Nachrichten 2016

Nachrichten 2016

Diskussion um einen Panzereinsatz auf dem Kleiberg

Der Einsatz eines ausrangierten Panzers auf dem Kleiberg, einem ehemaligen Standortübungsplatz südlich von Soest, hat zu mehreren kritischen Leserbriefen iin der Lokalpresse geführt. Auch wenn in der vorausgegangenen Berichterstattung der Zeitung bereits einige Gründe für diese Maßnahme genannt wurden, möchten wir diese hier noch einmal darlegen.

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Alles für die Unken

Gelbbauchunken haben es im Kreis Soest nicht einfach. Es gibt kaum noch wassergefüllte Fahrspuren, in denen sie bevorzugt ablaichen. Selbst auf dem alten Militär-Übungsplatz bei Büecke am Stadtrand von Soest fährt kein Militär mehr Fahrspuren in den aufgeweichten Boden, so dass sich dort nur noch wenige Exemplare der hochgradig gefährdeten Art finden. Über die Kreisverwaltung Soest wurde daher ein alter Panzer engagiert, um das zu machen, was Jahrzehnte die Panzer der Belgischen Armee auf dem Übungsplatz gemacht hatten: Fahrspuren fahren, in denen die Gelbbauchunken im Sommer nach Gewitterregen ablaichen können. In dem warmen Wasser können sich ihre Larven dann schnell und ohne Konkurrenz entwicken. Mit Hilfe des alten Panzers und mit Unterstützung einiger Radfahrzeuge ging es dann immer wieder durch den Schlamm, bis tiefe Spuren entstanden waren, in denen sich das Wasser sammeln kann. Und die vor allem so dicht sind, dass sich das Wasser dort über einge Wochen hält. Folienteiche und ähnliches sind ungeeignet, da sie dauerhaft Wasser führen und so Konkurrenzarten anlocken. So hing denn zwei Tage lang das Dröhnen des Panzers (850 PS) über dem Gebiet, so dass einige Besucher schon glaubten, dass die Bundeswehr wieder zurückkommt. Die militärische Nutzung wurde vor 10 Jahren aufgegeben und die NRW Stiftung wird das Gebiet in diesem Jahr übernehmen. Durch die ABU wurden in den letzten 5 Jahren im Rahmen eines EFRE Projektes Wege, Weideflächen, Aussichtspunkte, Infotafeln und vieles anderes dort angelegt, um das Gebiet für Naturschutz und auch Tourismus zu entwickeln. (M. Scharf)

Mit Gewalt und ohrenbetäubenden Lärm wühlt sich der Panzer durch wassergefüllte Pfützen, um sie durch wiederholtes Befahren abzudichten. (M. Scharf)Mit Leichtigkeit zieht sich der Panzer wieder aus tiefen Fahrspuren heraus. (M. Scharf)Plötzlich steht eine Kuh im Weg und die Fahrerin muss anhalten. (M. Scharf)Ein Landrover unterstützt den Panzer und bleibt natürlich stecken. (M. Scharf)Bis ihn der Panzer wieder herauszieht. (M. Scharf)Währenddessen unterhält Bionade Besucher auf dem Aussichtshügel mit Zungenakrobatik. (M. Scharf)Auch ein kleiner DKW Munga will mitmachen und bleibt prompt stecken. (M. Scharf)Die Pferde bestaunen den seltsamen neuen Weidegenossen. (M. Scharf)Panzersperre ? (M. Bunzel-Drüke)Die Versorgungsfahrzeuge bilden ein kleines Feldlager. (M. Scharf)Jetzt sind alle wieder weg ... (M. Bunzel-Drüke)

Jahreshauptversammlung der ABU

Die diesjährige Hauptversammlung der ABU in der Lohner Mühle in Bad Sassendorf-Lohne war wieder sehr gut besucht: 75 Mitglieder und Gäste konnte Joachim Drüke, 1. Vorsitzender, begrüßen. In seinem Bericht über das Jahr 2015 ging er auf die wesentlichen Aktivitäten der ABU ein:

Der Vorstand tagte 8-mal. Die Herbstversammlung im November war sehr gut besucht. Das öffentliche Programm umfasste 24 Exkursionen und 5 Vorträge. Hinzu kamen zahlreiche weitere Exkursionen für angemeldete Gruppen. Höhepunkt der öffentlichen Veranstaltungen war das 25-jährliche Jubiläum der Biostation der ABU: Eine Feier, die – urteilt man nach den Reaktionen, die die ABU erhielt - sehr gut gelungen war. Weit mehr als 200 Gäste nahmen teil! Der sog. Ehrenamtsstammtisch diente der Vorbereitung praktischer Arbeiten und dem Austausch über naturkundliche und naturschützerische Themen.

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Seltener Fund der Ameisengrille in Welver

Ameisengrille (Foto: Michael Kunde)In einem Garten im Westen von Welver in der Nähe der Bahnlinie gelang Michael Kunde der Fund einer seltenen Heuschreckenart: Der Ameisengrille (Myrmecophilus acevorum). Bei dieser Art handelt es sich um eine kleine Langfühlerschrecke, die nur 2,5 bis 4 mm groß wird und die in Gesellschaft von Ameisen lebt. Nach gegenwärtigem Kenntnisstand hat diese Art eine hoch spezialisierte Lebensweise, die bedingt, dass ihre tatsächliche Verbreitung vermutlich nur unzureichend bekannt ist. In der Rote Liste 2011 (Volpers & Vaut 2011) wird als Status angegeben "Gefährdung unbekannten Ausmaßes". Als Lebensraum der Ameisengrille werden in der Literatur trocken-warme Standorte wie Steppenheiden, Halbtrockenrasen, Steinbrüche und auch Bahnanlage und Bahntrassen genannt. Daher passt der Fund von Herrn Kunde gut ins Bild. Wichtig scheint zu sein, dass die Flächen nicht oder nur extensiv genutzt werden. 2009 gab es mehrere Funde im Bochumer Raum auf einer alten Industriebrache (Schmidt & Schmitt 2011). Diese Autoren vermuten eine Ausbreitung der Art in den letzten Jahren von Süden her.

Vielen Dank für diese interessante Meldung.

Riesen-Kopfweide für die Hellinghauser Mersch

Mit viel Mühe und Anstrengung pflanzte die Jugendgruppe der ABU in der Hellinghauser Mersch eine extrem hohe Kopfweide. Nur mit gemeinsamer Anstrengung gelang es, den schweren Steckling in das Pflanzloch zu hieven. Die ersten von der Jugendgruppe vor vielen Jahren dort gepflanzten Kopfweiden haben mittlerweile einen Durchmesser von fast einem Meter und sind landschaftsprägend (M. Scharf)

Im aufgeweichten Boden eine Steckling zu Stehen zu bekommen, ist nicht so einfach (M. Scharf)Die Wildpferde in der Hellinghauser Mersch schälen Stecklinge zuerst, um sie dann umzudrücken. Dagegen hilft nur Kükendraht und viel Stacheldraht, um die empfindlichen Pferdenasen auf Distanz zu halten (M. Scharf)

ABU bindet Feuerborn-Altarm und Meerbach an die Lippe an - Deutsche Umwelthilfe und Bezirksregierung unterstützen die Maßnahme

Der Feuerborn-Altarm aus der Luft (Foto: L. Hauswirth)Der Altarm Feuerborn ist eine ehemalige Lippeschleife zwischen Lippborg und Hamm-Uentrop. Wie an vielen Stellen wurde die Lippe hier vor Jahrzehnten begradigt, der Altarm ist noch heute Bestandteil der Flussaue, durch die Begradigung hat sich aber die Lippesohle eingetieft und liegt heute deutlich tiefer als im Altarm. In den alten Lippearm mündet der Meerbach, jedoch liegt die Einmündung des kleinen Gewässers höher als der Wasserspiegel im Altarm.

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In der Hellinghauser Mersch gibt es keine Biber

zu sehen, wenn man tagsüber mit der Jugendgruppe an der Lippe entlangwandert. Aber dafür natürlich Biberspuren reichlich. Im Winter sind die Kräuter weg und die Biber gehen an die Gehölze. Aktuell gefällt wurde z.B. der große Baum, auf dem die Kindergruppe der ABU herumklettert. Daneben sind östlich der Gieselermündung etlich gefällte Weiden zu sehen, deren Zweige die Biber für eine gemütliche Mahlzeit in die Lippe gezogen haben. Und dazwischen immer wieder Biberrutschen, die von ihnen für den Transport ins Wasser genutzt werden.

Die Jugendgruppe bei dem Gehölzen

Das Rote Sofa bei den Auerochsen

Nr7Der Fotokünstler Horst Wackerbarth ist mit seinem Roten Sofa weithin bekannt geworden. An den unterschiedlichsten Orten hat er Personen und Orte mit und auf seinem Roten Sofa portraitiert. Für die NRW Stiftung und das Land NRW hat er nun die Lippeauen mit den Auerochsen der ABU besucht. Kein leichtes Unterfangen, denn den Rindern war das Sofa und die vielen Fotoassistenten und Interessenten doch etwas suspekt. Lediglich Laura war ganz vernarrt in das Sofa, nachdem es mit Rübenschnitzel präpariert worden war. Die Pferde fanden vor allem Freude am Bezug, den sie zwischendurch abzureißen versuchten. Nach einigen Posings war das Sofa zwar mit Matsch und Kuhscheisse beschmiert, aber ansonsten noch ganz heil. Letztlich gelang es Horst Wackerbarth und seinen Helfern aber ganz gut, die Rinder gleichmäßig um das Sofa zu positionieren, um die tolle Landschaft mit den Tieren richtig wirken zu lassen. Mittendrin musste dann der Bauer auf dem Sofa schön still sitzen und freundlich in die Kamera schauen, um das Gesamtensemble nicht zu stören. Das Ganze wurde noch von einer Fotografin für ein Making off fotografiert und von einem Filmer auf Video fürs Fernsehen festgehalten. Eine Aktion, die von morgens bis zum späten Nachmittag dauerte, aber demnächst schöne Aufnahmen für Land und Stiftung präsentieren kann.

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