Hellinghauser Mersch

Hellinghauser Mersch

Größe: 264 ha

Schutzstatus: NSG, FFH, VSG

Naturschutzgebiet seit: 1999

Betreuungsgebiet seit: 1992
Das Naturschutzgebiet Hellinghauser Mersch ist eines von 6 Kerngebieten, die zusammen mit den angrenzenden Auenbereichen zum Naturschutzgebiet Lippeaue „Lippeaue westlich Lippstadt im Kreis Soest“ zusammengefasst wurden. Es ist gleichzeitig Teil des Vogelschutzgebietes „Lippeaue zwischen Hamm und Lippstadt mit Ahsewiesen“ (DE 4314-401).

Schutzziel:

der Erhalt, die Wiederherstellung und die Entwicklung der naturnahen Strukturen, der Dynamik und der Durchgängigkeit eines Fließgewässers mit seinen auentypischen Elementen als überregional bedeutsamer Lebensraum seltener und gefährdeter sowie landschaftsraumtypischer Tier- und Pflanzenarten.  
Besonders genannt wird der Schutz des Gebietes
•    als Brut-, Rast- und Überwinterungsraum für an Wasser gebundene Vogelarten
•    von natürlichen Lebensräumen und Vorkommen wildlebender Tier- und Pflanzenarten, die in den Anhängen I, II und IV der Richtlinie 92/43/EWG des Rates vom 21.Mai 1992 ( FFH-Richtlinie ), aufgeführt sind
•    wegen der Seltenheit, der besonderen Eigenart und hervorragenden Schönheit dieser Auenlandschaft.

Kurzcharakteristik:
Die Hellinghauser Mersch umfasst weite Bereiche der Lippeaue westlich von Lippstadt, angrenzend an die Naturschutzgebiete Lusebredde und Klostermersch. Gieseler und Glenne sind zwei größere Zuflüsse der Lippe, die weite Bereiche der Hellinghauser Mersch prägen. Große Grünlandkomplexe, durch Hecken, kleine Wäldchen und Gewässer strukturiert, prägen das Gebiet. Wasservögel, Amphibien, Libellen, Fische und artenreiche Grünlandgesellschaften bilden den besonderen Wert der Hellinghauser Mersch. Die Gieseler teilt die Hellinghauser Mersch in einen Westteil, der einer Ganzjahresweide mit Heckrindern und Koniks unterliegt und einen Ostteil, in dem die Wiesen extensiv genutzt werden.
Die Hochwasserdynamik der weitgehend renaturierten Lippe und der Aue mit ihren Flutrinnen entspricht wieder weitgehend einem naturnahen Zustand. Vor den Toren Lippstadts gelegen ist die Hellinghauser Mersch aber auch in ihrer Bedeutung für die Naherholung gewachsen und bildet für die Besucher sowohl aus der näheren als auch der weiteren Umgebung einen attraktiven Anziehungspunkt.

Bemerkenswerte Pflanzen- und Tierarten (Auswahl):
Verwechselte Trespe, Ufer-Segge, Filz-Segge, Bach-Nelkenwurz, Europäische Wasserfeder, Durchwachsenes Laichkraut, Ausgebreitetes Kleinblasenmützenmoos (das Moos kommt v.a. an trockengefallenen Altwässern und Kleingewässern vor besitzt nach derzeitigem Kenntnisstand im mittleren Lippetal seinen westfälischen Verbreitungsschwerpunkt) und Schwimmendes Wasser-Sternlebermoos;  
Weisstorch, Kiebitz, Wachtelkönig, Wasserralle, Schnatterente, Krickente, Löffelente, Rohrweihe, Schwarzmilan, Uferschwalbe, Eisvogel, Gemeine Keiljunger, Sumpfschrecke

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