Nachrichten 2015

Nachrichten 2015

Neues Veranstaltungsprogramm liegt vor

Exkursion zu den WildpferdenPassend zur kalten Jahreszeit präsentiert die ABU ihr neues Veranstaltungsprogramm. Von November bis Ende April können Interessierte auf insgesamt zehn Exkursionen die Besonderheiten der Naturschutzgebiete des Kreises kennenlernen. Wie auch in den vergangenen Wintern, werden außerdem einmal im Monat Vorträge angeboten. Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Das Programm liegt an verschiedenen Stellen im Kreis Soest aus und kann hier heruntergeladen werden.

Gleich zweimal führen Experten in die Auenlandschaft der Lippe. Renaturierte Bachabschnitte können am Trotzbach und im Arnsberger Wald an der Heve und der Großen Schmalenau erkundet werden. Über den Großen Brachvogel wird im Stockheimer Bruch informiert, andere brütende oder ziehende Vögel können hier oder bei einer Exkursion in die Woeste beobachtet werden.
Für die monatlichen Vorträge ist es der ABU wieder gelungen, ein äußerst abwechslungsreiches Programm aus verschiedenen Themen zusammen zu stellen. Die Reihe beginnt am 5. November mit Hintergrundwissen über den Wolf.

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Verjüngungskur für eine Blänke in den Ahsewiesen

Vor über 25 Jahren angelegt war es an der Zeit, einen Blänkenbereich im Naturschutzgebiet Ahsewiesen wieder frisch herzustellen. Die Vegetation war so dicht geworden, dass keine offene Wasserfläche mehr erkennbar war. Die Grasnarbe wurde abgezogen und eine Insel, die bei der ersten Anlage belassen worden war, abgetragen. Die Ufer der Blänke wurden sehr flach ausgezogen, so dass zukünftig die Geländemulde bei der Bewirtschaftung mit gemäht werden kann. Nun kann sie wieder den rastenden und brütenden Vögeln, Libellen und Fröschen einen geeigneten Lebensraum bieten.

Die Blänke war nach 25 Jahre gealtert und mit Vegetation zugewachsen (Foto: B. Beckers)Der neue Blänkenbereich ist fast fertig. (Foto: B. Beckers)Flache Ufer können von vielen Arten genutzt werden (Foto: B. Beckers)Mit viel Gefühl muss die Baggerschaufel geführt werden, um so flache Ufer herzustellen (Foto: B. Beckers)Das Ufer ist fertig (Foto: B. Beckers)In nur einem halben Tag entstand wieder ein offener Blänkenbereich (Foto: B. Beckers)

Krokodile in der Lippe...

...gibt es leider nicht. Aber Fische, die an Krokodile erinnern. Der Hecht auf dem Foto hat schon etwas von einem kleinen Krokodil an sich. Er wurde in unserer aktuellen Fischuntersuchung mit dem Elektrofischereigerät aus der Lippe bei Hellinghausen geholt und unversehrt wieder zurückgesetzt, wo er seiner räuberischen Leben ähnlich wie ein Krokodil weiterhin nachgehen kann. Auch der zweite Fisch, der am 2.10. bei Lippborg in der Lippe von uns gefangen wurde, hat etwas von einem anderen Tier an sich. Der Karpfen wird auch gerne als Wasserschwein bezeichnet und wird in dieser Größe nur selten gefangen (M. Scharf)
Der Hecht hat etwas krokodilartiges an sichEine spezielle Zuchtform des Karpfen: Der Spiegelkarpfen findet sich gelegentlich verwildert in der Lippe

Erfolgreicher Ehrenamts-Arbeitseinsatz im Arnsberger Wald

Bei sonnigem Wetter starteten am Samstag (3.10.) 10 ABU-Ehrenamtliche in den Arnsberger Wald. Es galt, einen Teil der Schutzhüllen, die im Rahmen des LIFE-Projektes "Bachtäler im Arnsberger Wald" als Verbissschutz über aufkommende Laubbaum-Naturverjüngung gesetzt wurden, zu kontrollieren. Im Tal der Großen Schmalenau konnten wir 979 Schutzhüllen überprüfen. In 205 Hüllen waren keine Bäumchen mehr zu finden, sie waren aus verschiedenen Gründen nicht groß geworden. In den 774 noch "aktiven" Hüllen wuchsen überwiegend Erlen und Birken, aber auch Eschen, Ebereschen, Bergahörner, Eichen, Weiden, Buchen und Faulbaum. Teilweise haben sie sich schon kräftig entwickelt und ragen über die Schutzhüllen heraus, andere werden noch einige Zeit benötigen. Mit den Hüllen, in denen nichts mehr wuchs, wurden 189 neue junge Laubbäume geschützt. Der Schutz von aufkommender Laubbaum-Naturverjüngung ist ein kleiner Beitrag zur Etablierung von naturnahen Auwäldern auf Flächen, auf denen im Rahmen des LIFE-Projektes naturferne Fichtenwälder entnommen wurden.
ABU-Ehrenamtliche kontrollieren Verbissschutzhüllen im Tal der Großen Schmalenau (Foto: B. Beckers)In der rechten Schutzhülle hat sich eine Eberesche prächtig entwickelt. Der Sämling, den die linke Schutzhülle umschloss, ist eingegangen; sie wird nun zum Schutz einer kleinen Erle wiederverwendet. Foto: J. DrükeWo einst dukle Fichtenforste dominierten, wachsen nach den Maßnahmen des LIFE-Projektes "Bachtäler im Arnsberger Wald" junge Schwarzerlen heran. Foto: J. Drüke.Rohboden ist ein ideales Keimbett für die Schwarzerle. Foto: J. Drüke.

Libellen in den Ahsewiesen

Mit der beginnenden herstlichen Witterung endet langsam die Flugzeit der meisten Libellenarten bei uns. Nach den Kartierungen in der Lippeaue 2012 und 2013 und in der Woeste 2014 hatten wir uns in diesem Jahr die Erfassung der Libellenfauna der Ahsewiesen zum Ziel gesetzt. Dabei konnten wir bis jetzt insgesamt 27 Arten feststellen, von denen 17 auch als hier bodenständig einzustufen sind. Sehr interessant zu beobachten war die Wirkung der starken Regenfälle Anfang August. Nachdem viele Gewässer vorher schon ausgetrocknet waren, füllten sie sich praktisch über Nacht wieder mit Wasser. Eben so plötzlich wurden sie von der seltenen Kleinen Pechlibelle besiedelt, die gerade auf solche Temporärgewässer angewiesen ist. Daneben konnten wir als Besonderheiten u.a. eine Grüne Flußjungfer, Schwarze Heidelibellen, Frühe Heidelibellen und eine Gebänderte Heidelibelle beobachten (Ralf Joest u.a.).      

Nach dem Regen sind viele Kleingewässer wieder gut gefüllt (R. Joest). Vierfleck (A. Rödel)BlaupfeilGroße Königslibelle bei der Eiablage (A. Rödel)Auch eine Nachweismethode: Große Pechlibelle im Spinnennetz (A. Rödel)Herbst-Mosaikjungfer (A. Rödel)Gemeine Heidelibelle (A. Rödel)Belegaufnahme einer Gebänderten Heidelibelle (A. Rödel)Libellenkartierer in den Ahsewiesen (R. Joest)Eine kleine Arbeitsgruppe der ABU bei der Libellenkartierung (A. Rödel). Am Rande: Postillon (A. Rödel).

Weihen-Brutsaison 2015

Wie schon 2008 und 2011 kam es in der Hellwegregion auch in diesem Jahr nach der Feldmausgradation im Vorjahr zu einem Bestandseinbruch bei der Wiesenweihe: von Unna bis Salzkotten verminderte sich Brutpaarzahl von 27 auf 16. Wie im Vorjahr gab es noch zwei Erstbruten auf der Paderborner Hochfläche (bei Marsberg-Meerhof), wo die Feldmaus auch 2015 in hoher Dichte vorkam. Die größte Nest-Konzentration gab es im Raum Langeneicke-Geseke-Verlar mit 6 Brutpaaren. 15 Brutplätze lagen innerhalb der Abgrenzung des Vogelschutzgebietes (VSG) Hellwegbörde. Aus anderen Landesteilen (Zülpicher Börde und Grenzbereich zu Niedersachsen) sind mir von F. Niemeyer und A. Hirschfeld drei weitere Brutpaare gemeldet worden. Der Landesbestand liegt mit gut 20 Brutpaaren also weiterhin auf einem deutlich niedrigeren Niveau als in den 1990er Jahren. Nachtrag 11.3.2016: Erst heute erfuhr ich, dass es auch noch in der Warburger Börde eine erfolgreiche Brut in einem Weizenfeld gab.
Bei der Rohrweihe ist nach vorläufigem Auswertungsstand wie in den beiden Vorjahren von nur noch etwa 30 Brutpaaren innerhalb des VSG Hellwegbörde auszugehen. Westlich von Soest hat sich der Rückgang fortgesetzt. Das größte Dichtezentrum mit rund 15 Brutpaaren befand sich wie im Vorjahr im Raum Schmerlecke-Ebbinghausen-Stirpe-Völlinghausen.

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Der Lumbricus in der Hellinghauser Mersch

LumbricusLumbricusLumbricusAuf Einladung der ABU_Kindergruppe besuchte der Lumbricus am 10.September die Hellinghauser Mersch. Der Umweltbus namens Lumbricus ist ein rollendes Klassenzimmer, in dem alles untersucht werden kann, was im Wasser herumkrabbelt und schwimmt. Er gehört der Natur- und Umweltakademie (NUA) des Landes NRW. An der Lippe in der Hellinghauser Mersch wurden die Kinder auch schnell fündig. Vom Wasserskorpion bis zum Entenegel fingen sie viele Tiere, die die Lippe und die Tümpel dort besiedeln. Sogar Stichlinge und Schmerlen konnten die Kinder mit ihren Sieben in der Lippe fangen. Unter der Stereolupe wurden dann die Funde genauer identifiziert und untersucht.

 

25 Jahre Biologische Station Soest

Umweltminister Johannes Remmel bei seiner Festrede (Foto: Bernd Stemmer)Mit über 200 geladenen Gästen feierte die ABU am vergangenen Freitag (14.8.) das 25jährige Bestehen ihrer Biologischen Station. Nach den Grußworten von Landrätin Eva Irrgang, dem Bürgermeister der Gemeinde Bad Sassendorf, Malte Dahlhoff und Klaus Nottmeyer für den Dachverband der Biologischen Stationen hielt Umweltminister Johannes Remmel die Festrede. In einem kurzweiligen Vortrag stellten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Biologischen Station ihre Arbeit vor.

Am 2. Januar 1990 gründete die ABU die Biologische Station. Schon zwei Jahre vorher hatte die ABU in einem Vertrag mit dem Kreis Soest die Betreuung des Schutzgebietes Ahsewiesen übernommen, 1989 wurde der Vertrag erweitert um den Winkel und den Stockheimer Bruch. Die Schutzgebietsbetreuung ist eine wesentliche Aufgabe der Biologischen Stationen, heute betreut die Biologische Station Soest 30 Schutzgebiete mit einer Fläche von insgesamt 4.000 ha. Darüber hinaus setzt die ABU als Trägerin der Station viele Naturschutzprojekte um. Die Feldlandschaften des Hellwegs, die Lippeaue, verschiedene LIFE-Projekte oder das Naturerleben sind nur einige Beispiele. In der Lippeaue und auf dem ehemaligen Standortübungsplatz Büecke helfen halbwilde Taurusrinder und Pferde bei der Gebietsentwicklung.  

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