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Ausstellungseröffnung "Rotes Sofa" im Forum NRW in Düsseldorf

Der Fotokünstler Horst Wackerbarth hat mit seinem Roten Sofa 53 Länder der Welt bereist und ist jetzt wieder zurück in NRW, um hier zum Thema Heimat eine neue Serie zu produzieren.
Anlass sind der 70. Geburtstag des Landes Nordrhein-Westfalen und und der 30. der Nordrhein-Westfalen- Stiftung. Daher hat er ein fotokünstlerisches Portrait NRWs erstellt, das landestypische Themen, Menschen und Orte, aber auch die Besonderheiten und Eigenarten in NRW vorstellt. Dafür reist er ein Jahr lang durch alle Regionen Nordrhein-Westfalens, um mit seiner Roten Couch besonders typische und besonders markante Orte und Menschen in Szene zu setzen. Im Kreis Soest besuchte er die Gebiete der NRW Stiftung in der Lippeaue, um hier die wilden Rinder und Pferde der ABU zu fotografieren. Sein zweites Thema im Kreis Soest sind die Windkraftanlagen auf dem Haarstrang. Auf dem Roten Sofa hat er dort die traurigen Reste der von den Windkraftanlagen getöteten Greifvögel porträtiert.


Die Ausstellung und das gesamte Projekt wird durch das Land NRW und die NRW-Stiftung finanziert. Nach der Eröffnung im Forum NRW wird sie an weiteren Orten präsentiert. Im Netz sind alle Bilder und weitere Informationen unter heimat.nrw zu finden. 

 Laura in der Lippeaue (Horst Wackerbarth)Matthias Scharf in der Lippeaue (Horst Wackerbarth)Windpark Anröchte (Horst Wackerbarth)

Ein Wasserschwein

Schweine gibt es auch unter Wasser. Zumindest ähnliche Tiere. Karpfen gründeln sich dort durch den Schlamm und haben so eine ähnliche Lebensweise wie die Wildschweine an Land. Auch ihre Körperfform lässt manchmal an ein Schwein denken - insbesondere wenn sie aussehen wie das Exeplar auf dem Foto. Wir haben ihn im Rahmen unseres Fischmonitorings in einem Teich in der Lippeaue gefangen, der aufgrund der trockenen Witterung bis auf einen kleinen Rest ausgetrocknet war. Die Wassertiefe war so gering, dass der Karpfen kaum noch aufrecht schwimmen konnte. Karpfen sind allerdings gut an derartige Extreme mit Sauerstoffmangel und hohen Temperaturen angepasst, so dass wir ihn wieder in den Teich gesetzt haben. Mit nur wenigen Schuppen auf der Rückenlinie handelt es sich um einen Lederkarpfen, eine Zuchtform, der fast alle Schuppen weggezüchtet wurden, um sie besser verzehren zu können. (Matthias Scharf)

Karpfen M. Scharf)Karpfen (M. Scharf)

Superschleie und Dackelhecht

Nach der Lippe werden aktuell Tümpel und Altarme durch die AbU befischt. Eine typische Art der Stillgewässer ist die Schleie (Foto 1), die auch in verschlammten Gewässern mit Sauerstoffdefiziten gut zurecht kommt. Mit über 50 cm Länge hat diese Schleie ein Rekordmaß, was man nur in den seltensten Fällen bei Schleien vorfindet. Der Hecht auf dem zweiten Foto hat noch nicht ganz die Größe seiner Kollegen, die angeblich auch schonmal badende Dackel fressen. Aber wenn er noch einige Zentimeter wächst, wird er einem badenden Dackel sicher auch gefährlich. Neben derartig großen Hechten haben wir aber auch etliche Hechte von etwa 10 cm Länge gefangen, die in diesem Jahr geschlüpft sind. Durch Hochwasser im nächsten Winter können sie weider in die Lippe gelangen, um dort als großer Raubfisch für Unruhe unter Rotaugen und Haseln zu sorgen. (Matthias Scharf)

Schleie (L. Brackelmann)Hecht (L. Brackelmann)

Weihen-Brutsaison 2016

Hatte es schon im Vorjahr einen Bestandseinbruch bei der Wiesenweihe in der Hellwegregion von 27 auf 16 Brutpaare (plus 2 Brutpaare auf der Paderborner Hochfläche) gegeben, so verminderte sich die Brutpaarzahl in diesem Jahr nochmals auf nur noch 12 (plus 2 auf der Paderborner Hochfläche), davon nur noch 8 innerhalb der Abgrenzung des EU-Vogelschutzgebietes (VSG) Hellwegbörde. Zu den 12 Brutpaaren der Hellwegregion gehören 2, die weit nördlich des gewöhnlichen Brutareals, bei Schachtrup bzw. Beckum, brüteten.
Im westlichen Brutareal bis Erwitte lagen die Brutplätze weit voneinander entfernt, jeweils rund 5 bis 15 km vom nächsten Nachbarn. Im östlichen Areal im Raum Langeneicke-Geseke-Upsprunge brüteten alle 5 Brutpaare weniger als 6 km voneinander entfernt. Hier und auf der Paderborner Hochfläche bei Etteln brüteten in drei Fällen sogar jeweils 2 Paare in Sichtweite zueinander (Nestabstände 80 bis 170 m).
Aus NRW sind nach jetzigem Kenntnisstand nur noch zwei weitere Brutpaare gefunden worden, in der Zülpicher Börde und im Kreis Minden-Lübbecke. Lag der Landesbestand der Wiesenweihe im Vorjahr mit 22 Brutpaaren schon auf einem erheblich niedrigeren Niveau als in den 1990er Jahren, ist er nun also nochmals auf insgesamt nur noch 16 Brutpaare abgesunken, dem niedrigsten Brutbestand seit den 1980er Jahren.

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Optimierungsmaßnahmen im NSG Ahsewiesen

Nach über 25 Jahren war ein Blänkenkomplex im Kernbereich der NSG Ahsewiesen "in die Jahre" gekommen. Verlandet und stark zugewachsen hatte er seine Funktion verloren. Zur Zeit wird der Blänkenkomplex umgestaltet zu einer flachen Mulde. Mit einer Raupe wird der überschüssige Boden zusammengeschoben, später wird er abgefahren. Im nächsten Frühjahr wird die Blänke für Brut- und Rastvögel wieder gut nutzbar sein.

Mit einer Raupe wird zunächst der Boden abgeschoben (Foto: B. Beckers)Ein alter Blänkenkomplex wird optimiert (Foto: B. Beckers)

Herbstexkursion durch das NSG Stockheimer Bruch

Artenreiche kalkholde Feuchtwiesen zeigen sich im Spätsommer von ihrer schönsten Seite (Foto: L. Hauswirth)Am Samstag, den 10. September 2016 bietet die Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz eine herbstliche Exkursion durch das Naturschutzgebiet Stockheimer Bruch bei Geseke an. Zu dieser Jahreszeit ist eine Wanderung durch das sonst gesperrte Niedermoorgebiet möglich ohne größere Störungen zu verursachen. Artenreiche Wiesen und durchziehende oder rastende Vögel können beobachtet werden. Das Gebiet hat sich nach der Durchführung zahlreicher Naturschutzmaßnahmen in den letzten 25 Jahren erheblich verändert; es können vor Ort einige Arbeiten begutachtet werden. Alle Naturinteressierten, die eine abwechslungsreiche Wanderung im Spätsommer unternehmen möchten, sollten sich mit festem Schuhwerk (und Fernglas) um 15.00 Uhr an der Gärtnerei zwischen Geseke und Bönninghausen nördlich der Bahnstrecke Lippstadt-Paderborn einfinden. Die Exkursion dauert etwa 2 Stunden.

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Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.