Disselmersch

Disselmersch

Größe: 168 ha

Schutzstatus:
NSG, FFH, VSG
    
Naturschutzgebiet seit: 2004

Betreuungsgebiet seit: Das Teilgebiet „Im Winkel“ wird seit 1989 von der ABU betreut, das komplette Kerngebiet Disselmersch betreut die ABU seit 1992
Die Disselmersch ist Teil des Kerngebietes „Lippeaue westlich Lippborg“ des  Naturschutzgebietes Lippeaue. Es ist gleichzeitig Teil des Vogelschutzgebietes „Lippeaue zwischen Hamm und Lippstadt mit Ahsewiesen“ (DE 4314-401).

Schutzziel:
der Erhalt, die Wiederherstellung und die Entwicklung der naturnahen Strukturen, der Dynamik und der Durchgängigkeit eines Fließgewässers mit seinen auentypischen Elementen als überregional bedeutsamer Lebensraum seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten.  
Besonders genannt wird der Schutz des Gebietes
•    als Brut-, Rast- und Überwinterungsraum für an Wasser gebundene Vogelarten
•    von natürlichen Lebensräumen und Vorkommen wildlebender Tier- und Pflanzenarten, die in den Anhängen I, II und IV der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21.Mai 1992 ( FFH-Richtlinie ), aufgeführt sind
•    wegen der Seltenheit, der besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit dieser Auenlandschaft.

Kurzcharakteristik:
Bei der Disselmersch handelt es sich um einen ca. 5 km langen Abschnitt der Lippeaue westlich von Lippborg.
Die Lippeaue ist hier von Grünland dominiert, welches zum Teil seit vielen Jahren extensiv genutzt wird. Eingestreut sind zahlreiche Gehölze und Gewässer. Teile der nördlich der Lippe gelegene Aue unterliegen einer Ganzjahresweide mit Heckrindern und Koniks.
Die Disselmersch ist ein Teilgebiet eines Projektes der ABU mit der NRW-Stiftung Naturschutz, Heimat- und Kulturpflege. Die Stiftung hat große Teile der Disselmersch erworben und stellt Mittel zur Erstentwicklung zur Verfügung. Seit 1994 "befreit" der Lippeverband die Lippeufer sukzessive von ihren Befestigungen. Der Disselbach wurde renaturiert und im Jahr 2005 wurde ein Flutrinnensystem angelegt und die Verwallung entlang Lippeufer unterbrochen. Über die Flutrinnen gelangt das Hochwasser nun wesentlich schneller und häufiger in die Aue, die Aue wird mit dem Fluss verbunden.

Bemerkenswerte Pflanzen- und Tierarten (Auswahl):
Wiesen-Alant, Röhrige Pferdesaat, Gewöhnlicher Sumpfquendel, Schild-Wasser-Hahnenfuß, Schwanenblume, Wiesen-Silge; Heidearten auf der Sand-Niederterrasse: Heidekraut, Englischer Ginster, Sparrige Binse, Kleiner Vogelfuß
Als Brutvögel: Kiebitz, Flussregenpfeifer, Krickente, Knäkente, Löffelente, Rohrweihe, Wasserralle, Uferschwalbe, Eisvogel
Auf dem Frühjahrszug: Pfeifente, Spießente, Waldwasserläufer, Kampfläufer, Grünschenkel, Bruchwasserläufer
Gemeine Keiljunger, Südliche Binsenjunger, Sumpfschrecke

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