Saatkrähen

Saatkrähen

Entwicklung seit 1999
Die Bestandsentwicklung im Kreis Soest können Sie hier herunterladen.

Saatkrähen in der Stadt Soest
Saatkrähen brüten in der Innenstadt von Soest in mehreren Kolonien, z.B. im Bereich des Bahnhofs. Die Saatkrähen fallen einigen Bürgerinnen und Bürgern aufgrund ihrer Rufe und ihrer Hinterlassenschaften zur Last. Rufe nach einer Dezimierung und Auflösung dieser Kolonien gibt es seit Jahren.

Im Frühjahr 2008 unternahm die Stadt Soest den Versuch, eine Kolonie an der Walburger Unterführung, östlich des Bahnhofs, zu vergrämen. Der Versuch scheiterte, weil die Saatkrähen anstelle der entfernten Nester rasch neue Nester bauten. Rechtsgrundlage für das Vergrämen war eine Ausnahmegenehmigung des Kreises Soest.

Während sich der Bestand im Kreisgebiet insgesamt von rund 600 auf 1667 Brutpaare entwickelt hat, schwankte der Bestand im Stadtgebiet von 1999 bis 2007 zwischen ca. 450 und ca. 600 Brutpaaren, ohne deutliche Tendenz einer Zunahme. Erst im Jahr 2008 ist eine Erhöhung der Population auf nunmehr rund 870 Nester in Soest entstanden. Ursache dafür ist die Vertreibung vieler Saatkrähenpaare aus dem Wäldchen am Sassendorfer Weg durch den illegalen Betrieb einer Böllerschussanlage. Dort brüteten im Jahr 2007 knapp 500 Paare. Hier können Sie Daten über den Bestandsverlauf in der Stadt Soest herunterladen.

Die Saatkrähe ist ein typischer Brutvogel des Kreises Soest. Sie ernährt sich sowohl von Planzen als auch von Tieren, vor allem von Regenwürmern und Insektenlarven. Über lange Zeit wurden Saatkrähen intensiv verfolgt, ihre Kolonien vernichtet - auch im Kreis Soest. Als Folge dieser Verfolgung siedelten Saatkrähen zunehmend in Städten. Hier waren sie vor direkten Verfolgungen sicherer als im Umland.
In Deutschland ist die Saatkrähe (Corvus frugilegus) eine gesetzlich besonders geschützte Vogelart. Es ist gemäß Bundesnaturschutzgesetz und Bundesartenschutzverordnung verboten, die Vögel zu töten oder zu fangen, ihre Nester zu zerstören oder ihre Eier zu entfernen und die Tiere während der Brut und Jungenaufzucht zu stören. Nur in wenigen begründeten Fällen kann die zuständige Behörde Ausnahmen von diesen Verboten erteilen. Eine Informationsbroschüre über die Saatkrähen im Kreis Soest können Sie hier als pdf-Datei herunterladen.

Die Verbreitung der Saatkrähe in Nordrhein-Wesfalen im Jahr 2008



































Die Karte zeigt die Brutverbreitung der Saatkrähe in NRW im Jahr 2006. Der Kreis Soest ist gelb hinterlegt.
Die Daten wurden zusammengestellt von Manfred Scholz, Christof Grüneberg erstellte die Karte.
Mehr über Vögel in Deutschland erfahren Sie auf der Website des Dachverbandes Deutscher Avifaunisten DDA unter www.dda-web.de.
Dort finden Sie auch umfassende Informationen über das Projekt ADEBAR zur Kartierung der Brutvögel Deutschlands.
Zur Website der Nordrhein-Westfälischen Ornithologengesellschaft NWO geht es hier.


Einen Überblick über die Bestandsentwicklung seit 1956 finden Sie hier


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