Schutzgebiete im Kreis Soest

Fürstenberg

1 Allgemeine Informationen

Objekt-Nr.: SO-062
Gebietsname: NSG Fuerstenberg
Schutzstatus: NSG, bestehend
Ort: Ense
Kreis: Soest
Bezirksregierung: Arnsberg
Fläche (ha): 40,6154
Flächenanzahl: 2

Schutzziel: Die Unterschutzstellung erfolgt

1. Zur Erhaltung und Entwicklung

a) von Kernflaechen eines grossflaechigen, naturnahen Laubwaldkomplexes in seinen verschiedenen Entwicklungsstufen und Altersphasen mit naturnahen Fliessgewaessern und Quellen,
b) als bedeutsamer Lebensraum seltener und gefaehrdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten,

2. Aus naturgeschichtlichen und landeskundlichen Gruenden,

3. Wegen der Seltenheit, der besonderen Eigenart und der hervorragenden Schoenheit des Gebietes.

Es handelt sich um Kernbereiche grossflaechiger, von Siepen durchzogener Eichen- und Buchenbestaende mit Altholzanteilen. Die Strauchschicht wird streckenweise von dichten Ilexbestaenden dominiert. Auf Bereichen mit kalkhaltigem Untergrund hat sich eine geophytenreiche Krautschicht, z.T. mit Hohlem Lerchensporn, ausgebildet. In Teilen sind auch einige Nadelholzbloecke vorhanden.
Umfangreiche Wallanlagen, alte Siedlungsplaetze und eine kleine Kapelle zeugen von der kulturhistorischen Bedeutung des Fuerstenberges.

2 Verwaltungstechnische Informationen

Objekt-Nr.: SO-062
Gebietsname: NSG Fuerstenberg
Bezirksregierung: Arnsberg
Kreis: Soest
Ort: Ense
Fläche (ha): 40,6154
Flächenanzahl: 2
Offizielle Fläche (ha): 41,0000

TK25, Quadrant, Vierteilquadrant:
4513, Q2, VQ1 / 4513, Q2, VQ3
Gebietskoordinate: R: 3425859 / H: 5705484
Digitalisiermassstab: 1:5.000

Verfahrensstand: LP rechtskraeftig
Gültigkeit: Inkraft seit: 2006, Inkraft: 2006, Ausserkraft: 9999
Amtsblatt / LP: LP Ense-Wickede, 24.07.2006
Bearbeitung: Mitarbeiter(-in) der LOEBF: LOEBF

Allgemeine Bemerkungen:
Gebote:

1. Nadelwaldbestaende sollen vorrangig in abgegrenzten Quellbereichen, Siepen und Bachtaelern in
Laubwald der natuerlichen Waldgesellschaft des Naturraumes umgewandelt werden.
2. In ueber 120-jaehrigen Laubwaldbestaenden sollen je Hektar jeweils bis zu 10 starke Baeume des
Oberbestandes als Alt- und Totholz fuer die Zerfallsphase im Wald belassen bleiben. Gleiches gilt fuer
einzelne Laubbaeume auf Waldflaechen mit andersartigen Baumbestaenden. Einzelheiten werden im
Waldpflegeplan bestimmt.
3. Die Ufer- und Sohlenstrukturen der Fliessgewaesser sowie die Durchgaengigkeit fuer Organismen sollen
erhalten bzw. wiederhergestellt werden.
4. Es ist eine Wilddichte anzustreben, welche die natuerliche Waldentwicklung nicht beeintraechtigt.

 

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