Nachrichten 2013

Nachrichten 2013

Feldvogelkolloquium der NW-Vogelkundler in der Hellwegbörde

Rebhuhn (M. Wenner). Die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft NWO als landesweiter Fachverband für Vogelkunde und Vogelschutz widmete ihr erstes Adventkolloquium den Feldvögeln. Gut sechzig Mitglieder trafen sich am ersten Dezember, um den Rückgang der Feldvögel zu analysieren und Lösungsvorschläge zu erarbeiten. Die Veranstaltung wurde von der Biologischen Station der ABU Soest organisiert, die sich schon lange um den Feldvogelschutz in der Hellwegbörde bemüht.

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Mutwillige Zerstörung von Ameisennestern

feuer1Fassungslosigkeit überkam heute Naturfreunde bei der Betrachtung ausgebrannter Nester der stark gefährdeten kahlrückigen Waldameise am sogenannten Witranssee zwischen Lipperode und Mettinghausen. Hartmut Blom, anerkannter Ameisenschützer, war es während seiner regelmäßigen Kontrollen aufgefallen. In den vergangenen Tagen wurden fünf große Ameisennester an dem See systematisch zerstört.

Die Kolonien, die diese Art bildet, sind zwischen 100 und 150 Jahre alt und bestehen aus mehreren Nestern, die alle mit einander in Verbindung stehen. Die Zerstörung der Lebensgrundstätten dieser besonders geschützte Arten ist streng verboten. Da jedoch scheint einige Leute nicht zu stören. So mussten Hartmut Blom und Petra Salm, die heute die Presse zu einem Termin vor Ort eingeladen hatten, gemeinsam mit den Pressevertretern feststellen, dass drei weitere Nester erst vor sehr kurzer Zeit in Brand gesteckt worden waren. Da die Brandherde noch schwelten und Gefahr für die Umgebung bestand, wurden Polizei und Feuerwehr hinzugezogen. Zu dem Tatbestand, dass die Lebensstätten der besonders geschützte Arten nun in großen Umfang zerstört sind, ermittelt die Polizei nun auch wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Die Waldameisen sind ausgesprochen nützliche Tiere und sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in der Natur. Sie lockern den Boden auf, sind Verteiler von Pflanzensamen und vertilgen Schadinsekten. Sie sind außerdem eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Waldtiere. So ernähren sich insbesondere Spechte von Ameisen, aber auch für Amphibien und andere Insekten bilden Ameisen eine wichtige Nahrungsgrundlage.

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Atlas der Brutvögel Nordrhein-Westfalens erschienen

Die Nordrhein-Westfälische Ornithologengesellschaft stellte am Freitag den Atlas "Die Brutvögel Nordrhein-Westfalens" der Öffentlichkeit vor. Das Buch  gibt erstmals für ganz Nordrhein-Westfalen eine umfassende Übersicht der aktuell brütenden Vogelarten — 194 verschiedene Arten wurden zwischen 2005 und 2009 nachgewiesen. Ihre Verbreitung und Häufigkeit wird ausführlich in Text und Karte vorgestellt. Darüber hinaus werden zum ersten Mal für NRW die Veränderungen der Brutbestände und der besiedelten Areale sichtbar gemacht. An den Erfassungen für diesen Brutvogelatlas beteiligten sich weit über 700 Vogelkundlerinnen und Vogelkundler, auch aus den Reihen der ABU. Das Buch wendet sich an interessierte Vogelbeobachter, Naturschützer, Landschaftsplaner und Entscheidungsträger in Politik und Verwaltung. Es soll dazu dienen, die Lebensgrundlagen und den Schutz der Vogelwelt zu verbessern. Obwohl der Atlas auch online eingesehen werden kann, erlaubt das Blättern im Buch weit enfacher, sich mit Hilfe der ansprechenden Verbreitungskarten und Diagramme schnell einen Überblick zu verschaffen.

Es kann zum Preis von 24,90 € (zzgl. Versandkosten) bestellt werden bei: LWL-Museum für Naturkunde, Sentruper Straße 285, 48161 Münster Tel.: 0251-591-6050, Fax: 0251-591-6098, E-Mail: servicebuero.naturkundemuseum@lwl.org (Ralf Joest).

Weihen-Brutsaison 2013

Nach einem kleinen Zwischenhoch mit 25 Brutpaaren im Vorjahr ist der Bestand der Wiesenweihe mit 15 Brutpaaren in der Hellwegregion von Unna bis Salzkotten im Jahr 2013 erneut auf ein sehr niedriges Niveaa abgesunken; ein weiteres Paar brütete wieder bei Marsberg-Meerhof. Dazu kommen noch einige Nichtbrüter, vor allem Weibchen, die zum Teil mehrere Wochen zu beobachten waren.
Von diesen 16 Brutpaaren siedelten 13 innnerhalb der Abgrenzung des Vogelschutzgebietes (VSG) Hellwegbörde. Aus anderen Landesteilen sind mir bisher nur vier wahrscheinliche bzw. sichere Brutpaare in der Zülpicher und Warburger Börde, im Oppenweher Moor sowie im Kreis Holzminden bekannt geworden. Bliebe es 2013 bei 20 Brutpaaren in NRW, wäre es mit den Jahren 2008 und 2011 schon das dritte Jahr in kurzer Folge mit Landesbeständen kleiner 21 Brutpaaren. So niedrige Brutpaarzahlen gab es vor 2008 zuletzt vor 1989.
Nach vorläufigem Auswertungsstand ist bei der Rohrweihe in diesem Jahr von etwa 30 Brutpaaren innerhalb des VSG Hellwegbörde auszugehen. Auch bei der Rohrweihe zeichnet sich ein langfristiger Abnahmetrend ab, denn zu Beginn der flächendeckenden Erfassungen und Schutzmaßnahmen für Weihen in der Hellwegregion (1993 bis 1995) brüteten noch 35 bis 40 Paare der Rohrweihe innerhalb der Abgrenzung des später ausgewiesenen VSG Hellwegbörde. Auch in der Warburger Börde war erstmals seit Jahrzehnten keine Brut der Rohrweihe nachzuweisen (H. Schröder mündlich).

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Schlafplatzzählung der Rotmilane

Rotmilane (M. Bunzel-Drueke)In diesem Jahr wurden bei der jährlichen Schlafplatzzählung rastender Rotmilane am letzten August-Wochenende an 31 Schlafplätzen über 470 Rotmilane beobachtet. Diese neue Höchstzahl ist aber auch auf einige neu kontrollierte Plätze zurückzuführen. An acht seit 2009 jährlich erfassten Schlafplätzen war der Bestand mit 185 Milanen im Vergleich der letzten Jahre etwa durchschnittlich. Die Rotmilane nutzen die Schlafplätze auf der Paderborner Hochfläche und entlang des Haarstrangs alljährlich als Rastgebiete vor dem Zug in ihre Winterquartiere auf der Iberischen Halbinsel. Durch den ständigen Zu- und Wegzug einzelner Individuen dürfte die Zahl der die Region passierenden Vögel aber noch einmal deutlich größer sein. Da die Region auch für die Nutzung der Windenergie sehr gut geeignet ist, besteht ein großes Risiko für tödliche Zusammenstöße. Dies zeigen Beobachtungen von zwischen den Rotoren segelnden Milanen und einzelne Totfunde in den letzten Jahren. Schon seit 2009 zählen Vogelkundler aus den Kreisen HSK, PB, SO und UN am letzten August-Wochenende gemeinsam die Rotmilane an Schlafplätzen entlang des Überganges von der Westfälischen Bucht zum Sauerländischen Mittelgebirge. Mehr dazu finden sie im Artikel: "Schlafplatzansammlungen von Rot- und Schwarzmilanen" im ABUinfo 2012 (Ralf Joest).

Saatkrähen im Kreis Soest

Seit langem zählen Freiwillige in der ABU die Saatkrähennester im Kreis Soest. Die ABU hat die Daten nun zusammen gestellt. Durch menschliche Verfolgung war die Saatkrähe fast ausgerottet. Erst nachdem sie 1980 unter Naturschutz gestellt worden war, erholten sich die Bestände. Inzwischen steigen sie nur noch gering an. Im Kreis Soest zählten ABU-Mitglieder in diesem Jahr 2035 Nester.

Hier können Sie den Bericht herunterladen.

NW-Ornithologen besuchen die Hellwegbörde

 Ein weiter Blick - NW Ornithologen auf dem Haarstrang (R. Joest) Gut ein Dutzend Mitglieder der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft (NWO) aus allen Landesteilen trafen sich gestern zu einer Exkursion durch die Hellwegbörde. Die Hellwegbörde ist das größte Vogelschutzgebiet des Landes und Brut- und Rastgebiet für Wiesenweihen, Rohrweihen, Rotmilane und Mornellregenpfeifer. Auf einer Fahrt durch die Börde und auf den Haarstrang führte Ralf Joest von der ABU in verschiedene Feldfluren, in denen zu dieser Zeit Greifvögel, Limikolen und Singvögel auf den abgernteten Feldern rasten. Während der Exkursion wurden neun Greifvogealarten, u.a. Wiesenweihen, Rohrweihen und als Höhepunkt ein diesjähriger Rotfußfalke beobachtet.

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Internationaler Besuch

Gleich dreimal konnte die ABU internationale Gäste im LIFE-Projekt "Bachtäler im Arnsberger Wald" begrüßen. Eine Gruppe aus Lettland, die an der Umsetzung eines LIFE-Projektes arbeitet, informierte sich über die in unserem LIFE-Projekt umgesetzten Gewässerrenaturierungen an der Großen Schmalenau. Ein paar Tage später besuchte uns wieder einmal eine Gruppe des belgischen Naturschutzvereins BNVS. Während einer Exkursion entwickelte sich ein interessanter Fachaustausch. 40 Teilnehmer einer internationalen Tagung fanden auf einer Exkursion aus Münster den Weg in den Arnsberger Wald. Von Australien bis Südafrika reichte die Herkunft der Exkursionsteilnehmer. Rege Fachdiskussionen entwickelten sich auf einer Wanderung entlang der Großen Schmalenau.

Eine Gruppe aus Lettland an der renaturierten Großen Schmalenau (Foto: B. Beckers)Teilnehmer einer internationalen Tagung an einem naturnahen Abschnitt der Großen Schmalenau (Foto: B. Beckers)Die Fische aus der Großen Schmalenau fanden großes Interesse bei den Exkursionsteilnehmern (Foto: C. Hester)

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