Nachrichten 2014

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Buchtipp: Taschenlexikon Libellen Europas

Soeben ist das Taschenlexikon der Libellen Europas im Quelle & Meyer Verlag erschienen. Das Buch von Hansruedi Wildermuth und  Andreas Martens, beide erfahrene Libellenkenner, gibt auf 824 Seiten einen sehr guten Überblick über die Biologie der 135 Libellenarten Europas. Damit ist es eigentlich kein Taschenlexikon mehr, sondern eher ein Handbuch, das für knapp 25 € auch noch ausgesprochen preiswert ist und allen interessierten Naturbeobachtern empfohlen werden kann (Ralf Joest).

Gefahr gebannt!

Mit einem Hubsteiger konnte der über 10 m hohe Horst erreicht werden. (Foto: B. Beckers)Jürgen Behmer entfernt das Plastiknetz aus dem Horst (Foto: B. Beckers)Der Übeltäter: ein Plastiknetz. Die Gefahr, dass sich ein Vogel das Netz um den Fuß wickelt, ist groß. (Foto: B. Beckers)Das Weißstorchpaar in der Disselmersch hatte ein Plastiknetz in den Horst eingebaut. Von der Beobachtungshütte aus konnte man das gut sehen. Die Gefahr, dass sich die Störche durch dieses Netz verletzen, war groß. Deshalb ist ein Mitglied der ABU mit einem Hubsteiger auf über 10 m hoch gefahren und hat den gefährlichen Müll aus dem Horst geholt. Vor ein paar Jahren hatte sich eine Schnur um das Bein eines Jungvogels gewickelt und die Blutzufuhr abgeschnürt. Der Jungvogel konnte damals nicht gerettet werden. Müll in der Landschaft stellt immer wieder eine Gefahr für die Tierwelt dar. Nun ist aber die Gefahr für die Störche erst einmal gebannt.

Wir danken der Firma Middeke für ihre Unterstützung.

Erster Nachwuchs bei den wilden Rindern auf dem Kleiberg, dem ehemaligen Übungsplatz bei Büecke

Ludovica mit Nachwuchs (M. Scharf)Seit Mai weiden drei unserer auerochsenähnlichen Rinder auf dem ehemaligen Standortübungsplatz bei Büecke. Der Bulle "Nacktarsch" sowie "Ludovica" und eine kleine namenlose Halbchianina hatten sich gut von der nassen und von Überschwemmungen geprägten Klostermersch bei Benninghausen an den trockenen Übunsplatz gewöhnt. Anscheinend kurz nach dem Transport hat Nacktarsch das kleine Bullenkälbchen gezeugt, das jetzt nach neun Monaten geboren wurden. Um die vier zu sehen, muss man allerdings etwas Glück haben, da Ludovica mit ihrem Kälbchen etwas scheu ist und sich die kleine Herde momentan etwas abseits der Spazierwege aufhält.

Bericht über die Anfänge des Weihenschutzes in der Hellwegbörde

Der Schutz der Wiesenweihe hat in der Hellwegbörde eine fast fünfzigjährige Tradition. Schon im Jahr 1966 begann die Suche nach Wiesenweihennestern mit dem Ziel, durch Schutzvereinbarungen mit den Landwirten die im Getreide angelegten Nester vor dem Ausmähen zu bewahren. Über die Jahre haben so viele Landwirte die Schutzzonen eingerichtet und in vielfältiger Weise geholfen. Doris Glimm und Ralf Joest haben eine Dokumentation über die Brutverbreitung und die Schutzmaßnahmen für die Wiesenweihe in der Hellwegbörde in den Jahren 1966 bis 1992 zusammengestellt. Diese bietet viele Informationen über die Wiesenweihe und gibt interessante Einblicke in die Entwicklung der Landschaft in der Hellwegbörde. Der mit alten Originalfotos bebilderte Bericht kann hier heruntergeladen werden.

Tier- und Pflanzenarten des Jahres 2014

Die Goldschildfliege ist das Insekt des Jahres 2014. Sie gehört in die Familie der Raupenfliegen, deren Larven parasitisch in anderen Insekten leben (H. Vierhaus)Wie in vorangegangenen Jahren wurden wir auch dieses mal wieder mit Namen von Pflanzen und Tieren überrascht, die zu den „Arten des Jahres 2014" gekürt wurden. Es ist gut, dass auf diese Weise der Blick beispielhaft auf besonders schutzbedürftige Organismen gelenkt wird. Manche der ausgewählten Formen sind wohlbekannt, wie z.B. der Grünspecht oder die Gelbbauchunke. Übrigens gilt letzterer seit langem die besondere Aufmerksamkeit der ABU. Bei anderen Arten fragt man sich, wie sie es zu der diesjährigen Ehrung durch den deutschen Naturschutz geschafft haben, so etwa der Australische Kleefarn. Das ist ein Kraut, das hier zu Lande bestenfalls als Zierpflanze in Gartenteichen existiert. Vernünftiger wäre es gewesen, den in Deutschland nur sehr lokal vorkommenden aber heimischen Kleefarn zu benennen.

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