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ABU Aktuell

ABU-Herbstversammlung

Rund 75 Mitglieder und Gäste konnte ABU-Vorsitzender Joachim Drüke am Freitag, dem 25.11.2016, in Lohne zur traditionellen Herbstverammlung begrüßen. In seinem Rückblick auf die Arbeit des letzten halben Jahres ging er auf neue Naturschutzprojekte ein, die die ABU auf den Weg gebracht bzw. vorbereitet hat. Die Themen sind Bäche und Flüsse, Fische, der Schutz seltener Pflanzen, Waldnaturschutz und Maßnahmen für seltene Amphibienarten. Das Einwerben von Naturschutzverträgen mit Landwirten in der Hellwegbörde hat gut geklappt. Erfreulich ist auch, dass der Kreis Soest mit Förderung durch das Land NRW eine Projektstelle für den Vertragsnaturschutz in der Hellwegbörde einrichten konnte. Solche Verträge sind auch dringend nötig, weil der Brutbestand von Wiesen- und Rohrweihen in diesem Jahr sehr niedrig war. Allen Landwirten, die sich an den Naturschutzmaßnahmen beteiligen, gilt unser Dank!
In den betreuten Naturschutzgebieten hat die ABU in diesem Herbst bereits 139 Kopfweiden gepflegt. Weitere 150 sollen es in diesem Winter noch werden.

Natalia Jaworski gab einen Überblick über die Ergebnisse der diesjährigen kreisweiten Kiebitzkartierung. Der Brutbestand ist leider weiter gesunken. Die begleitenden Schutzmaßnahmen für Kiebitzgelege müssen noch verbessert werden. Die Vorbereitungen dafür laufen.

Dr. Ralf Joest gab einen Überblick über die Rückkehr einer verschwundenen Libellenart: die Grüne Flussjunger Ophiogomphus cecilia. Sandige und mindestens teilweise besonnte Flussufer findet sie inzwischen wieder an der Lippe. Die Renaturierungsmaßnahmen, aber auch andere Einflüsse haben ihre Wiederausbreitung begünstigt..

Den Hauptvortrag des Abends, "Kraniche - Vögel des Glücks", präsentierte der Ornithologe Michael Jöbges, Leiter der Arbeitsgruppe Kranichschutz NRW. Sehr schöne Bilder, viele Fakten über unsere heimischen Kraniche und die Kranicharten weltweit, die neuesten Entwicklungen der Brutbestände und Zugwege unseres Grauen Kranischs begeisterten die Zuhörer. Und die Aussichten stehen nicht schlecht für einen der beeindruckendsten heimischen Vögel: Vielleicht schreiten sie ja auch bald im Kreis Soest zur Brut. Immerhin gab es in NRW in diesem Jahr schon 16 Brutpaare.

ABUler an der Großen Schmalenau im Arnsberger Wald

Ehrenamtlich tätige ABUler kontrollierten und reparierten in einem "Arbeits"einsatz an der Großen Schmalenau im Arnsberger Wald Schutzhüllen, mit denen die Laubbaum-Naturverjüngung vor Verbiss geschützt wird (Foto: B. Beckers) Wie jedes Jahr trafen sich auch am Samstag wieder einige ABUler, um an den Bächen im Arnsberger Wald nach dem Rechten zu sehen. Im Rahmen eines LIFE-Projektes wurden bis 2014 in den Bachtälern zahlreiche kleine Laubbäume vor dem Verbiss durch Hirsche und Rehe geschützt. Auf Flächen, auf denen die schattigen Fichtenforste entnommen wurden, konnten Erlen, Eichen, Birken und einige andere Laubbaumarten keimen. Sie stellen den Grundstock für die zukünftigen naturnahen Auwälder in den Bachtälern. Einmal im Jahr prüfen Ehrenamtliche der ABU, ob die kleinen Bäume noch leben und die Schutzhüllen intakt sind. Am Ende des Tages waren die ABUler sehr zufrieden. Rund 90 % der geschützten jungen Bäumchen hatten das letzte Jahr überstanden und sich gut entwickelt. Mit den Schutzhüllen, in denen keine Keimlinge mehr gefunden werden konnten, wurden neue Jungpflanzen geschützt. Der Tag klang bei Kaffe und Kuchen in der Gaststätte Tackeberg in Neuhaus aus.

NABU-Bundesfachausschuss Flüsse besucht die Lippe

Der NABU-Bundesfachausschuss Flüsse in der Disselmersch (Foto: B. Beckers)Zweimal im Jahr trifft sich der Bundesfachausschuss Flüsse im Naturschutzbund Deutschland, um sich über verschiedene aktuelle Themen auszustauschen und ein Projekt anzuschauen. Von Freitag mittag bis Sontag früh tagten nun 10 Fachausschussmitglieder aus ganz Deutschland im Kreis Soest. Ziel waren die verschiedenen Maßnahmen an der Lippe. Nach einem Einführungsvortrag am Freitag ging es am Samstag raus ins Gelände. Umfassende Renaturierungen wie in der Hellinghauser Mersch, der Klostermersch und der Westernmersch sowie Uferentfesselungen und Auenaktivierungen wie in der Disselmersch standen auf dem Exkursionsprogramm. Zur Einordnung der umgesetzten Entwicklungsmaßnahmen diente auch ein Blick in einen noch ausgebauten Teil der Lippe. Auch andere Themen wie die verschiedenen Entwicklungsziele in den Auenflächen wurden vorgestellt und diskutiert. Die Fachausschussmitglieder waren sehr beeindruckt von der Art und dem Umfang der verschiedenen umgesetzten Maßnahmen.

Pflegearbeiten in den Ahsewiesen

Als letzte Pflegemaßnahme dieses Jahres werden jetzt in den Ahsewiesen einige Gehölzarbeiten durchgeführt. So werden zwei Heckenabschnitte nach rund 15 Jahren wieder auf den Stock gesetzt. Einige noch junge Gehölze werden zurückgenommen, damit Wiesenvögel und Rohrweihe wieder geeignete Brutmöglichkeiten haben.

11. Niedersächsischer Wiesenweihen-Workshop

Am 8. Oktober 2016 trafen sich auf Einladung von Katja Behm (niedersächsische Vogelschutzwarte) rund 50 an der Wiesenweihe Interessierte in Hannover. In Vorträgen und Diskussionsbeiträgen wurde deutlich, dass nicht nur in Niedersachsen sondern fast überall in Deutschland die Brutbestände in diesem Jahr stark zurückgingen. In Niedersachsen wurde im Jahr 2003 ein landesweites Schutzprogramm für die Wiesenweihe aufgelegt. Seitdem werden die Getreidebrutplätze durch Schutzzonen vor dem Mähtod bewahrt. In niedersächsischen Küstenraum zeichnet sich eine Ausdünnung der Brutbestandes ab (K. Behm), wie es auch schon in Nordfriesland der Fall ist. Auch im Landkreis Aurich zeigt sich eine deutliche Bestandsabnahme (M. Boekhoff): 2016 gab es nur noch zwei erfolglose Bruten, bei denen es Verdachtsmomente für menschliche Störungen wegen Windkraftplanungen gab. In Lüchow-Dannenberg, wo Stefan Beilke schon lange erfolgreich Nestschutz betreibt, sieht die Situation besser aus. Die derzeit größte niedersächsische Teilpopulation in der Diepholzer Moorniederung ist durch Windenergieanlagen (WEA) gefährdet (L. Boldt & F. Niemeyer).

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Unser erster Wels

Einmal ist immer das erste Mal und unser (Margret, Olaf und Matthias) erstes Mal hat sehr lange auf sich warten lassen. Wir haben in der Elbe gefischt, in der Sieg und in der Lippe sowie in diversen kleineren Flüssen im Kreis Soest und Umgebung. Wir haben in den letzten dreißig Jahren bestimmt eine Million Fische gefangen, vermessen und bestimmt. Aber es war kein Wels dabei. Die Angler berichteten von Welsen in der Lippe und in den Baggerseen, aber das war natürlich keine Hilfe, denn bei uns lies sich kein Wels blicken. Wir wollten uns schon Welse bei einem Fischzüchter ausleihen, um sie anzuschauen und zu fotografieren. Aber das wäre schon sehr unsportlich gewesen. Aber jetzt hat es ein Ende damit. Wir haben in der Lippe im Kreis Unna gleich mehrere Welse gefangen. Die durch warmes Kraftwerkswasser aufgeheizte Lippe gefällt den Welsen offensichtlich gut, denn sie sahen wohlgenährt und gesund aus. Im Kreis Soest ist das Wasser der Lippe recht kalt, so dass dieser Lippeabschnitt für Welse ungeeignet ist. In die Lippe ist er vermutlich nicht natürlich vorkommend und erst durch Besatz hinein gelangt. Er ist mit etwa 1,5 Metern maximaler Länge unser größter reiner Süsswasserfisch, wobei es auch Gerüchte über bis zu drei Metern lange Exemplare gibt. (Matthias Scharf)

Wels (M. Scharf)Wels (M. Scharf)Wels (M. Scharf)

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Säugetiere in Eulengewöllen

"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.