Nachrichten 2013

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Mutwillige Zerstörung von Ameisennestern

feuer1Fassungslosigkeit überkam heute Naturfreunde bei der Betrachtung ausgebrannter Nester der stark gefährdeten kahlrückigen Waldameise am sogenannten Witranssee zwischen Lipperode und Mettinghausen. Hartmut Blom, anerkannter Ameisenschützer, war es während seiner regelmäßigen Kontrollen aufgefallen. In den vergangenen Tagen wurden fünf große Ameisennester an dem See systematisch zerstört.

Die Kolonien, die diese Art bildet, sind zwischen 100 und 150 Jahre alt und bestehen aus mehreren Nestern, die alle mit einander in Verbindung stehen. Die Zerstörung der Lebensgrundstätten dieser besonders geschützte Arten ist streng verboten. Da jedoch scheint einige Leute nicht zu stören. So mussten Hartmut Blom und Petra Salm, die heute die Presse zu einem Termin vor Ort eingeladen hatten, gemeinsam mit den Pressevertretern feststellen, dass drei weitere Nester erst vor sehr kurzer Zeit in Brand gesteckt worden waren. Da die Brandherde noch schwelten und Gefahr für die Umgebung bestand, wurden Polizei und Feuerwehr hinzugezogen. Zu dem Tatbestand, dass die Lebensstätten der besonders geschützte Arten nun in großen Umfang zerstört sind, ermittelt die Polizei nun auch wegen vorsätzlicher Brandstiftung.

Die Waldameisen sind ausgesprochen nützliche Tiere und sehr wichtig für das ökologische Gleichgewicht in der Natur. Sie lockern den Boden auf, sind Verteiler von Pflanzensamen und vertilgen Schadinsekten. Sie sind außerdem eine wichtige Nahrungsgrundlage für viele Waldtiere. So ernähren sich insbesondere Spechte von Ameisen, aber auch für Amphibien und andere Insekten bilden Ameisen eine wichtige Nahrungsgrundlage.

Diese Tiere so gezielt und systematisch zu töten, ist absolut unverständlich. Die Polizei wird in den nächsten Tagen vermehrt in der Gegend präsent sein. Und auch Anwohner und Spaziergänger sind aufgerufen, aufzupassen und bei verdächtigen Handlungen oder Brandgeruch in dem Bereich sofort die Polizei einzuschalten. 

 

Durch das Ausbrennen von Nestern, die sich am Fuße von Baumstämmen befanden, wurden auch die Bäume stark beschädigt (Foto: P. Salm).

die kahlrückige Waldameise (Formica polyctena) am Heidesee (Foto: B. Behrend, Der Patriot Lippstadt)Hartmut Blome, Ameisenschützer, ist entsetzt angesichts des Ausmaßes der Zerstörung (Foto: B. Behrend, Der Patriot Lippstadt) 

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