Nachrichten 2016

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Torf-Mosaikjungfer im Arnsberger Wald

A juncea 2 AR kleinA juncea AR kleinEinen neuen Fundpunkt der Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) konnten am Wochenende Andreas Rödel und Petra Salm bei ihrer Suche nach Libellen im Arnsberger Wald knapp hinter der Grenze des Kreises Soest im Hochsauerlandkreis vermerken. Diese beeindruckend große Edellibelle besiedelt kleinere Moorgewässer. Sie gilt als Charakterart der Flach-, Übergangs- und Hochmoore. Vor allem Teiche mit Verlandungszonen aus Torfmoospolstern und senkrechten Vegetationsstrukturen werden von der Art gerne besiedelt. Bei dem Fundpunkt handelt es sich um einen kleinen Teich, der durch den Aufstau eines Quellbaches entstanden ist. Insgesamt konnten mindestens drei Tiere an dem Teich nachgewiesen werden.

Die Torf-Mosaikjungfer gilt in NRW als gefährdet, für das Bergland gilt die Vorwarnstufe.

Linda ist der Name des Kälbchens

das bei der diesjährigen Kälbertaufe am Anglerweg vor großem Publikum getauft wurde. Organisiert durch die Stadt Lippstadt bzw. ihren Bürgermeister, Herrn Sommer, ist die Taufe mittlerweile schon zur Tradition geworden. Der Kreis der Eingeladenen ist repräsentativ für Lippstadt und bietet jedes Jahr Gelegenheit für interessante Gespräche. Taufpate war dieses Mal der Abgeordnete und Vizepräsident im Landtag, Eckhard Uhlenberg. Linda war sein Name für das Kälbchen, das hoffentlich noch lange Jahre an dieses Ereignis erinnern wird. (Matthias Scharf)

Vor dunklen Wolken zog die Taufgesellschaft durch die Wildnis der Hellinghauser Mersch, um an der Lippe eine kurze Rast einzulegen (M. Scharf)Zwei Wasserbauingenieure fesselten das Publikum mit spannenden Details zur Renaturierung der Lippe (M. Scharf)Da das Kälbchen nicht freiwillig an der Taufe teilnehmen wollte, wurde ein Stellvertreter getauft (M. Scharf)

Juha Saarinen besucht die Auerochsen und die Wildpferde der ABU

Dr. Juha Saarinen ist ein finnischer Paläontologe, der zur Zeit Elefantenzähne in London untersucht. Die Zähne stammen von verschiedenen Elefantenarten, die in prähistorischen Zeiten Mitteleuropa bevölkerten. Er versucht anhand verschiedener Merkmale der Zähne die Flora der Landschaften, in denen die Elefanten (und Mastodonten und Mammuts) lebten zu rekonstruieren. Das ist sein Beruf, aber sein privates Interesse gilt den Versuchen, große ausgestorbene Tiere zu rekonstruieren. So bereist er Mitteleuropa, um zu sehen, wie weit man bei der Zucht auerochsenähnlicher Rinder gekommen ist. Nachdem er vor einiger Zeit Zuchtversuche in Holland besichtigt hatte, besuchte er nun die ABU, um sich unsere nachgemachten Auerochsen und unsere Wildpferde anzuschauen. Sein Urteil war eindeutig: In der Größe der Rinder und der Form ihrer Hörner liegen unsere Tiere eindeutig vorn. Wir haben die schöneren Auerochsen, verglichen mit den Holländern.  Auch vom Gewicht her haben einige unserer Tiere die Maße der Auerochsen erreicht. Über 25 Jahre Zucht haben sich also gelohnt. (M. Scharf)

Dr Juha Saarinen aus Finnland filmt und fotografiert unsere Wildpferde (M. Scharf)

Eine neue Methode zur Erfassung von Laubfröschen (entwickelt von der Jugendgruppe der ABU)

Man legt einfach einen Amphibienkescher neben einen Teich und wartet etwa 5 Minuten. Dann sitzt plötzlich ein Laubfrosch auf dem Kescher. Und weil sein Kollege zu faul ist, auch in den Kescher zu springen, wird er neben dem Kescher aus dem Gras genommen und hinein gesetzt. Und die Fotografen in der Jugendgruppe haben am hellen Tag auf einfachste Weise Laubfrösche nachgewiesen und ein schönes Fotomotiv. Daneben konnte die Jugendgruppe der ABU in den Wiesen an der Gieseler bei Overhagen in den Tümpeln auch Kammmolche und Teichmolche mit Eimerfallen nachweisen (M. Scharf)

Laubfrösche auf dem Kescher (K. Wiese)Laubfrosch auf dem Kescher (K. Wiese)

Tragen Totalherbizide und Zwischenfruchtanbau zum Rückgang brütender Kiebitze bei?

Wenn man zur Zeit durch die Hellwegbörden fährt, sieht man viele Äcker mit totgespritzter Vegetation. Es scheinen immer mehr Äcker hiermit besprüht zu werden. Hauptsächlich betroffen sind Felder mit Zwischenfrüchten, meist mit Ackersenf als dominierender Pflanze. Das dürfte daran liegen, dass der Zwischenfruchtanbau insgesamt zugenommen hat, v.a. zur Erfüllung der sogenannten Greeningauflagen (für Betriebe mit mehr als 15 ha Agrarfläche). Zudem habe ich den Eindruck, dass ein zunehmend größerer Anteil der Zwischenfruchtflächen mit dem glyphosathaltigen Herbizid "behandelt" wird.
Totgespritzte Zwischenfruchtfläche mit Ackersenf bei Heppen (8.4.2016, H. Illner)

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Volkszählung beim Kiebitz

Kiebitz (Foto: M. Bunzel-Drüke)Jetzt wo sich der Frühling laNatalia Jaworski und Christian Härting organisieren die Kiebitzkartierung und den Kiebitzschutz ngsam einstellt, kann man die schwarz-weißen Vögel mit der markanten Haube und den auffälligen Balzflügen wieder beobachten und die typischen „kiee-wiit“ Rufe hören – die Rede ist natürlich vom Kiebitz. Doch wieviele Kiebitze kommen aktuell im Kreis Soest vor? Um diese Frage zu beantworten, wird die ABU in diesem Jahr den Brutbestand des Kiebitzes erfassen.

Handlungsempfehlung zum Kiebitzschutz

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Exkursion auf den Kleiberg

Die Diskussionen um den Einsatz eines ausrangierten Panzers zur Gestaltung von Lebensräumen für die Gelbbauchunke nimmt die ABU zum Anlass, interessierte Bürgerinnen und Bürger zu einer Exkursion auf den Kleiberg am 2. April, 15.00 Uhr einzuladen. Treffpunkt ist an den Pollern am Betonweg nahe der Steinkiste (Körbecker Weg, Soest).

Joachim Drüke, Vorsitzender der ABU: „Wir möchten das Schutzgebiet und einige seiner Bewohner vorstellen und unsere Gründe für die ungewöhnliche Maßnahme erläutern“.

Der Kleiberg ist nicht nur wegen eines der letzten Vorkommen der vom Aussterben bedrohten Gelbbauchunke in Westfalen sehr wertvoll. Die grasigen Lebensräume, die strukturreichen Übergänge von Grasland zu Wald und die Wälder selber sind Lebensraum einer artenreichen Tier- und Pflanzenwelt. Feldlerchen, Wiesenpieper, Neuntöter und in manchen Jahren auch der Wespenbussard sind typische Vertreter der Vogelwelt, die in der normalen Landschaft immer seltener werden. Typische Pflanzen des Kleibergs sind die Dornige Hauhechel und das Tausendgüldenkraut. Die Beweidung mit robusten Rinder- und Pferderassen soll diese artenreiche Landschaft langfristig erhalten.

Auf einem Teil des Kleibergs weiden ganzjährig robuste Rinder und Pferde. Das Foto entstand am 24.8.2014. (J. Drüke)

Osterspaziergang in die Woeste

Knäkente (Foto: B. Beckers)Die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz lädt am Ostermontag, dem 28. März 2016 alle Naturfreunde zu einem Osterspaziergang durch die Woeste ein. Der Biologe Ralf Joest stellt auf einer etwa dreistündigen leichten Wanderung das Niedermoor bei Bettinghausen und seine Tierwelt vor. Jetzt im Frühjahr kommen zu den ersten Brutvögeln wie die zahlreichen Gänse, Rohrammern und Kiebitze auch noch Zugvögel wie Löffelenten, Knäkenten, Bekassinen und Kampfläufer, die das Gebiet als Rastplatz und Tankstelle auf ihrem Weg in die Brutgebiete nutzen. Bitte festes Schuhwerk und Wetterkleidung und falls vorhanden ein Fernglas mitbringen. Treffpunkt ist um 09:00 an der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne (Teichstraße 19), um 09:15 am Bolzplatz an der Ahsebrücke in Bettinghausen (Einfahrt Antoniusweg/Woesteweg).

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