Nachrichten 2011

Nachrichten 2011

LIFE-Projekt "Bachtäler im Arnsberger Wald" auf dem Tag der Naturparke in Neuhaus

Am 22. Mai startete die Kampagne des Naturpark Arnsberger Wald "Mein Naturpark!" am Tag der Naturparke im Naturpark Arnsberger Wald. In Möhnesee-Neuhaus am Wanderparkplatz "An der Heve" fand ein buntes Programm rund um das Thema "Mein Naturpark" statt.

Auf einer gut zweistündigen Wanderung wurde das LIFE-Projekt "Bachtäler im Arnsberger Wald" sowie die ersten Renaturierungsmaßnahmen an der Heve vorgestellt. Rund 20 Interessierte nahmen teil. Der Naturpark Arnsberger Wald ist Projektpartner in diesem von 2009 bis 2014 laufenden LIFE-Projekt.

An einem Infostand konnten Besucher zahlreiche Informationen über das LIFE-Projekt erhalten.


Tödliche Hilfe: Hände weg von Jungvögeln

Jedes Jahr im Frühling finden Spaziergänger, Naturfreunde oder spielende Kinder vermeintlich verlassene Jungvögel, versuchen sie aufzupäppeln oder liefern sie bei Tierärzten oder Auffangstationen ab. Die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest (ABU) weist nun darauf hin, dass die Aufnahme dieser Jungvögel in die menschliche Obhut in den meisten Fällen für die Jungvögel keine Hilfe darstellt. Weniger als 20 Prozent der in den Auffangstationen abgelieferten Jungvögel sind tatsächlich verletzt oder erkrankt. Nur das Aufwachsen in der Natur macht die Jungvögel überlebensfähig. Falsches Verhalten, Fehlprägungen und Wachstumsstörungen der durch menschliche Hand aufgewachsenen Vögel führt oft im nächsten Winter zum Tod. Selbst von in der Natur aufgewachsenen Jungvögeln überleben bei manchen Vogelarten weniger als ein Drittel bis zum nächsten Frühjahr. In menschlicher Obhut aufgewachsene Vögel haben eine noch viel geringere Überlebenschance. Der Tierarzt der ABU, Dr. Hegemann stellt klar: Grundsätzlich gilt: Hände weg von Jungvögeln!
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Przewalski-Hybriden in der Hellinghauser Mersch

Ankunft am EingewöhnungsgatterMit Galopp auf die WeideSeit dem 12.April weiden zwei neue Pferde in der Hellinghauser Mersch. Die beiden Halbprzewalskis unterscheiden sich in ihrem Äußeren schon deutlich von den dort lebenden Koniks. Mit den weißen Mehlmäulern, ihrer leicht gelblichen, sandfarbenen Fellfarbe und ihrer Stehmähne sehen sie den Przewalski Wildpferden sehr ähnlich, schließlich sind sie auch Kreuzungen von Przewalskis mit Koniks. Reine Przewalskis sind aufgrund ihrer Aggressivität nur schwer zu halten und kamen auch nur in Asien vor. Die beiden Mischlinge sollen die gewünschten Eigenschaften beider Eltern kombinieren, das Aussehen der Przewalskis mit der Gutmütigkeit der Koniks. Die beiden Tiere kommen vom NABU aus Leipzig und wurden gegen zwei Koniks getauscht, die nur mühselig zu überreden waren, nach Leipzig zu fahren

ABU-Jahreshauptversammlung

Auf der Jahreshauptversammlung der ABU gaben der Vorsitzende, Joachim Drüke, und der Kassenwart, Jürgen Bergmann, ihre Berichte ab. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Der Jahresbericht 2010 der ABU kann hier herunter geladen werden.
Der Vorsitzende dankte Christine Rochus, die diesmal für eine Wiederwahl nicht zur Verfügung stand, für ihre Arbeit mit der Kinder- und Jugendgruppe der ABU. An ihrer Stelle wurde Karl Rusche einstimmig in den Vorstand gewählt. Alle übrigen Vorstandsmitglieder wurden in ihren Ämtern einstimmig bestätigt.
Dagmar Fromme und Karl Rusche stellten die Arbeit einer neuen Gruppe von ABU-Mitgliedern vor, die den Baumschwund an unseren Straßen und Wegen aufhalten wollen. (siehe auch Nachricht vom 17. März 2011)
Anschließend hielt Carsten Arndt, Förster beim Lehr- und Versuchforstamt Arnsberger Wald, einen spannenden und sehr anschaulichen Vortrag über die kürzlich entdeckte Wildkatzenpopulation im Arnsberger Wald. Zwar wird es nur den wenigsten unter uns vergönnt sein, dort jemals eine Wildkatze zu beobachten. Dass dieses wunderschöne kleine Raubtier in unseren heimischen Wäldern wieder heimisch ist, ist eine wunderbare Sache. Die 65 Teilnehmer der Jahreshauptversammlung dankten Carsten Arndt mit langem Beifall für seinen Vortrag.

Schlehenblüte in der Klostermersch

SchlehenSeit 1991 wird die Klostermersch von den Rindern und Pferden der ABU beweidet. Mittlerweile haben sich in vielen Bereichen Gebüsche ausgebreitet, von denen die Schlehen zur Blütezeit besonders attraktiv aussehen. Vom Aussichtsturm am Schellhasseweg in Höhe von Eickelborn hat man aktuell einen sehr schönen Blick auf die blühenden Schlehen. Die Auenlandschaft der Klostermersch sieht in den Bereichen mit blühenden Sträuchern aus wie mit einem weißen Blütenteppich  überzogen. Allerdings verblühen die Schlehen auch schnell wieder, so dass man sich beeilen sollte, wenn man die Schlehenblüte sehen will.   

Wespenbiene

Wespenbiene (H. Vierhaus)Eine Wespenbiene hat sich ins Haus verirrt und konnte erst mit menschlicher Hilfe wieder ins Freie gelangen. Wespenbienen gehören zu der mit 60 Arten in Deutschland vorkommenden Gattung Nomada. Einzelne Arten sind nur schwer und vom Fachmann zu bestimmen. Wespenbienen sind Brutparasiten bei bereits im Frühjahr aktiven Sandbienenarten. Das heißt sie platzieren ihr Eier in die Nester der solitären Wildbienen und die Larven ernähren sich dann von den Nahrungsvorräten, die eigentlich für den Sandbienennachwuchs gedacht sind.

Alarmierender Schwund von Bäumen an Landstraßen und Wegen

Wer viel auf unseren schmalen Kreisstrassen im Kreis Soest unterwegs ist, dem werden sie hauptsächlich im Winter schon aufgefallen sein: die Schnittstellen gefällter Bäume. Da die  Wurzelreste (Stubben) oft schon nach kurzer Zeit durch Fräsen entfernt werden und im Frühjahr Grasbewuchs die Stelle verdeckt, deutet bald nichts mehr darauf hin, dass hier mal ein Baum gestanden hat. Durchgängig bewachsene beidseitige Alleen ohne Lücken stellen mittlerweile die absolute Ausnahme bei uns dar. Bei den überall anzutreffenden lückenhaften Restbeständen fallen die neuen Baumfällmaßnahmen dann oft gar nicht mehr auf. Erschreckend ist die Anzahl der gefällten Bäume, wenn man erst einmal einen Blick dafür entwickelt hat. Der Ausblick ist trostlos: eine kahle Landschaft, die aller für sie charakteristischen Elemente beraubt ist. Leider werden die so entstandenen Lücken nur sehr selten neu bepflanzt. Ziel der ABU-Gruppe, die sich gerade neu gebildet hat, ist es, diese Entwicklung aufzuhalten. Wir suchen weitere Leute, die mit uns bestehende Baumbestände erfassen und beobachten wollen, Öffentlichkeitsarbeit leisten und an weiteren Aktionen teilnehmen wollen, um die noch verbliebenen Bäume zu schützen, eventuell sogar Neubepflanzungen anzuregen und zu organisieren. Wer Interesse hat, meldet sich bitte bei der ABU.

Spannender Vortrag über die Besiedlungsgeschichte am Haarstrang

Joest_HWB_1Die Soester Börde gehört als Kornkammer Westfalens zu den bevorzugten Ackerbauregionen Mitteleuropas. Die alte Kulturlandschaft der Hellwegbörde und des Haarstranges ist heute zahlreichen Veränderungen unterworfen, die aus Sicht des Natur- und  Landschaftsschutzes oft kritisch bewertet werden. Für alle, die sich mit der Entwicklung einer Landschaft als Lebensraum für Mensch und Natur beschäftigen, lohnt sich auch der Blick in die Vergangenheit. In seinem Vortrag beleuchtete der Archäologe Ingo Pfeffer die Besiedlungsgeschichte der Soester Börde von der Jungsteinzeit bis in das frühe Mittelalter. Die Entwicklung von den ersten Bauern bis zur Stadt wurde darin durch eindrucksvolle Rekonstruktionen veranschaulicht. Für alle, die mehr über die Geschichte von Mensch und Landschaft in der Soester Börde erfahren wollen, lohnt sich eine Besuch im Burghofmuseum. Weitere Informationen gibt es bei der Stadtarchäologie Soest (Ralf Joest).
 

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