Deutschland lebenden Wollbienenarten lassen sich anhand der Stacheln am Hinterleibsende bestimmen.
Garten-Wollbiene Weibchen imAnflug (H.Vierhaus)Garten-Wollbiene Weibchen (H.Vierhaus)Garten-Wollbiene mit am Bauch gesammeltem Pollen (H.Vierhaus)Garten-Wollbiene Paarung (H. Vierhaus)Garten-Wollbiene Männchen sich ausruhend (H.Vierhaus)

Nachweis einer neuen Libellenart im Kreis Soest

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Im vergangenen Sommer 2010 sahen Ralf Joest und Julia Wrede in einem versumpften Bachtälchen des Arnsberger Waldes einige Libellen, die aber vor Ort nicht sicher bestimmt oder  fotografiert werden konnten. Beide hielten es für wahrscheinlich, dass es sich um den Kleinen Blaupfeil (Orthetrum coerulescens) handelte, einer im nördlichen Mitteleuropa sehr seltenen  Libellenart.

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Tag der offenen Tür bei der ABU: Ein voller Erfolg

Der Mühlenraum erstrahlt in voller PrachtMit einem gemeinsamen Grillen am Lohner Teich beschloss die ABU  Pfingsten ihren Mühlentag. Seit etlichen Jahren nutzen die Mitglieder des Vereins den bundesweiten Aktionstag zur Mühlengeschichte und -technik, um ihre Naturschutzarbeit im Kreis  Soest vorzustellen. Mit Informationstafeln zu aktuellen Projekten, einem Naturquiz - und angereichert mit gebackenen Waffeln für die Besucher - bot die ABU einen Überblick über den Naturschutz im Kreis Soest und führte die Gäste auch durch das Mühlengebäude. Das für diesen Pfingstmontag angekündigte schlechte Wetter blieb erfreulicherweise aus, sodass draußen mehr Sonnen- als Regenschutz nötig war. Die vielen  Besucher aus dem Kreis und ganz Nordrhein-Westfalen  nutzten das vielfältige Angebot, und auch die Gelegenheit, sich die Biologie des Dorfteiches erklären zu lassen..

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Tag der offenen Tür bei der ABU

Pressefoto-MhlentagAm diesjährigen Mühlentag, den 13. Juni 2011 (Pfingstmontag) macht die ABU von 10:00 bis 18:00 Uhr die Türen in ihrer Geschäftsstelle in Bad Sassendorf-Lohne, Teichstraße 19, auf. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen. Mit vielfältigen Informationen und Aktionen zum Thema Naturschutz und Artenvielfalt möchten wir Ihnen unsere Arbeit vorstellen. Ein neu gestaltetes großes Naturquiz führt die Besucher durch das Gebäude der Biologischen Station, in dem sie außerdem eine Präsentation unsere Arbeit und die Natur im Kreis Soest finden.

Die alten Mühleneinrichtungen im Gebäude der Lohner Mühle, in dem die Biologische Station sitzt, erscheinen im neuen Glanz und können  am Mühlentag besichtigt werden.

Große und kleine Naturforscher können die Tiere des Quellteiches der Ahse mit fachlicher Unterstützung fangen und unter Lupen genauer betrachten. Handwerkliches gibt es bei der Herstellung eines Insektenhotels zu tun.

Für das leibliche Wohl sorgen Kaffee und Kuchen.

Um 15:00 Uhr findet eine Exkursionen zu der eigenen Schafherde im Steinbruch Lohner Klei statt. Treffpunkt ist die Lohner Mühle.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Deutsche Umwelthilfe sammelt für die Lippeaue

Schon seit über 20 Jahren kümmert sich die ABU um die Lippeaue und ihre naturnahe Entwicklung. Ob es die ganzjährige Beweidung größerer Flächen mit Taurusrindern und Koniks und hiermit einhergehend die Entwicklung halboffener Weidelandschaften in der Klostermersch und Hellinghauser Mersch ist oder die Aktivierung der Lippeaue über Flutrinnensyteme wie in der Disselmersch und Hellinghauser Mersch. Hier haben wir zusammen mit der Bezirksregierung Arnsberg, dem Lippeverband und der Nordrhein-Westfalen-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege, dem Kreis Soest und den Kommunen entlang der Lippe schon viel erreicht.

Nun konnten wir einen weiteren Unterstützer gewinnen, die Deutsche Umwelthilfe (DUH). Die DUH hat auf unsere Anregung hin die Lippe in das Netzwerk der „Lebendigen Flüsse“ aufgenommen. Sie möchte uns auch finanziell bei der weiteren Entwicklung der Lippeaue unterstützen. Deshalb hat die DUH einen Spendenaufruf gestartet. Weitere Informationen über die Deutsche Umwelthilfe finden Sie unter folgendem Link (www.duh.de). duh Die eingehenden Spenden werden im Wesentlich der ABU zur weiteren Entwicklung der Lippeaue zur Verfügung gestellt. Unter anderem wollen wir die Gelder nutzen, um einen neuen wesentlichen Schritt zur Entwicklung einer naturnahen Lippeaue einzuleiten, der Entwicklung von Auwald.

Eine Spende im Rahmen des Spendenmailings der DUH kommt der Lippeaue im Kreis Soest und der ABU zugute und ist natürlich, wie alle Spenden, steuerlich abzugsfähig. Die ABU freut sich über jeden der die DUH mit einer Spende unterstützt, lebendige Flüsse in Deutschland zu schaffen. Ihre Spende ist ein wichtiger Beitrag.

Zum Download auf das Bild klicken

 

 

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