Nachrichten 2013
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Nachrichten 2013

Spuren für die Unken in Büecke

Solange der militärische Übungsplatz  Büecke bei Soest von belgischen und deutschen Soldaten genutzt wurde, war er ein Paradies für Amphibien. In den zahlreichen Fahrspuren der Panzer und LKW hielt sich das Wasser oft bis zum Hochsommer, so dass eine Vielzahl von Amphibien dort einen Lebensraum fand. Von den seltenen Geburtshelferkröten und Gelbbauchunken über Grasfrosch und Erdkröte bis hin zu Bergmolch und Teichmolch wurden diese Tümpel von vielen Arten genutzt. Häufiges Befahren sorgte dafür, dass die Spuren immer wieder abgedichtet wurden und pflanzenfrei blieben, so wie es optimal für die Amphibien ist. Andere geeignete natürliche Gewässer gibt es auf dem ehemaligen Übungsplatz ansonsten nicht und ausgebaggerte Teiche verlieren bei dem durchlässigen Untergrund sofort ihr Wasser. Da der Übungsbetrieb seit etlichen Jahren eingestellt ist, sind die meisten der alten Fahrspuren mittlerweile zugewachsen und halten kein Wasser mehr. Um hier, im Sinne des Naturschutzes, zu helfen, war die „Reservistengemeinschaft Rad/Kette“ mit ihren historischen Militärfahrzeugen bereit, die letzten aus der militärischen Nutzung erhaltenen Spuren wieder nachzufahren. Mit Unimogs (Film1) und einem Daimler LKW (Film2) ging es dann am letzten Samstag durch die tief eingeschnittenen Fahrspuren. In abenteuerliche Schieflagen der Fahrzeuge, die bis über die Achsen durch Wasser und Schlamm fahren mussten, wühlten sich die mutigen Fahrer immer wieder durch die Schlammlöcher. Dank des Könnens der Fahrer blieb lediglich ein Fahrzeug stecken (Film3) und musste durch die anderen befreit werden. Unter Koordination der ABU und des Bundesforstbetrieb Rhein-Weser als Verwalter des ehemaligen Übungsplatzes, konnten so alle noch erhaltenen Gewässer wieder in den gewollt „frischen Zustand“ versetzt werden. Nun herrscht wieder Ruhe und wenn dann auch noch das Frühjahr nicht zu trocken ist, steht der erfolgreichen Vermehrung der Frösche, Kröten und Molche nichts mehr im Wege.

"Naturschätze Südwestfalens entdecken": Endspurt auf dem Weg zum dritten Stern

Hoher_Stein_kleinNun sind alle Vorbereitungen beendet, der Antrag zum dritten Stern für das Regionale Projekt "Naturschätze Südwestfalens entdecken" wurde bei der Südwestfalen Agentur eingereicht. Zusammen mit unseren Kooperationspartnern, dem Naturschutzzentrum – Biologische Station Hochsauerlandkreis und dem Naturschutzzentrum Märkischer Kreis und in Zusammenarbeit mit der Unteren Landschaftsbehörde des Kreises Olpe und der Biologischen Station Siegen-Wittgenstein, wurde das Konzept soweit entwickelt, dass nun die Projektumsetzung starten kann. Eine projektbegleitende Arbeitsgruppe hat die ganze Qualifizierung begleitet. 
Das Projekt sieht vor, für Südwestfalen einen multimedialen Naturführer herzustellen, in dem ca. 50 Gebiete, die sich besonders für das Naturerleben eignen, präsentiert werden. Ein handliches Buch für die "klassischen" Nutzer unter uns, die gerne noch was zum Lesen in der Hand haben, wird ergänzt durch eine Internetseite und - für die innovativen Nutzer - eine Handy-App. Die Informationen werden nicht nur in Form von Text und Fotos aufgearbeitet, auch kurze Videosequenzen und Podcasts sind vorgesehen. Hinweisschilder und Infotafeln sowie QR-Codes vor Ort ergänzen das Spektrum. Das Land NRW hat für die Förderung des Projektes grünes Licht gegeben. 
Nun hoffen wir, dass der dritte Stern im April vergeben werden kann, dann kann die Projektumsetzung beginnen.
Weitere Information zum Projekt und Link zu Naturschätze Südwestfalens entdecken

Hohe Auszeichnung für Dr. Henning Vierhaus

Dr. Henning Vierhaus, Naturschützer, Naturkundler und langjähriger Vorsitzender der ABU, erhielt am Samstag, den 26.1.2013, in der Lohner Mühle aus den Händen von Umweltminister Johannes Remmel das Verdienstkreuz 1. Klasse des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. Verliehen hat diese hohe Auszeichnung Bundespräsident Joachim Gauck.
In seiner Laudatio würdigte Minister Remmel die langjährigen Verdienste von Dr. Vierhaus als Naturschützer, Naturkundler und Pädagoge. Er hat über 30 Jahre den Naturschutz im Kreis Soest wesentlich geprägt. Im Westfälischen Heimatbund leitet er seit vielen Jahren die Fachstelle für Naturkunde und Naturschutz. Er ist stellvertretender Vorsitzender der Landesgemeinschaft Naturschutz und Umwelt (LNU). Vierhaus ist weit über die Grenzen Westfalens hinaus als Säugetierkundler bekannt. Dabei widmet er sich vor allem der Biologie, der Verbreitung und dem Schutz der Fledermäuse. Er ist Autor zahlreicher wissenschaftlicher Veröffentlichungen.

Umweltminister Johannes Remmel hielt die Laudatio. (Foto: J. Brackelmann) Umweltminister Johannes Remmel überreicht Dr. Henning Vierhaus die Urkunde. (Foto: J. Brackelmann)

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Distale Dorsaldornen....Exuvienseminar bei der ABU

Die Beobachtung und Bestimmung der fliegenden Libellen im Sommer ist eine schöne Sache. Wer  aus etwas härterem Holz geschnitzt ist, kann sich im Winter dann die Bestimmung der Exuvien, also der nach dem Schlupf zurückbleibenden Larvenhäute, vornehmen. Dabei lernt man nebenbei auch  wunderschöne Fremdwörter, mit denen man eigentlich jedes Partygespräch an sich reißen kann. Oder standen die Epiprocte noch mal dorsal oder ventral von den Paraprocten? Und wo bleibt  da noch Platz für die Cerci?
Wer sich davon nicht abschrecken läßt, bekommt ganz neue Einblicke in eine unbekannte Welt, die Dr. Mathias Lohr von der FH Höxter heute gut zehn Unermüdlichen geduldig näherbrachte. Und ganz nebenbei hilft es, unser Wissen über die Artenvielfalt unserer Umgebung weiter zu vermehren (Ralf Joest).

C-boltoni_Exuvie_JOESTExuvienseminar_2013_Joest

Große Schmalenau renaturiert!

Begradigt, tief eingeschnitten und befestigt war die Große Schmalenau im Arnsberger Wald bei Neuhaus auf einer Länge von 650 Metern.
Die Aue der Großen Schmalenau vor der Renaturierung: Der Bach war an den Talhang verlegt, begradigt und tief eingeschnitten. Die meisten Hochwasser schossen in dem ausgebauten Gewässer zutale, ohne dass sie, wie es natürlich wäre, in die Aue ausuferten. (Foto: J. Drüke)Bevor die Große Schmalenau in ihr neues, flaches und windungsreiches Bett geleitet wurde, entnahm das Befischungsteam der ABU die Fische im begradigten Bachabschnitt und setzte sie flussaufwärts wieder aus. Dabei zeigte sich, dass der begradigte Bach nur einen sehr niedrigen Fischbestand aufwies. Kein Wunder, denn ruhige, tiefe Gumpen fehlten vorllständig und schon leicht erhöhte Abflüsse, wie hier auf dem Bild, rissen viele Fische zutale. (Foto: J. Drüke)Abschnitt für Abschnitt wurde der Bach in Fließrichtung renaturiert. Im Bild ergießt sich sich der Bach aus dem neuen, flachen und wenig eingetieften Bachbett in das alte Ausbauprofil. (Foto: J. Drüke)



Nun windet sie sich wieder durch das Tal, ihre Länge ist auf 1200 Meter angewachsen. Ihr Bachbett ist wieder flach und breit. Bei Hochwasser ufert sie wieder aus, so wie das für einen naturnahen Sauerlandbach typisch ist. Und die Wanderer auf der Waldroute bei Neuhaus können sich über eine lebendige Große Schmalenau freuen. Es ist eine der größten Maßnahmen des LIFE-Projektes "Bachtäler im Arnsberger Wald".
Jetzt übernimmt die Natur die Regie. Sie wird das schottrige Bachbett wieder formen, Kiesbänke und tiefe Gumpen werden entstehen. Bachforellen, Groppen und Bachneunaugen werden den neuen Lebensraum besiedeln. Und eine große Vielfalt an Kleinlebewesen wird die Bachsohle und die Lücken im Bachschotter erobern. Die winterlichen Bilder geben einen ersten Eindruck von der zurück gewonnenen Vielfalt im Bach.
Das LIFE-Projekt "Bachtäler im Arnsberger Wald" führt die ABU gemeinsam mit dem Lehr- und Versuchsforstamt Arnsberger Wald, dem Naturpark Arnsberger Wald, der Biologischen Station Hochsauerland und der Stadt Meschede durch.
Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 14.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 18.1.2013. (Foto: J. Drüke)Die renaturierte Große Schmalenau, 14.1.2013. (Foto: J. Drüke)

Naturschutz in der Agrarlandschaft

Auf dem Kreisverbandstag des Landwirtschaftsverbandes am 10. Januar malten die Verbandsvertreter das Bild eines überzogenen, grenzenlos betriebenen Artenschutzes an die Wand. Die Realität sieht anders aus: Die Bestände der Wiesenweihe gehen seit Jahren zurück, die Zahl der Kiebitzbruten im Kreis Soest hat sich seit 2005 halbiert, die Grauammer ist aus unseren Feldfluren verschwunden. Immer mehr Menschen fragen: Wo sind die Feldlerchen geblieben? Längst gibt es keine gute Balance mehr zwischen einer auf Ertragssteigerung ausgerichteten Agrarwirtschaft und dem Schutz von Natur und Landschaft.

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