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ABU Aktuell

Exkursion zu den jungen Weihen

Am kommenden Samstag, dem 27.7.2019 führen Hubertus Illner und Christian Härting von der Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz zu den jungen Wiesen- und Rohrweihen in der Hellwegbörde. Die seltenen Greifvögel brüten in Getreidefeldern. Bei der Ernte haben die Landwirte Schutzzonen ausgespart, so dass die Jungvögel ungestört flügge werden konnten. Auf der etwa dreistündigen Fahrt mit Beobachtungsstopps können die Beuteübergaben der jagenden Altvögel und erste Flugversuche der Jungvögel beobachtet werden. Daneben sind sicherlich weitere Greifvögel wie Rotmilane, Schwarzmilane oder Turmfalken zu sehen. Treffpunkt ist um 14:00 an der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf Lohne. Hier werden Fahrgemeinschaften in PKWs gebildet.

Bei der Exkursion in die Hellwegbörde werden wir Wiesenweihen, hier ein Männchen, beobachten können (Foto: M. Bunzel-Drüke)

Exkursion zu den Libellen in der Lippeaue

Am kommenden Samstag, dem 20. Juli 2019 laden Birgit Göckede und Ralf Joest große und kleine Naturfreunde zu einer Exkursion zu den Libellen in der renaturierten Lippeaue in der Klostermersch ein. In den Kleingewässern der Aue und an der Lippe haben sich zahlreiche Libellenarten eingefunden. Auf der Tümpelexkursion für die ganze Familie werden aber auch andere Tiere der sommerlichen Feuchtgebiete aus der Nähe betrachtet. Bitte Ferngläser und ggf. eigene Kescher und Becherlupen sowie angepasste Kleidung mitbringen. Treffpunkt ist um 14:00 an der Kirche in Benninghausen (Dorfstraße/Schelhasseweg).

Die seltene Grüne Flussjungfer ist an der renaturierten Lippe wieder heimisch (Ralf Joest).Die Wärme liebende Feuerlibelle kommt inzwischen regelmäßig in der Lippeaue vor (ralf Joest)

Neues aus der Insektenwelt im Kreis Soest

Es gibt nicht nur schlechte Nachrichten über die Insektenwelt im Kreis Soest. Und ein Garten mit einem großen Blütenangebot mag schon für Überraschungen sorgen. So konnte Ute Buschhaus in ihrem Soester Garten eine Heuschrecken-Sandwespe, Sphex funerarius,  fotografieren. Diese eindrucksvolle Grabwespenart wurde in Westfalen bisher nur ausnahmsweise festgestellt.Offenbar breitet sich diese Art, die ihre Brut mit Heuschrecken versorgt,  z. Z. in Deutschland nach Norden aus. Das Bienenhotel vor der Biologischen Station der ABU in Lohne zeigt welche Bedeutung solche Nistangebote haben. Bei anhaltendem Sonnenschein lassen sich hier sehr viele schwärmende Insekten beobachten. Außer den kleinen Löcherbienen und den ihre Bruten parasitierenden Keulenhornwespen sind es z. Z. auch einzelne, zarte Gichtwespen. Diese Art "beglückt" ebenfalls die Nester von Wildbienenarten mit ihren Eiern. Neuerdings nutzen auch Mörtelbienen dieses Quartierangebot und prompt stellte sich eine Kegelbiene ein, die in die noch nicht endgültig zugemauerten Brutzellen der Mörtelbienen ihre Eier unterbringen wollte. Bei dieser Kegelbiene handelt es sich wohl um die Art Coelioxys aurolimbatus, die auf die Platterbsen-Mörtelbiene, Megachile ericetorum, spezialisiert ist. Diese brutparasitsische Art ist bisher in unserer Region unbekannt (H. Vierhaus).

Ein Weibchen der Heuschrecken-Sandwespe auf Origanum-Blüten (U. Buschhaus)Die Heuschrecken-Sandwespe, Sphex funerarius, in Soest (Ute Buschhaus)Gicht- oder Schmalbauchwespe mit kurzem Legestachel: Gasteruption assectator, in Lohne  (H. Vierhaus)Eine Platterbsen-Mörtelbiene (Megachile ericetorum) am Insektenhotel der ABU (H. Vierhaus)Die neugierige Kegelbiene, wahrscheinlich Coelioxys aurolimbatus, am Mörtelbienenquartier (H. Vierhaus)

Spaziergang zu den Schmetterlingen in der Pöppelsche

Der seltene Schachbrettfalter ist in der Pöppelsche zu finden (Ralf Joest)Die Vielfalt der bei uns lebenden Insekten hat stetig abgenommen. Umso wichtiger sind naturnahe Gebiete, in denen die Arten Rückzugsräume finden. Das Pöppelschetal bei Erwitte bietet Lebensräume für viele Pflanzenarten. Dadurch besteht während des ganzen Sommers ein großes Blütenangebot für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge. Die artenreiche Schmetterlingswelt in der Pöppelsche ist das Ziel einer sommerlichen Exkursion, zu der Andreas Rödel und Ralf Joest von der ABU am kommenden Sonntag, dem 14. Juli 2019 herzlich einladen. Die etwa dreistündige leichte Wanderung ist auch für Kinder und Familien geeignet. Treffpunkt ist um 14:00 Uhr am Besucher-Parkplatz Pöppelsche an der ehemaligen B 1 westlich von Eikeloh.

Tausend Brutröhren für Insekten - wer macht mit?!

Dieser Pfosten war bereits 2 Tage nach dem Anbohren von Insekten besiedelt (Foto: R. Loerbroks)Vom einfachen Pfosten zum Lebensraum für Insekten

Das Insektensterben ist in aller Munde. Daher startet die ABU eine Initiative, um Holzweidezaunpfosten in Naturschutzgebieten im Kreis Soest als Insektenhotels aufzuwerten. Die Pfosten aus Eichenholz eignen sich besonders gut als Brutstätten für Insekten. Sie stehen oftmals an nahrungs- und blütenreichen Grünland- und Weideflächen am Rande von Naturschutzgebieten und sind sonnenexponiert. Für Insekten sind sie jedoch weitgehend wertlos, denn sie haben noch keine Löcher. Hier kommen Sie und ihr Akkubohrer ( + verschiedene Holzbohrer z.B. 2,3,4,5,6,7,8,9,10 mm) ins Spiel. Helfen Sie mit, die Natur in Ihrer Heimat zu erhalten.

Dazu fahren wir fahren gemeinsam in besonders interessante Bereiche in den Naturschutzgebieten der Lippeaue und werden aktiv! Treffpunkt ist Donnerstag, 11.7.2019, 19:00Uhr am Gebäude der Biologischen Station der ABU in Bad Sassendorf-Lohne, Teichstraße 19.

Ansprechpartner: Roland Loerbroks (r.loerbroks@abu-naturschutz.de)

Nachmachen ist erwünscht. Auch woanders eignet sich diese Maßnahme mit Erlaubnis des Flächeneigentümers hervorragend, um etwas für den Insektenschutz zu tun.

Die Karauschen sind zurück

Seit etlichen Jahren werden die Teiche in der Hellinghauser Mersch und den angrenzenden Bereichen der Lippeaue auf ihren Fischbestand untersucht. Für kleinere Teiche typisch waren vor vielen Jahren die Karauschen, auch Bauernkarpfen genannt. Sie vertragen niedrigen Sauerstoffgehalt und kommen deshalb auch noch in leicht verschlammten und stark verkrauteten Gewässern vor. Selbst kurzfristiges Austrocknen können sie im Schlamm überstehen. In den letzen 15 Jahren wurden allerdings bis auf ein Tier 2018 keine mehr nachgewiesen. Viele Tümpel in der Lippeaue verschwanden in den 1950er und 1960er Jahren und in den restlichen wurden die asiatischen Giebel zur Konkurrenz. Mittlerweile sind aber etliche neue Gewässer in der Lippeaue angelegt worden, in denen Karauschen wieder einen geeigneten Lebensraum finden könnten. Gleichzeitig sind in den meisten Gewässern die Giebel wieder verschwunden. Daher war es eine günstige Gelegenheit, dass Siegfried Kuss, Fischkenner aus Hamm, Lippekarauschen zwischenvermehrt hatte und diese für einen Neubesatz in Hellinghauser Mersch und Klostermersch zur Verfügung stellte. Etwa 300 Karauschen wurden mit tatkräftiger Hilfe der Hammer Angler aus dem Vermehrungsteich in Hamm gekeschert und nach Lippstadt gebracht. In einer gemeinsamen Aktion der Angelvereine Benninghausen und Lippstadt mit der ABU wurden in der Hellinghauser Mersch und der Klostermersch geeignete Teiche und Tümpel ausgesucht, um dort die Karauschen aus Hamm wieder auszustzen. In den nächsten Jahren werden die Tümpel dann auch wieder untersucht, um zu sehen, ob das Projekt erfolgreich war. (M. Scharf)

Besatzaktion: Mitglieder der Angelvereine Benninghausen und Lippstadt sowie der ABU setzen Karauschen in einen Teich bei Hellinghausen einIn Aussehen und Lebensweise dem Karpfen ähnelnd, sind Karauschen allerdings viel kleiner als dieser.Etwa 300 junge Karauschen wurden in vier Tümpel in der Lippeaue wieder angesiedelt.

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"Wilde Weiden"

Die gedruckte Version ist vergriffen. Wilde Weiden steht hier als pdf-Datei (WildeWeiden.pdf, ca. 300MB) zur Verfügung.