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ABU Aktuell

Große und kleine Fische

Seit über 20 Jahren wird  an einigen Probestrecken durch die ABU im Auftrag der Bezirksregierung die Fischfauna der Lippe untersucht. An einer Probestrecke in Höhe von Benninghausen fanden einige besonders schöne und große Fische, motiviert durch das Elektrofischereigerät, den Weg in unsere Kescher. Der Fisch auf den ersten beiden Fotos hat seinen Namen von seinem auffälligsten Körperteil, seiner Nase. Mit den harten Lippen raspelt der Fisch den Aufwuchs vom Untergrund und ist so einer der wenigen sich teilweise vegetarisch ernährenden Fische. Dieses Jahr gibt es reichlich Nachwuchs, wie der Fang zahlreicher kleinen Nasen mit einer Größe von etwa 4 cm zeigt. Auf dem dritten Foto ist ein Brachsen zu sehen. Aufgrund seiner Körperform wird er auch gerne - wenig liebevoll - als "Klodeckel" bezeichnet. So große Brachsen sind entweder sehr schlau oder sehr selten, denn seit etlichen Jahren haben wir keinen mehr gefangen. Döbel dagegen, wie auf dem nächsten Foto zu sehen, sind nicht so schlau und werden von uns in dieser Größe daher regelmäßig gefangen. Der kleine Fisch auf den vorletzten Foto ist ein Kaulbarsch und recht selten in der Lippe. Ihm wir eine gewisse Intelligenz nachgesagt. Kleinere Dressuren gelingen mit ihm im Gegensatz zu anderen Fischen ganz gut. Zu allerletzt ist ein Karpfen zu sehen - ausnahmsweise mal nicht ein hochrückiger und schuppenloser Karpfen, sondern einer, der der Wildform ähnelt. (Matthias Scharf)

Nase (M. Scharf)Nase frontal (M. Scharf)Brachsen (M. Scharf)Döbel (M. Scharf)Kaulbarsch (M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)

Weißstorch gesichtet

Im vergangenen Jahr wurden einige der Jungstörche im Kreis Soest von der Vogelschutzwarte beringt. Sie erhielten Ringe mit einer Aufschrift, die man mit einem Fernglas oder Spektiv erkennen kann, ohne die Vögel zu fangen. Solche Funde werden an die Vogelwarte gemeldet und der Beringer erhält eine Nachricht über die Ablesung. Nun wurde einer der letztjährigen Jungstörche aus dem Herzfelder Horst in Brandenburg gesichtet und der Ring abgelesen. Am 26. Mai diesen Jahres hielt er sich bei Sawall in Brandenburg auf, 418 km von Herzfeld entfernt. Es geht ihm gut!

Weißstorchring (Foto: B. Beckers)Ein junger Weißstorch wird beringt (Foto: B. Beckers)Die Herzfelder Jungstörche nach der Beringung im vergangenen Jahr (Foto: B. Beckers)

Die Suche nach der Grünen Flußjungfer geht weiter

Nachdem die Suche nach den Larven oder schlüpfenden Tieren leider keinen Erfolg brachte, war eine erste stichprobenhafte Suche nach den jetzt fliegenden Tieren ein Überraschungserfolg. Gleich an drei Stellen zwischen Hellinghausen und Eickelborn konnten in den letzten Tagen mindestens zehn Exemplare beobachtet werden, einmal sogar auf dem Kopf einer vorbeifahrenden Paddlerin. Damit zeigt sich, dass sich die ehemals sehr seltene Art seit den ersten Beobachtungen 2012 offenbar tatsächlich an der Lippe etabliert. Die Larven leben im sandigen Sediment strömender Gewässerabschnitte.  Durch die Renaturierung der Lippe sind viele ihr zusagende Gewässerabschnitte entstanden. Die Männchen sitzen gerne auf im Wasser liegenden Totholz, wo sie auch von weitem gut mit dem Fernglas beobachtet werden können. Erkennbar sind auch aus der Distanz an ihrem aufgerichteten, verbreiterten Hinterleib und den grasgrünen Augen, Kopf und Vorderleib. Alle Beobachtungen dieser Art sind für uns sehr interessant, am besten mit genauen Orts- und Datumsangaben und Belegen. Hierfür reichen oft auch auch Digitalaufnahmen aus großer Distanz aus (Ralf Joest).

Ein Männchen der Grünen Flussjungfer an der Lippe (Ralf Joest)Typisch sind der aufgerichte, verbreiterte Hinterleib und die grasgrüne Brust (Ralf Joest)Die Männchen sitzen gerne auf Totholz im Wasser. Auch solche Aufnahmen aus großer Distanz reichen als Beleg oft aus (Ralf Joest)

Meine Praktikumszeit bei der ABU

In meiner 6-wöchigen Praktikumszeit bei der ABU habe ich viele neue Erfahrungen gesammelt. Ich war mit bei der Schafsherde und den Rindern und Wildpferden aus den Gebieten Klostermersch, Hellinghäuser Mersch, Büecke und Disselmersch. Bei den Ausfahrten habe ich viele Vogel- und Pflanzenarten kennen gelernt und das erste Mal Füchse und Waschbären in freier Natur gesehen. Meistens war ich mit im Gelände, aber ab und zu habe ich auch mal bei Bürotätigkeiten geholfen. Am liebsten war ich mit Gelbbauchunken suchen und nach den Schafen, Rindern und Wildpferden schauen. Meine persönlichen Highlights waren das erste Mal Trecker fahren mit Matthias Scharf, die vierte Lippstädter Kälbertaufe und das ich bei einer Rettungsbefischung dabei war. Außerdem gut gefallen hat mir die Jugendgruppe ABUrigines bei der ich das erste Mal dabei war und es mir da schon so gut gefallen hat, das ich ab jetzt öfter daran teilnehmen werde. (Celine Lutterbüse)

Celine bei den Schafen Celine mit WildpferdCeline füttert Rinder

Auf der Suche nach der Grünen Flussjungfer

Die Grüne Flussjungfer ist eine Grosslibelle, die als Larve gern sandige Bereiche an langsam fließenden Gewässern besiedelt. Durch Gewässerausbau und Verschmutzung ist sie weitgehend verschwunden. In der renaturierten Lippe sollten die flach überströmten sandigen Ufer einen geeigneten Lebensraum für eine Wiederbesiedlung bilden. Einige Exemplare wurden bereits in der Hellinghauser Mersch an der Lippe gesichtet. Ob sie allerdings dort auch aus ihren Larven geschlüpft sind, ist unklar.
Die Jugendgruppe der ABU machte sich unter Leitung von Ralf Joest daher auf, um diese Ungewissheit zu beenden. Bewaffnet mit Keschern und Sieben wurden Sand und Kiesbereiche durchsucht, um die Larve der Grünen Flussjungfer zu finden. Gefunden wurden etliche junge Groppen, Dreistachlige Stichlinge und andere nicht zu bestimmende Jungfische, Rundwanzen und Gammarusse, Eintagsfliegenlarven und viel anderes Insektenzeugs. Auch der Fund etlicher Larven der gebänderten Prachtlibelle konnte allerdings nicht darüber hinwegtäuschen, dass keine einzige Larve der Grünen Flussjungfer dabei war. Etwas tröstlich war dann zum Schluss der Fund eines kleinen Steinbeißers, der ähnlich wie die Larve der Grünen Flussjungfer im groben Sand lebt. Da bekannt ist, dass es dort hunderte Steinbeißer im Sand gibt, ist es auch nicht unwahrscheinlich, dass es dort hunderte Larven der Flussjungfer gibt und wir einfach nur zu wenig Glück hatten. (Matthias Scharf)

Mit Sieben wird im Sand nach den Larven der Grünen Flussjungfer gesucht (M. Scharf)Wieder nur Groppen und Eintagsfliegenlarven. Auch ein skeptischen Blick hilft da nicht weiter. (M. Scharf)

Torf-Mosaikjungfer im Arnsberger Wald

A juncea 2 AR kleinA juncea AR kleinEinen neuen Fundpunkt der Torf-Mosaikjungfer (Aeshna juncea) konnten am Wochenende Andreas Rödel und Petra Salm bei ihrer Suche nach Libellen im Arnsberger Wald knapp hinter der Grenze des Kreises Soest im Hochsauerlandkreis vermerken. Diese beeindruckend große Edellibelle besiedelt kleinere Moorgewässer. Sie gilt als Charakterart der Flach-, Übergangs- und Hochmoore. Vor allem Teiche mit Verlandungszonen aus Torfmoospolstern und senkrechten Vegetationsstrukturen werden von der Art gerne besiedelt. Bei dem Fundpunkt handelt es sich um einen kleinen Teich, der durch den Aufstau eines Quellbaches entstanden ist. Insgesamt konnten mindestens drei Tiere an dem Teich nachgewiesen werden.

Die Torf-Mosaikjungfer gilt in NRW als gefährdet, für das Bergland gilt die Vorwarnstufe.

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Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.