Nachrichten 2011

Nachrichten 2011

Hundsmiserable Hundehaltung

In der Lippeaue westlich der Sportplätze Lippstadt waren am 16. Februar viele Leute unterwegs, darunter auch ein Hundehalter mit seinen zwei Tieren. Die tollten munter über das nicht abgezäunte Grünland, bis sie einen Hasen aufscheuchten. Einer der beiden Hunde - sah aus wie ein Jagdhund - spurtete sofort los. Da rannten nun Hase und Hund hintereinander her. Der Hundehalter rief sein Tier zurück; mit Nachdruck, aber nicht sehr laut. Schließlich wollte er diejenigen Spaziergänger nicht auch noch aufmerksam machen, die die wilde Hatz nicht sowieso schon beobachteten. Indes - die taube Töle reagierte nicht auf die immer eindringlicheren Rufe. Erst als der Hase das Rennen mit mehreren Längen Vorsprung ganz klar gewonnen hatte, bequemte sich der Hund zu seinem Herrchen zurück.
Dieser Vorgang war wieder ein schönes Beispiel dafür, dass nicht angeleinte Hunde der Natur überhaupt nicht schaden. Und der Hundehalter kann mit Fug und Recht behaupten "Mein Hund wildert nicht". Stimmt - dieser Köter ist zu langsam und zu doof. Der Hase ist trotzdem weg. Niemand hat ihm erklärt, dass der Hund ja nur spielen wollte.
Margret Bunzel-Drüke

„Die agrarpolitischen Herausforderungen unserer Zeit und unsere Antworten darauf“

Unter dieser Überschrift hatte die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft (AbL) NRW e.V. zum offenen Teil ihrer Jahrestagung am 10. Februar 2011 auf Haus Düsse eingeladen. Die AbL ist nach eigener Aussage „eine bäuerliche Interessenvertretung, die für eine nachhaltige Landwirtschaft im Sinne einer sozial- und umweltverträglichen Landwirtschaft sowie für entsprechende Rahmenbedingungen eintritt.“ Sie gibt die Monatszeitung „Unabhängige Bauernstimme“ und das Jahrbuch „Der Kritische Agrarbericht“ heraus.
Rund 50 Zuhörer verfolgten den einleitenden Vortrag von Umweltminister Johannes Remmel. Er sah die drei größten globalen Herausforderungen im Klimaschutz, im Arten- und Naturschutz und in der Ernährung der steigenden Weltbevölkerung. Auf NRW bezogen sah er eine vorrangige Herausforderung in einer ökologischer ausgerichteten Landwirtschaft, die bäuerliche Existenzen sichert.

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ABU sucht Fledermauswinterquartiere

Zwergfledermaus (H. Vierhaus)In den eisigen Tagen des vergangenen Dezembers wurden der ABU mehrfach Fledermäuse gebracht, die in Häuser eingeflogen waren. Das waren stets Zwergfledermäuse. Diese überwintern gerne in Gebäudespalten, die dem Frost ausgesetzt sein können.  Wenn einzelne Tiere dann durch zu große Kälte geweckt werden, suchen sie nach einem wärmeren Unterschlupf und dabei verirren sie sich gelegentlich in ein Zimmer. Der Mehrzahl der heimischen Fledermäuse, die sich im Herbst ein Fettpolster angefressen haben, halten ihren Winterschlaf allerdings in ungestörten, feuchten und frostsicheren Räumen wie Keller, alte Gewölbe, verlassene Bergwerksstollen und Naturhöhlen. Wenige Fledermausarten überwintern sogar in Baumhöhlen. Die unterirdischen Fledermauswinterquartiere sind aber aus dem Kreis Soest nur aus dem Raum Warstein bekannt. Für den Säugetieratlas Nordrhein-Westfalen, der z. Z. erarbeitet wird, wäre es aber wichtig, mögliche Wintervorkommen von Fledermäusen auch im übrigen Kreisgebiet zu kennen. Nicht nur aus diesem Grund, sondern auch um solche Quartiere vor Beeinträchtigungen bewahren zu können, bittet die ABU alle, die Kenntnis über Fledermauswinterquartiere  haben, diese mitzuteilen. Vielleicht gibt es auch Keller, die sich für Fledermäuse, die Winterschlaf halten wollen, herrichten lassen. So ließe sich das sehr knappe Angebot an Winterquartieren sogar verbessern. Meldungen und Informationen, auch über verletzt oder geschwächt gefundene Tiere, nimmt die Biologische Station der ABU in Bad Sassendorf-Lohne entgegen: Tel: 02921-52830; E-mail: abu@abu-naturschutz.de

Die Landflucht der schwarzen Gesellen

Saatkrähe (M. Bunzel-Drüke)Mehr als 70 Interessierte besuchten die Veranstaltung „Die Landflucht der schwarzen Gesellen“. Die Kunst-Praxis Soest hatte im Rahmen ihrer Reihe „MUT!SO“ in die Musikschule Soest eingeladen. Günter Liedmann zeigte eine Filmcollage über Krähen und ihre Verfolgung, Dr. Vierhaus informierte anschließend über die Biologie der Saatkrähen und über ihre Situation in Stadt und Kreis Soest.
Die intensive Diskussion war geprägt von Zustimmung und vielen Anregungen für die Lösung des Saatkrähenkonfliktes in Soest. Eines der Ergebnisse: Wir werden lernen müssen, mit den Krähen zu leben.
Eine Informationsschrift der ABU über die Krähen in Soest ist hier als pdf-Datei herunterladbar.

Erfolgreiche Exkursion zum Niederrhein

300px-Paradise-Shelduck-Tadorna-variegata-maleDie Anfang Dezember 2010 geplante ABU Exkursion zum Niederrhein musste wegen des zu dem Zeitpunkt einsetzenden harten Winters mit Glatteis und Schnee abgesagt werden. Auch an unserem Ersatztermin am 9. Januar war das Wetter ein Thema. Innerhalb von drei Tagen war die ganze Schneepracht von 4 Wochen geschmolzen und hatte Flüsse und Bäche rapide und drastisch ansteigen lassen. Der Rhein führte starkes Hochwasser. Das haben am 9. Januar viele "Hochwasser Touristen" ausgenutzt, um sich dieses Schauspiel anzusehen. Nie habe ich in den letzten 31 Jahren so viele Autos und Menschen in dem Gebiet zwischen Wesel und Schenkenschanz, im "Gänsegebiet" gesehen. Wir fühlten uns aber wenig gestört. Die Gänse auch nicht. Die hat viel mehr der Schnee in andere, sicher weiter westlich in Richtung Niederlande gelegene Nahrungsgebiete vertrieben. Von den noch Mitte Dezember 2010 gezählten ca. 135.000 Gänsen, waren schätzungsweise rund 100.000 wegen Nahrungsmangel durch den hohen Schnee weitergezogen. Trotzdem haben wir die Arten Grau-,  Tundra-,  Saat-, Bläß-, Weißwangen-,  Nil- und Kanadagans gesehen und ausgiebig beobachtet. Sogar eine "exotische" Gans konnte Axel Müller in den großen Pulks ausfindig machen. Eine Paradieskasarka. Wunderschön und in Neuseeland zu Hause. Das Weibchen ist optisch noch schöner und hat einen ganz weißen Kopf (Wikipedia gibt weitere Auskunft). Das war sicher ein Zoo- oder Gefangenschaftsflüchtling, den wir bisher noch nicht gesehen hatten. Beobachtungen von Schwimm-, Gründel-  und Tauchenten, Kleinvögel und Reiher machte die Exkursion zu einem Erlebnis. Bei Sonnenschein mit kaltem Westwind und auf Wegen, die heute bereits unter Wasser stehen.
Ekkehard van Haut

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